Der Garten Frankreichs - Provence / Camargue, Juni 2018

Nach nur 1,25 Std. Flugzeit ab Frankfurt/Main landen wir in Lyon und unser Bus für die kommenden Tage mit Reiseleiterin Jasim bringt uns nach Orange, dem Tor zu Provence. Beim Spaziergang durch Orange beeindrucken Bauten aus der Römerzeit, z. B. das antike Theater (9000 Zuschauer).  Im Sommer finden hier Konzerte und Opernfestspiele statt.

Im weltbekannte Weinbaugebiet der Provence erfahren wir Interessantes über den Spitzenwein im Chateauneuf du Pape. Die Weinstöcke haben 6-7 m tiefe Wurzeln und müssen trotz des heißen Klimas nicht bewässert werden. Es gibt ca. 300 Winzer in diesem Gebiet und der Wein besteht aus mindestens vier Rebsorten; mit Schokolade(Ganache) ein Genuss! Für den Rest der Woche übernachten wir in Arles (bekannt durch die Bilder van Goghs).

In Avignon „erschlägt“ uns der monumentale Papstpalast aus dem 14. Jh. Er ist das größte gotische Bauwerk der Welt (15.000 m² Fläche). In den über zwanzig Räume sind wunderbare Fresken zu sehen.

Wir bewundern die weltbekannte Ruine der Bogenbrücke über die Rhone, die Pont d‘ Avignon und die ersten Lavendelblüten.

Auf dem Weg nach Aix en Provence sehen wir mehr vom „Garten Frankreichs“, der durch den Rhonekanal bewässert wird: leuchtende Klatschmohnfelder, weidende Schafen und Kühe, Oleanderhecken an den Straßen, Nektarinen- und Pfirsichplantagen, Wiesen, von denen das Heu 30 % mehr Nährwert hat und teuer ins Ausland verkauft wird.

In Aix beeindrucken Originalmotive der Künstler Cezanne, Gaughin und van Gogh und die vielfältigen Märkte. Beim Callissons-Hersteller verkosten wir köstliche Süßigkeiten aus Mandeln, Zucker und natürlichen Aromen z. B. Lavendel.

Marseilles, zweitgrößte Stadt Frankreichs: modern, sympathisch und sehenswert. Trotz der Petrochemie aller Ölfirmen der Welt beherrschen Kunst & Kultur das Bild der Altstadt am Hafen.

Um die Lavendel-Destilliere und das Lavendel-Museum in Apt zu erreichen, durchfahren wir die Postkartenlandschaft des Luberon mit tiefen Schluchten, wunderschönen Felsdörfern und Lavendelfeldern, die ihre Farbenpracht erahnen lassen.

Die Pont du Gard, (großer röm. Aquädukt) ist ein beeindruckendes Fotomotiv. Weitere geht’s nach Vergeze, zu den Mineralquellen von Perrier, dem bekanntesten Mineralwasser der Welt, da in 140 Ländern erhältlich ist.

Nimes bewahrt eine beeindruckende, stimmungsvolle Hinterlassenschaft an Monumenten aus der Römerzeit wie das gut erhaltene Amphitheater (21.000 Plätze) und der ehem. Tempel Maison Carrée.   

Eine interessante Führung und Verkostung in einer großen Olivenmühle stehen auch auf dem Programm. Nach dem Besuch des romantischen Bergdorfes Les Baux machen wir einen Abstecher nach St. Marie de la Mer.  Die Landschaft im Naturpark Camargue mit seinen typ. Camargue-Pferden undFlamingos ist wunderbar.

Auf dem Landgut der Famillie Arnaud wird  prämierte Stierzucht betrieben. Wir erleben eine Leiterwagenfahrt zu den Stieren und essen leckeres Stiergulasch.   

Leider haben wir nur eine kurze Stadtbesichtigung in Lyon.

Namibia - zwischen Wanderdüne und Wüste

Zu einer Exkursion durch Namibia waren vom 11.-23. November die Landfrauen aus dem Mühlenkreis unterwegs. Nambia, mit dem Namen dieser jungen afrikanischen Nation verbindet man Windhoek, Lüderitz, Svakopmund, die Etosha-Pfanne, geheimnisvolle Felszeichnungen und gewaltige Wanderdünen; ein dünn besiedeltes Land an der afrikanischen Atlantikküste mit einer faszinierenden Flora und Fauna. Von hier aus werden Mineralien, wie Kupfer, Blei und Uran exportiert. Ein weiterer wichtiger Industriezweig ist die Meersalzgewinnung.

Auf unserer 3.800 km langen Strecke durch das geologische Wunderland mit einer 2 Mrd. Jahren umfassenden Erdgeschichte erlebten wir viele weitere Superlativen: Die Namib, älteste Wüste der Welt. Die höchste Wanderdüne der Erde (375 m) in Sossusvlei wurde von uns bestiegen. Die Nationalblume Namibias, die Welwitschia Mirabelis, wird über 600 Jahre alt, benötigt kaum Feuchtigkeit und ist sehr unscheinbar.

Auf einer Bootstour an der Atlantikküste von Swakopmund waren wir in einem Paradies für Seevögel vor allem Flamingos, Robben und Delfine. Die Wildsafari im Etosha-Nationalpark übertraf die Erwartungen der Reisegesellschaft. An den Wasserlöchern konnten Elefantenherden mit über 30 Tieren beobachtet werden, ebenso große Giraffenherden, unzählige Springböcke, Oryx, Kudus, Knus, Zebras und Warzenschweine. Auch Löwen, Leoparden und Nashörner und die großen Straußenvögel wurden mit der Kamera „erbeutet“. Die Nashörner sind besonders von Wilderern begeht, kostet doch 1 Kg Horn mehr als 1 kg Gold. So waren wir auf einer Lodge nahe des Etosha-Parks 2 Tage ohne jede Netzverbindung, da seitens der Regierung die Funkmasten am Etosha-Park abgestellt worden sind. Der Grund dafür: Es gab Informationen über wildernde Nashorn-Jäger vor Ort und man konnte so den Kontakt der Wilderer untereinander unterbinden. Für eine weitere Aufregung sorgte ein breites Buschfeuer am Nachthimmel, ca. 2 km von unserer Lodge entfernt. Köhler, die aus trockenem Buschwerk Holzkohle herstellen, hatten unachtsam gearbeitet und das Feuer verursacht. Glücklicherweise war das Feuer am nächsten Tag unter Kontrolle.

Auf Farmen im „Otavi Dreieck“ (hier gibt es relativ hohe Niederschläge) mit 3.000 – 18.000 ha Fläche erfuhren wir mehr über Rinderzucht und Maisanbau. Fast alle Farmen haben ein 2. Standbein – Gästehäuser. Allerdings leiden alle Farmer unter der Dürre der vergangenen Jahre und haben ihre Viehbestände soweit reduziert, damit das Futter auf den Weiden ausreichend ist. Noch heute ist ein großer Teil der Bevölkerung in der Landwirtschaft beschäftigt.

Beeindruckend ist die hohe Zahl noch deutschsprachigen Bevölkerung besonders an der Westküste; ebenso die deutschen Straßennamen in den Städten. Landessprache ist Englisch, Zweitsprachen sind Afrikaans und Deutsch.

Die Exkursion durch ein Land, 2,5 x so groß wie Deutschland, mit 2,3 Mio. Einwohnern, erst seit 1990 unabhängig, hat mit ausgezeichneten Hotel und Lodges, faszinierender kultureller Vielfalt des Landes, prächtigen Wildreservaten, einzigartiger Flora und Fauna und atemberaubender Landschaft, gewaltig und fremdartig, diese Reise zu einem einzigartigen Erlebnis werden lassen.

Land (er)fahren in Preußisch Oldendorf

Die Aktion Land (er)fahren lud am Sonntag, dem 16. September zu einer Erkundung des Preußisch Oldendorfer Umlands ein. Die Teilnehmer konnten per Rad oder mit dem Auto auf einer Strecke von 25 Kilometern die unterschiedlichsten Wirkstätten vom Bauernhof bis Vergoldewerkstatt kennenlernen.  

Gestartet wurde um 10 Uhr mit einem Freiluftgottesdienst beim Haus des Gastes in Bad Holzhausen. Aus alter Tradition übergaben die LandFrauen bei der anschließenden Eröffnungsfeier die Erntekrone an Bürgermeister Marco Steiner. 

Die Preußisch Oldendorfer LandFrauen hatten sich dafür eine spannende Tour überlegt, die den nördlichen Teil Preußisch Oldendorfs erkundete. Auf der mit dem Rad gut zu befahrenden Strecke konnten die Besucher das Wasserwerk, den Ruhewald sowie den Biohof Püffke in Hedem besuchen oder einen Stopp beim Fahrradgeschäft Lohmeier in Lashorst einlegen. Auf dem Rückweg nach Bad Holzhausen standen die Türen der Reitanlage Redeker in Engershausen offen. Auch die Vergolderin Bärbel Spilker lud die Besucher ein, einen Blick in ihr Atelier zu werfen, genauso wie die Familie von Spiegel, die ihre Schlosstore geöffnet hatte und gerne Fragen rund ums Schloss beantwortete. Wer sich zwischendurch stärken wollte, konnte dies zum Beispiel im Gasthaus „Zum frohen Ankerplatz“ am Mittellandkanal in Lashorst oder auf dem Obsthof Wickemeyer in Bad Holzhausen tun. Und wer nicht genug bekam vom sportlichen Programm, der konnte sich bei Holsing Vital über das Angebot im Fitness-Center „top fit“ informieren. 

Vietnam: 2.300 km von Hanoi bis Saigon

Eine ganz besondere Studienfahrt des KreislandFrauenverbandes führte für 12 Tage nach Vietnam.

Wir lernten die Besonderheiten dieses 2700 km langen Landes zwischen Hanoi und Saigon kennen. Eine Rikschafahrt durch die Altstadt Hanois, die sehr beeindruckende Halong-Bucht, die alte Kaiserstadt Hue mit der prächtigen Zitadelle und die Grabanlagen aus der Zeit Kaiser Mingh Mang und überall prächtige Altäre geschmückt mit Blumen und Speisen für das Totenreich.

Wichtig waren uns aber auch Land und Leute, und so besuchten wir eine Bio-Kräuterfarm, die METRO-Vietnam beliefert, ebenso wie eine Milchfarm, Märkte auf den Dörfern und Gemüsebauern.

Beeindruckend und beklemmend, das Kriegsmuseum in Saigon. Der Vietnam-Krieg wird hier dokumentiert in erschütternden Bildern über die Grausamkeit des Krieges, der von beiden Seiten mit aller Härte ausgetragen wurde. Bizarren Touristenspaß auf den Spuren des Vietcong erlebt man in unterirdischen Gängen mit Darstellung grausamer Fallen für amerikanische Soldaten.

Die Ursprünglichkeit Vietnams entfaltet sich noch im Mekong-Delta, ein Netz von Flussarmen, das ins Südchinesische Meer mündet. Wir besuchten eine Insel, auf der die Verarbeitung von Kokosmilch zu leckeren Bonbons, Imkerei und Folklore auf dem Plan standen, wie eine romantische Bootstour durch Palmenwälder.

Vietnam ein aufstrebendes Land mit quirligen Städten und freundlichen, unaufgeregten Menschen, ein Land voller Tradition, wunderschönen Naturschauspielen und einer reichen und interessanten Geschichte.

 

LandfrauenServie erhält Ehrenamtspreis des Kreises Minden-Lübbecke

 

Am diesjährigen Tag des Ehrenamtes, den 5. Dezember 2016 erhielt der LandfrauenService Minden-Lübbecke-Herford e.V. den Förderpreis für ehrenamtliches Engagement des Kreises Minden-Lübbecke. Aller zwei Jahre vergibt der Kreis diesen Preis und stellt damit das ehrenamtliche kreisweite Wirken von Menschen heraus, die sich zum Wohl der Allgemeinheit einsetzen.

In seiner Laudation sagte Landrat Dr. Ralf Niermann: „Ich hoffe mit großer Zuversicht, dass Sie noch viele Jahre weiterhin hier in unserem Mühlenkreis so einfallsreich und aktiv die Traditionen des ländlichen Lebens in unser heutiges modernes Leben mitnehmen und, wo möglich, neu interpretieren und damit die Kultur des Kreises weiterentwickeln.“

Zu den Ehrengästen und Gratulantinnen an diesem Abend zählten Regina Selhorst Vorsitzende des Westfälisch-Lippischer Landfrauenverband e. V. (WLLV) und Marlies Klocke Vorsitzende der Landfrauen Minden-Lübbecke. Beide richteten ihre Grußworte an den Preisträger und betonten die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements. Mit dem LandfrauenService wurde im übertragenen Sinne die große Gemeinschaft der Landfrauen geehrt, der es darum geht, Gemeinschaft zu leben, Wissen zu bewahren und weiter zu geben. Sich für eine zukunftsorientierte Entwicklung und für ein lebendiges Zusammensein zu engagieren.

Zum Ende der Veranstaltung richtete Iris Niermeyer, Vorsitzende des LandfrauenService Minden-Lübbecke-Herford ihre Dankesworte an das Publikum: „Wir sind ein kleiner Verein mit einem großen Netzwerk. Nicht jede Tätigkeit lässt sich mit Geld aufwiegen. Wir sind ein großartiges Team, das von dem Miteinander profitiert und immer wieder offen ist für Neues. Dabei stehen die Werte der Landfrauenarbeit immer im Vordergrund. Wir begegnen uns auf Augenhöhe. Wertschätzung ist uns wichtig und die zwischenmenschlichen Beziehungen stehen bei uns ganz oben. Dieser Preis macht uns Mut weiter zu arbeiten an unseren Projekten. Das Geld können wir gut gebrauchen, genauso wichtig ist die Wertschätzung.“

Neben der feierlichen Preisverleihung erwartete die Gäste des Abends im Rahmen der Feierstunde ein facettenreiches Programm. Der Posaunenchor Hille unter der musikalischen Leitung von Karin Gartmann, trug  zur musikalischen Untermalung bei und Vorleser Wolfgang Hanke regte mit zwei vorgetragenen Gedichten zum Thema Ehrenamt zum Nachdenken an.

FrauenLeben zur Lutherzeit

Mit einer besonderen Veranstaltung beteiligte sich der Kreislandfrauenverband Minden-Lübbecke an den Feierlichkeiten zum Lutherjahr in Minden. In der voll besetzten Offenen Kirche St. Simeonis in Minden erzählten und spielten Landfrauen in historischen Kostümen aus verschiedenen Frauenleben zur Lutherzeit. Das Impulsreferat zur Einführung in das Thema hielt Anke Steinhauer von der VHS Lübbecker Land.

Die sicherlich bekannteste Frau aus der Lutherzeit ist Katharina von Bora, der Ehefrau Martin Luthers. Melanie Fründ schlüpfte in die Rolle und gab spannende Einblicke in das Leben an der Seite von Martin Luther.

Eindrucksvoll schilderte Maren Wulff als Florentine von Oberweimar vom harten Leben im Zisterzienserinnenkloster Helfta bei Eisleben und ihrem Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung.

Eine weitere Spielszene berichtete vom Jungfernkrieg (1656) der Levener Stiftsdamen gespielt von Ulrike Tönsing, Gudrun Nobbe und Heidrun Stickan. Unterstützt wurden die Stiftsdamen von ihren Mägden Doris Speckmeier, Anne Flömer und Anne Treseler. So wurde Geschichte hautnah erlebbar. 

Den musikalischen Rahmen bildeten Gernot Stegemeier (Gesang) und Olaf Schmidt (Klavier).

Vor und nach der Veranstaltung bot die ökumenische Kaffeestube noch viel Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch.

FrauenLeben zur Lutherzeit