Kreislandfrauentag 2021 in Bredelar

Im besonderen Ambiente des Begegnungs- und Kulturzentrums Kloster Bredelar fand der diesjährige Kreislandfrauentag statt. Während dieser Tag üblicherweise in Schützenhallen stattfindet, bekamen die Besucherinnen einen Einblick in die Kombination von moderner und noch weiter renovierungsbedürftiger Anlage. Renate Aßhauer aus Udorf, Sprecherin der Marsberger Landfrauen, gab einen kurzen Überblick über die wechselvolle Geschichte des ehemaligen Klosters. In ihrer Begrüßung ging die Vorstandssprecherin Anne Babilon auf das vielseitige Veranstaltungsangebot der Landfrauen ein. Zum derzeitigen Leitthema „Wasser – wir machen die Welle“ planen die Landfrauen verschiedene Veranstaltungen übers Jahr hinaus. Dazu lud sie alle interessierten Frauen ein.  Ferner betonte sie, dass sich die westfälisch-Lippischen Landfrauen für Demokratie und Toleranz einsetzen. Sie zitierte dazu aus dem Beschluss der Westfälisch-Lippischen Landfrauen „Wir brauchen eine Gesellschaft, die für ein respektvolles, tolerantes und soziales Miteinander einsteht. Wir distanzieren uns von jeder Partei, die die liberale Demokratie ablehnt und Frauenrechte in Frage stellt. Wir erteilen Antifeminismus, einer hierarchischen und autoritären Geschlechterordnung eine klare Absage. Wir stehen für vielfältige Lebensentwürfe und die Gleichstellung aller Geschlechter.“

Im kurzweiligen Auftritt von Sonja Gründemann aus Hamburg mit dem Vortrag „Typisch Frau und die Wirkung auf der Bühne des Lebens. Was die Körpersprache über uns verrät“. vermochte die Referentin durch verschiedene Methoden und Einbeziehung des Publikums die Zuhörerschaft in ihren Bann zu ziehen. Es ging ein Morgen zu Ende, bei der sowohl die Begegnungen als auch die Freude über das Wiedersehen nach der langen Auszeit von Präsenzveranstaltungen sichtbar wurde.“ 

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Tagung der Ortsvorsitzenden

Anfang Juli haben wir zur alljährlichen Tagung der Ortsvorsitzenden und Vorstände die beiden stellvertretenden Landrätinnen des HSK „online“ zu Gast gehabt. Sowohl Marie-Theres Schennen als auch Hiltrud Schmidt sind seit dem letzten Herbst neu in diesem Amt – ein Grund mehr, sie zum gegenseitigen Kennenlernen einzuladen.

Beide Damen sind gleichzeitig Mitglied des Kreistages und in den Ausschüssen Schule und Jugendhilfe sowie Kultur, Gesundheit und Soziales tätig. Der persönlichen Vorstellung folgten Fragen der Landfrauen aus den Bereichen „Bildung“, „Landwirtschaft“ und „Gesundheit im HSK“. Persönliche Betroffenheit wurde dargelegt: Flächenverluste landwirtschaftlicher Betriebe durch Maßnahmen zur Renaturierung an der Ruhr, Grad der Wertschätzung der heimischen Landwirtschaft, Inklusion von Kindern mit Einschränkungen in den Unterricht der Regelschulen, geplante Verlegung des Berufsschulortes für Auszubildende der Hauswirtschaft nach außerhalb des HSK.

 

Eine kurze Zeit blieb noch, die ärztliche Versorgung im Kreis anzusprechen. Seit einigen Jahren vergibt der Hochsauerlandkreis Stipendien an Studierende der Medizin, die sich im Gegenzug verpflichten, im Kreisgebiet tätig zu werden. Die äußeren Bedingungen dazu - schöne Natur und gepflegte Orte - sind gegeben, aber auch wir alle vor Ort sind gefragt, dass Auswärtige mehr und mehr integriert werden und gerne bleiben.

 

Einige Fragen blieben zunächst unbeantwortet stehen, aber die stellv. Landrätinnen zeigten durchgängig ein offenes Ohr und haben inzwischen mit Rückmeldungen zur Klärung beigetragen. Sie möchten auch weiterhin unsere Anliegen unterstützen.

 

Radtour in der „Toskana des Sauerlandes“

Im Juni 2021 organisierten ein paar Landfrauen aus Medebach eine eintägige Radtour für uns. 21 Frauen aus unserem Kreis stiegen am Hof Rennefeld aufs Rad. Zuerst ging es auf die Alte Heidenstraße, wo uns Lenore „den Himmelsblick“ erläuterte. Dieser gehört zu den besonderen Seelenorten im Sauerland. In Oberschledorn hielten wir beim Ziegenmilcheis von Familie Mütze an. Köstlich!

 

Durch das weite Naturschutzgebiet Östernwiesen gelangten wir bald über die hessische Landesgrenze. Es folgte ein ausgedehnter Imbiss unter freiem Himmel. Den Höhepunkt am Nachmittag bildete ein anderer Seelenort: eine kerzengerade Douglasienreihe mitten im Wald, über 120 Jahre alt und mehr als 60 Meter hoch. Wahnsinn - diese Baumriesen!

 

Abends ließen wir uns in der Gemeinschaft die Grillwürstchen schmecken. Wir waren uns einig: Warum in die Ferne reisen, wenn das Gute liegt so nah!

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"Wir fragen - Politiker antworten" (Matthias Kerkhoff)

Die Betroffenheit war gestern Abend deutlich zu spüren, in der Dorfhalle Westernbödefeld. Wir hatten unser Landtagsmitglied Matthias Kerkhoff, dahin eingeladen. Sehr emotional schilderten Bäuerinnen die Lage angesichts des Borkenkäferbefalls in ihren Fichtenbeständen. Ihre betriebliche Lage, aber auch die Rahmenbedingungen und die künftigen Folgen.
Unsere Landschaften werden sich auf Jahre verändern und was jetzt gepflanzt wird, davon können erst die folgenden Generationen leben. Die Anwesenden waren sich einig, dass der nachhaltig bewirtschaftete Wald die beste Klimabilanz aufweist und eine Baumprämie als Anerkennung für die Klimaleistung ihrer Wirtschaftswälder angesagt wäre. „Förderanträge sind zu komplex, hier ist mehr Praxisnähe gefragt“, so die einhellige Meinung.
Vorgeschlagen wurde auch eine erleichterte Umwandlungsmöglichkeit von Wald in Grünland, um dem durch die Trockenheit eingetretenen Futtermangel in rindviehhaltenden Betrieben entgegenzuwirken.

 

Windkraft im Wald war ein weiteres Thema – hier sehen die Anwesenden durchaus Notwendigkeit und Potential, wenn möglichst viele davon profitieren und Entfernungen zur Wohnbebauung eingehalten werden.

 

Dörte Pape aus Schmallenberg-Oberkirchen brachte aus ihrer eigenen Erfahrung als Sozialpädagogin im Vorschulbereich das dringende Anliegen vor, Kinder erst mit sechs Jahren einzuschulen.

 

Ihre langjährige Erfahrung in der Betreuung von Pflegekindern bewog Anne Babilon aus Herhagen zur Forderung nach einer praxisgerechteren Ausbildung von Familienrichtern. Diese setzten sich oft über Gutachten hinweg und entscheiden nur vermeintlich zum Wohl des Kindes, indem sie urteilen, ein Kind den Eltern zurückzugeben. „Es auf den rechten Weg zu bringen, es unabhängig und eigenständig zu machen ist das, was mich antreibt, Kinder in Pflege zu nehmen. Wenn aber ein Gutachten bescheinigt, dass Eltern nicht erziehungsfähig sind, werden meine Bemühungen zu Nichte gemacht.“
Nach einer gut zweistündigen Unterredung forderte Matthias Kerkhoff die Frauen auf, sich einzumischen und die Kommunalpolitik mitzuprägen. Es ist mir sehr lieb, wenn Sie etwas Unruhe in die aktuellen Fragestellungen hereinbringen würden!“

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"Wir fragen - Politiker antworten" (Dirk Wiese)

„Wir fragen – Politiker antworten“ – unter diesem Motto stand der Abend unseres Kreisverbandes in der Dorfhalle in Westernbödefeld. Dirk Wiese aus Brilon, Mitglied des Deutschen Bundestages für die SPD, stand den 25 Teilnehmerinnen aus dem HSK Rede und Antwort. Den Bäuerinnen brannten Fragen zur überbordenden Bürokratie und Anträgen unter den Nägeln. Weitere Themen waren unter anderem: Wertschätzung der regionalen Lebensmittel, Veränderungen in der zukünftigen Waldbewirtschaftung, geeignete Holzarten undzukünftige Holzverarbeitung, verschärfte Regeln aufgrund der neuen Düngeverordnung, Plastikanteile im Biomüll mit Auswirkungen auf den Boden, ärztliche Notfallversorgung im HSK. Auch persönliche Betroffenheit fand Gehör. Manche Anliegen nahm Dirk Wiese mit und versprach Rückmeldung. Er warb für weitere Öffentlichkeitsarbeit durch die Landwirte und Landfrauen. Außerdem betonte er, wie wichtig fachliche Expertise und auch regionale Interessensvertretung im politischen Wirken ist. Deshalb forderte er die Landfrauen auf, sich weiterhin politisch einzumischen und dankte für den spannenden und anregenden Austausch.

Kreislandfrauentag 2019

Der diesjährige Kreislandfrauentag fand mit 250 Landfrauen und Gästen im März in der Schützenhalle in Olpe statt.

 

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In ihrer Begrüßung zeigte die Vorstandssprecherin Anne Babilon auf, was auf der „Flagge der Landfrauen“ steht: „Neben der Gleichberechtigung von Mann und Frau sind es die Anliegen rund um die Lebendigkeit und Attraktivität der Dörfer, nahe und erreichbare Versorgungseinrichtungen, schnelles Internet auch an der letzten Milchkanne. Bewusst setzen wir Landfrauen heute unsere ureigenen Werte um, nämlich mit begrenzten Ressourcen zu haushalten und nicht auf Kosten der nachfolgenden Generationen zu leben: Die Dekoration der Halle mit Birken- und Weidenzweigen – alle vom Frühjahrsbaumschnitt, Primeln in Umtöpfen aus veredelten Konservendosen. Dazu unser derzeitiges Leitthema „Wissen pflanzen – Werte entfalten: Wir geben Plastik einen Korb.“ 

 

In einer Podiumsrunde, moderiert von Uta Kaiser aus Meschede-Bonacker, nahmen Landrat Dr. Karl Schneider, Petra Bentkämper vom Westfälisch Lippischen Landfrauenverband und Mitglied im Präsidium des Deutschen Landfrauenverbandes, Hubert Stratmann von der Landwirtschaftskammer, Matthias Kerkhoff, MdL, Nathalie Tent, Regionalmanagerin der hiesigen Leaderregion „4 mitten im Sauerland“, Kristin Becker aus Remblinghausen für die jungen Landfrauen im HSK teil. „Wir von der Basis müssen alle an einem Strang ziehen, für den ländlichen Raum und die ländliche Entwicklung“, so Petra Bentkämper, die kürzlich in den Sachverständigenrat für Ländliche Entwicklung berufen worden war. Matthias Kerkhoff forderte: „Die Landwirtschaft darf nicht ständig als das Problem dargestellt werden, sie muss Teil von Lösungen im Umwelt- und Naturschutz sein. Melden Sie sich zu Wort, unsere starke Stimme aus Südwestfalen ist in Düsseldorf gefragt!“ „Landwirtschaftliche Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe haben ihre Daseinsberechtigung und geben unserer Region ihren Reiz“, so Hubert Stratmann. Nathalie Tent wünscht eine stärkere Beteiligung von Frauen in den Leaderregionen und sagt ihre Unterstützung zu.

Als Referent des Tages kam Willibert Pauels, bekannt als „Ne Bergische Jung“ aus dem Kölner Karneval zum Thema “Kirche-Karneval-Klapse - von der heilenden Kraft der anderen Perspektive “. Humorvoll, witzig und tiefgründig klärte der Diakon über seine persönlichen Erlebnisse aus diesen drei Bereichen auf. Auch zur Krankheit Depression, die ihm seit seiner Kindheit bekannt ist, gab er den Zuhörern wertvolle Tipps. „Über sich selber lachen können – Witze als Witze verstehen, über den Dingen stehen und seine eigene Meinung vernünftig kundtun“, all das ist wichtig in einer gesunden Demokratie.“ Fundamentalisten und Ideologen unserer Zeit sei das alles leider nicht möglich. Seine Aussagen wurden mit viel Applaus bedacht. „Ich bin froh, heute hier gewesen zu sein, so die einhellige Meinung am Ende der Veranstaltung!“ Ein erbauliches Lob an alle Beteiligten!

Schulung der Internetbeauftragten

Das Bildungskonzept „Q3 – Fit fürs neue Ehrenamt im LandFrauenverband“ nutzten die Internetbeauftragten unserer Landfrauenverbände, sich fit zu machen für das Einstellen von Texten und Fotos auf www.wllv.de.

Heimvorteil HSK

Arnsberg/Hochsauerlandkreis. In gemütlicher Atmosphäre sind am 5. April 13 junge Landfrauen und solche, die es noch werden wollen, bei den Braubrüdern in Arnsberg zusammen gekommen. Eingeladen hatte Karin Gottfried von der Rückkehrerinitiative HEIMVORTEL HSK. Nach einer kleinen Präsentation nutzten alle Teilnehmerinnen den Abend, um sich über ihre Vorstellungen von einem Leben im Sauerland auszutauschen. „Viele junge Frauen haben sehr klare Ziele und arbeiten bewusst darauf hin.“, resümiert Karin Gottfried. „Für alle ist aber klar, dass sie entweder im Sauerland bleiben wollen, oder auf jeden Fall nach dem Studium bzw. der Ausbildung zurückkommen möchten.“ Alle zeigten sich daher interessiert an den unterschiedlichen Angeboten, die Heimvorteil HSK bietet. „Wir bleiben im Kontakt und werden uns weiterhin stärker vernetzen.“, verspricht Gottfried.

Junge Landfrauen basteln Osterdeko

In der Werkstatt von Anne Hütten verbrachten die Jungen Landfrauen einen unterhaltsamen und kreativen Abend.

Das Ergebnis waren individuelle Osterdekorationen und ein schöner gemeinsamer Abend.

Eventabend mit Steffi Neu

Die WDR 2 Moderatorin Steffi Neu war im Oktober 2018 zu Besuch bei den Landfrauen in der Reister Schützenhalle. Sehr unterhaltsam und kurzweilig erzählte sie von ihrer Kindheit auf dem Bauernhof am Niederrhein. Sie berichtete von ihrer Ausbildung und ihren Weg zum Radio sowie ihrer Tätigkeit als Moderatorin bei den verschiedenen Formaten von WDR 2.
Die Frauen hörten begeistert zu, stellten anschließend noch einige Fragen und ließen sich im Anschluss das neue Buch von Frau Neu signieren.
Beim folgenden Fingerfoodteller von Dreyers gab es noch ausreichend Zeit für einen intensiven Austausch.

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