Online-Veranstaltung "Wir geben Plastik einen Korb!"

Über 60 LandFrauen und Interessierte aus dem Kreis Minden-Lübbecke und darüber hinaus nahmen gestern an unserer Online-Veranstaltung unter dem Motto „Wir geben Plastik einen Korb!“ teil. Anke Schiermeyer von der Verbraucherzentrale Minden stellte interessante Fakten rund um das Thema Plastik vor. Dabei konnten die Teilnehmerinnen die verschiedenen Themenschwerpunkte mittels einer kleinen Umfrage festlegen. Spannend war auch die Vorstellung des Projektes „Bye bye Bottle“. Dazu aber demnächst mehr.

Über ihren Weg zu Zero Waste berichtete Amélie Förster vom Podcast „Amélie geht Zero Waste“. Vieles klappt dabei schon sehr gut – besonders im Bad und in der Küche. Nur bei Schokolade stößt Amélie noch an ihre Grenzen. Abgerundet wurde der Vortrag durch viele Buchtipps zum Thema, ganz besonders auch durch Lesetipps für Kinder. Die vorgestellten Bücher finden Sie hier.

März 2021 = der LandFrauen-Monat?!

Sieht man sich unsere Postings auf Instagram und facebook in diesem Monat einmal an, stellt sich unweigerlich die Frage, ob der März nicht der LandFrauen-Monat ist. Denn in keinem Monat gibt es so viele „Tage des/der …“, die Themen aufgreifen, die den Landfrauen ganz besonders am Herzen liegen, wie im März. Angefangen haben wir mit dem Tag der gesunden Ernährung am 7. März, am darauffolgenden Tag war Weltfrauentag, gleich zwei Tage später der Equal Pay Day. Am 15. März folgte der Weltverbrauchertag und am 21. März war Welthauswirtschaftstag. Den Abschluss der besonderen Tage macht der Weltwassertag am 22. März.

Außerdem haben wir diesen Monat viele tolle Aktionen und digitale Veranstaltungen durchgeführt. Gestartet sind wir mit der Lesung von Iris Niermeyer unter dem Motto „Gespielt wurde nach Feierabend“. Dann haben wird die LandFrauen-Wundertüten Mitte März auf die Reise quer durch den Mühlenkreis geschickt. Außerdem hat jedes Mitglied einen Frühlingsgruß von uns erhalten. Über 300 Landfrauen nahmen an der digitalen Auftaktveranstaltung zum Leitthema-Schwerpunkt „Wasser – Wir machen die Welle“ teil. Den Abschluss machte die Online-Weinprobe am vergangenen Freitag.

Hier findet ihr unsere Statements zum Equal Pay Day und zum Welthauswirtschaftstag:
- Equal Pay Day (Iris Niermeyer)
- Welthauswirtschaftstag (Birgit Rohlfing)

Welthauswirtschaftstag 2021

Es gibt einen Weltfrauentag, einen Weltknuddeltag, einen Gegenteil-Tag und noch viele, viele mehr. Und es gibt einen Welthauswirtschaftstag!

Das Motto in diesem Jahr lautet: „Mein Zuhause - meine Nachbarn - unser Quartier: Gutes Leben und Wohnen für jedes Alter“. Ziel des diesjährigen Welttags der Hauswirtschaft ist es darzustellen, welchen Beitrag Expertinnen und Experten sowie Fachkräfte der Hauswirtschaft zu den gesellschaftlichen Herausforderungen einer alternden Gesellschaft leisten.

Henriette Davidis (1801-1876) gilt bis heute als Begründerin der Hauswirtschaftslehre. Ihr berühmtes Kochbuch das „Praktische Kochbuch“ ist Teil eines umfassenden Erziehungs- und Bildungsprogramms, das von ihr entwickelt wurde. Die Bereiche wie zum Beispiel Wurstmachen, Viehhaltung, Umgang mit Dienstboten, Anfertigen und Behandeln des Bettwerks, das Konservieren der Garderobe, Heizen, Färben von Kleidung und vieles mehr sind heute nicht mehr zeitgemäß. Allerdings sind einige Lerninhalte der wie Nahrungszubereitung, Wäschepflege, Warenlagerung, Kinderbetreuung auch heute noch aktuell, wenn auch in einem anderen Format. So hat die Digitalisierung in allen Bereichen Einzug gehalten und ist auch in der Hauswirtschaft nicht mehr wegzudenken.

Die ersten Hauswirtschafterinnen wurden 1896 in Berlin ausgebildet. Seitdem befindet sich der Beruf der Hauswirtschafter*in im ständigen Wandel. Die Ausbildung hat sich den Gegebenheiten einer sich ständig wandelnden Gesellschaft angepasst. So ist dieser Beruf moderner und komplexer denn je. Nach der neuen Ausbildungsverordnung vom März 2020 können sich die Auszubildenden für einen der drei folgenden Schwerpunkte entscheiden:

  • Personenbetreuende Dienstleistungen
  • Serviceorientierte Dienstleistungen
  • Ländlich–agrarische Dienstleistungen.

Die Aufgabe der Hauswirtschaft ist die Gesamtheit einer Gesellschaft zu sehen:

  • die gesunde Ernährung aller Menschen in jedem Alter und in jeder Lebenslage (personenzentriert - bedürfnisorientiert – bedarfsgerecht)
  • die Erhaltung einer lebenswerten Umwelt (Nachhaltigkeit)
  • Wohlbefinden der Menschen in allen Wohnformen (Familie, Kinderheim, Senioreneinrichtungen, Ferien auf dem Bauernhof)
  • Ökonomische Sicherheit durch gute Haushaltsführung (in Gemeinschaftsverpflegungen, Privathaushalten)

Die Hauswirtschaft ist mit ihrem ganzheitlichen Ansatz ein wichtiger Motor für eine zufriedene und gesunde Gemeinschaft, gerade in Zeiten, in denen die Betreuung von Menschen immer häufiger abgegeben wird. Und deshalb ist das diesjährige Motto gerade für die Arbeit der Hauswirtschafter*innen so bezeichnend. Hauswirtschaft ist systemrelevant.

Informationen zur Ausbildung:
www.landwirtschaftskammer.de/bildung/hauswirtschaft
www.berufsverband-hauswirtschaft.de/ausbildung-beruf/die-berufe-der-hauswirtschaft

Equal Pay Day 2021

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied (Gender Pay Gap), der laut Statistischem Bundesamt aktuell in Deutschland 19 Prozent beträgt. Umgerechnet ergeben sich daraus 69 Tage (19 Prozent von 365 Tagen), die Frauen zum Jahresanfang unentgeltlich arbeiten müssen.

Hauptanliegen ist es, faire Einkommen für Männer und Frauen zu schaffen. Die Lohnlücke liegt in Deutschland seit Jahren kaum verändert bei 19 Prozent (Statistisches Bundesamt, 2020). Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich auf einem der letzten Plätze – der Europäische Gender Pay Gap beträgt rund 15 Prozent (Eurostat, 2020). Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen steigt in der Rente je nach Datenlage auf mehr als 30 bzw. 50 Prozent; Deutschland hat den größten Gender Pension Pay Gap unter den OECD-Staaten (IW, 2020).

Ein wichtiger Hebel zur Chancengleichheit ist das Schließen von Informationslücken. Die Equal-Pay-Beraterinnen des Deutschen LandFrauenverbandes (@dlv) setzen genau hier an. Sie informieren, zeigen Handlungsalternativen auf und sensibilisieren in Vorträgen und Workshops zu all diesen wichtigen Fakten und Themen. Weitere Informationen zum Thema sowie eine Übersicht aller Equal-Pay-Beraterinnen findet ihr auf der dlv-Homepage: www.landfrauen.info.

Online-Weinprobe mit dem Weingut Schweder

Es war eine tolle Online-Weinprobe! Henrik Schweder, seine Schwester Katja und Vater Heinz vom Weingut Schweder aus der Pfalz haben uns viel Wissenswertes über Weine während der eineinhalb-stündigen Weinprobe nähergebracht. Dabei fehlten auch nicht lustige Anekdoten aus der Familie. Auch wenn wir die Weinberge und den über 300 Jahre alten Weinkeller der Familie nur virtuell besuchen konnten, so haben wir deutlich gespürt, mit wieviel Herzblut die Schweders Winzer sind. Das konnten wir auch bei den Weinen aus dem Probierpaket schmecken. Der Tipp aus der Einladung, für eine gute „Grundlage“ zu sorgen, war Gold wert. Denn nach dem Secco zur Begrüßung wurden noch drei weitere leckere Weine probiert. Aber zuhause sind die Wege nach einer Weinprobe ja nicht so weit … ;-)

Probiert es unbedingt mal aus! Der Kreislandfrauenverband Höxter bietet zum Beispiel am 9. April eine weitere Online-Weinprobe an.

 

Virtueller LandFrauen-Kaffeeklatsch

Fast 250 ehrenamtlich-tätige Landfrauen aus dem Kreis Minden-Lübbecke konnten sich für unseren virtuellen Kaffeeklatsch anmelden. Die ehrenamtlich-tätigen Landfrauen setzen sich aus den Vorständen des Kreisverbandes und der Ortsverbände und zu einem großen Teil aus unseren Ortslandfrauen zusammen. Diese sind in den Dörfern/Ortschaften die direkten Ansprechpartnerinnen für unser über 3.600 Landfrauen im Kreisgebiet und somit ein sehr wichtiges Bindeglied zu unseren Mitgliedern.

Normalerweise treffen wir uns zweimal im Jahr für einen regen Austausch: zur Frühjahrstagung und zur Herbstausfahrt. Auch unter den aktuell besonderen Umständen wollten wir an dieser Tradition festhalten und haben zum virtuellen Kaffeeklatsch eingeladen. 

Nach der Anmeldungen haben wir kleine Überraschungspakete für die Landfrauen auf die Reise geschickt, die alles Nötige für unseren virtuellen Kaffeeklatsch enthalten.

Dann war es endlich soweit: Über 50 LandFrauen aus dem Mühlenkreis trafen sich zum virtuellen Kaffeeklatsch. Viele von uns haben es sich mit selbstgebackenem LandFrauen-Apfeltraum nach dem Rezept aus unserem Überraschungspäckchen vor den Bildschirmen gemütlich gemacht. Und es fehlte auch nicht der frisch gebrühte Kaffee. Denn natürlich war auch passender Kaffee von der Röstgrad Kaffeemanufaktur aus Rahden-Tonnenheide im Überraschungspäckchen. So gut „gerüstet“ konnten wir der Lesung „Ich bin die Frau an meiner Seite“ von Jutta Seifert aus Dortmund lauschen.

Habt ihr euch auch schon einmal zu einem virtuellen Kaffeeklatsch getroffen? Probiert es einfach mal aus!

Adventsfeier vom Sofa aus

Auch wenn der festliche Rahmen ein ganz anderer war als normalerweise, wenn die Landfrauen im Kreis Minden-Lübbecke zu ihrer Adventsfeier einladen – gemütlich war es allemal. Denn aus gegebenem Anlass fand die Feier in diesem Jahr online statt. Dafür trafen sich gut 100 Landfrauen aus dem Mühlenkreis vor ihren PC’s, Laptops und Smartphones.

Wer denkt, dass Zoom-Meetings eine trockene Angelegenheit sind, der irrt gewaltig. Noch bevor es überhaupt richtig los ging, war die Stimmung bei der Landfrauen-Adventsfeier schon mehr als gut. Denn Geschäftsführerin Lisa Warder begrüßte alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die sich ab 18 Uhr zur Online-Adventsfeier zuschalteten, mit lieben Worten und unterhielt sie im fröhlich-flotten Plauderton.

Pünktlich um 19 Uhr ging es dann wirklich los und Vanessa Fenn vom Vorstandsteam begrüßte alle Landfrauen herzlich zur Online-Adventsfeier. Das musikalische Rahmenprogramm wurde durch Johanna Gartmann und den Landfrauen selbst gestaltet. Neben Weihnachtsliedern der Kirchenmusikerin, die sie extra hierfür in der Kirche Hille-Nordhemmern eingesungen hatte, sangen die Landfrauen auch gemeinsam Lieder. Das Programm mit den Liedtexten war vorher im Beerenweine-Überraschungspakt mitgeliefert worden, die der Vorstand an alle Teilnehmerinnen verschickt hatte. So konnten es sich die Landfrauen mit Punsch und allem anderen, was zu einem ordentlichen Sofa-Meeting gehört, gemütlich machen. Viele nutzten die Gelegenheit, und setzten sich als Mutter-Tochter-Gespann oder auch als Ehepaar vor ihre Rechner. Natürlich waren auch die Landmänner zu diesem Anlass herzlich willkommen.

Auch Supenintendent Michael Mertins nahm von seinem Arbeitszimmer aus an der Veranstaltung teil. Der Pfarrer hatte erst im November sein Amt als Superintendent des Kirchenkreises Minden angetreten und nutzte die Gelegenheit, um sich den Landfrauen vorzustellen. Anschließend hielt er eine Ansprache zum Thema „Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern“. Er machte deutlich, dass die Adventszeit eine Zeit des Wartens ist und vom Ursprung her eine Fastenzeit. Dabei zog er Parallelen zur aktuellen Corona-Situation und den Einschränkungen, die sie mit sich bringt. Er zeigte aber auch die Möglichkeiten auf, die eine Zeit des besinnlichen Wartens bieten kann. Der Adventskranz, bei dem an jedem Adventssonntag eine weitere Kerze angezündet wird, sei das Symbol dieses besinnlichen Wartens auf die Nacht, in der Jesus Christus geboren und das helle Licht erstrahlen würde. Im Anschluss an die Rede von Superintendent Michael Mertins sang Johanna Gartmann „Die Nacht ist vorgedrungen“. Zum Abschluss sangen alle zusammen „Tochter Zion“. Iris Niermeyer, die die Teilnehmenden vorher mit einer besonderen Weihnachtsgeschichte erfreut hatte – sie erzählte von den besonderen Weihnachtsgegenständen, die im Laufe der Jahre einen Platz in ihrem Herzen gefunden hatten – übernahm die Schlussworte. Sie verabschiedete die Landfrauen und –männer und hoffte, dass alle den gemütlichen Abend mit einem Gläschen Glühwein ausklingen lassen würden.

Vanessa Fenn die die Veranstaltung maßgeblich mitgeplant hatte, war froh, dass alles so reibungslos geklappt hatte und dass sich so viele Landfrauen zu der Feier angemeldet hatten. „Gerade in diesen besonderen Zeiten ist es wichtig, miteinander in Kontakt zu bleiben“, erklärte sie. So würde das gemeinsame Miteinander bei den Landfrauen eine große Rolle spielen. Da dies zur Zeit nicht auf persönlichem Wege möglich sei, würden auch die Landfrauen neue Kommunikationswege nutzen. Die Online-Adventsfeier habe gezeigt, dass diese Art des virtuellen Treffens in besonderen Zeiten durchaus eine gute Möglichkeit sei, um zusammen zu kommen.

Unser KreisLandFrauenTag 2020


Dank eines umfassenden Hygiene-Konzeptes konnte unser diesjährige Kreislandfrauentag stattfinden. Knapp 200 Gäste haben wir in der Stadthalle Lübbecke begrüßen können.

Musikalisch mit locker swingenden Jazz-Stücken wurde der Abend von Anja Vehling (Saxophon) und Heinz-Hermann Grube (Flügel) begleitet. Nach einer offiziellen Begrüßung durch das Vorstandsteam mit Iris Niermeyer, Vanessa Fenn und Eva Rahe folgten zwei sehr informative Talkrunden, moderiert von unserer Landfrau Maren Wulff.

In der ersten Gesprächrunde nahmen Heidrun Diekmann, Vizepräsidentin unseres Landesverbandes und Annette Ostermeier, Teamsprecherin des Ortsverbandes Hüllhorst teil. Heidrun Diekmann wieß auf die gesellschaftliche Verantwortung der Landfrauen hin - unter dem Motto "Wir zeigen Flagge - für Toleranz, Demokratie und ein soziales Miteinander." Außerdem gab sie einen Überblick über das Leitthema "Wissen pflanzen - Werte entfalten" mit dem diesjährigen Schwerpunkt "Wir machen die Welle!". Annette Ostermeier, hauptberuflich Bäuerin, gab einen sehr ausführlichen Blick auf ihre Arbeit - nicht nur in Zeiten von Corona. Ganz besonders lag ihr der Wunsch nach direkten Geprächen zwischen Landwirtschaft und Verbraucher am Herzen: "Lasst und miteinander reden und nicht übereinander."

Dann folgten Anke Schlottmann, Landfrauen aus Pr. Ströhen und als Krankenschwester tätig sowie Karl-Friedrich Rahe, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Lübbecke und inzwischen pensionierter Grundschullehrer. Anke Schlottmann berichtete eindrücklich über ihre Arbeit im Krankenhaus seit Beginn der Pandemie und auch von ihrer eigenen Infektion. Karl-Friedrich Rahe erzählte von den Schwierigkeiten während der Schulschließungen im Frühjahr und lobte ganz besonders die Kinder, "die toll mitgezogen haben".

Anschließend erlebten die Gäste den "Herrlichen Unsinn über den alltäglichen Wahnsinn". Besser hätte Kaberattist Bernd Gieseking sein Progamm für diesen Abend nicht beschreiben können. Natürlich war das Klopapier ein Thema. Es gab aber auch einen amüsanten Einblick in seine Kaffeebecher-Sammlung. Außerdem gehörte eine Lesung seiner verschiedenen Kolumnen zum Programm. Hier blieb vor allen Dingen der Gardena-Spindelmäher in Erinnerung. 

Für die tolle Bühnendekoration war der Ortsverband Hüllhorst zuständig. Gerne hätte Bernd Gieseking (mit einem Augenzwinkern) anstatt seiner Gage einen Teil der Dekoration für seinen Ballkon mit nach Hause genommen.