Landfrauenvorstand tagt wieder

Corona? Ein Grund, aber kein Hindernis für unseren Vorstand. Der traf sich nun im Garten von unserer Vorsitzenden Irmgard Renger erstmals seit Beginn der Pandemie zum Austausch. Natürlich wurden dabei die geltenden Abstandsregeln eingehalten. 

Corona Nachricht von der Präsidentin Regina Selhorst, Landesebene

Info zur Corona-Krise

Hallo liebe Landfrauen!

Die Corona-Krise bringt eure Pläne und auch unser Landfrauenprogramm völlig durcheinander. Alle haben mit Einschränkungen und Kontaktverboten zu kämpfen. Manche fühlen sich einsam oder sorgen sich um Angehörige, die sie nicht besuchen dürfen. Für manche bedeutet diese Situation Entschleunigung einer hektischen Zeit oder aber finanzielle Sorgen, weil sie z.B. um ihre Arbeitsstelle und ihr Einkommen bangen. Wir denken an euch!

Aufgrund der gesetzlichen Maßnahmen wurden auch unsere Landfrauenveranstaltungen abgesagt. Der Musicalabend in Saerbeck, das Holzpodeste bauen und auch der Heinz-Erhardt-Abend fanden nicht statt. Die für Mai geplante 3-Tage-Radtour wird ebenfalls nicht starten. Auch der Deutsche Landfrauentag im Juli in Essen wurde ersatzlos gestrichen.

Für den Musicalabend auf Kreisebene gibt es einen Ersatztermin am 24.11.2020. Die gekauften Eintrittskarten erhalten ihre Gültigkeit. Unsere eigenen ausgefallenen Termine versuchen wir ins neue Programm zu übernehmen.

Da die weitere Vorgehensweise bzgl. der Veranstaltungen durch die Politik noch nicht geregelt ist, werden wir kurzfristig entscheiden, ob und wenn, wie diese stattfinden können. Mit den bewährten Infozetteln werden wir euch auf dem Laufenden halten.

Wir wünschen euch in diesen unsicheren Zeiten alles Gute und hoffen auf ein baldiges Ende der Pandemie.

Im Namen des Vorstandes 

Irmgard Renger

Heinz-Erhardt-Abend verschoben

Der für den 24. April geplante Heinz-Erhardt-Abend muss ausfallen. Grund ist das Coronavirus. Der Termin wird aber nachgeholt, sobald sich die Lage beruhigt. 
Was die weiteren Termine angeht, werdet ihr von euren Ansprechpartnern zeitnah informiert.

JHV 2020

"Zeit ist ein kostbares Gut und so haben wir uns entschlossen, die Jahreshauptversammlung einmal anders zu gestalten." So eröffnete Irmgard Renger in ihrer Funktion als 1. Vorsitzende die diesjährige Jahreshauptversammlung der Mesumer Landfrauen. Rund 70 Vereinsmitglieder waren hierzu am vergangenen Mittwoch im Mesumer Pfarrheim erschienen. Und Zeit war ein besonderer Programmpunkt.

Anders als sonst zur Kaffee- oder Frühstückszeit ging die Versammlung am späten Nachmittag bei Fingerfood über die Bühne. "Um auch den vielen arbeitenden Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, teilzunehmen", erklärte Renger. Dieser Plan ging auf - wie so vieles bei den Landfrauen aufging. 159 Mitglieder zählte der Verein Ende Dezember vergangenen Jahres. Eine starke Zahl. Aber es wird auch einiges geboten.

Voller Jahresrückblick

Das zeigte sich alleine anhand der vielen Aktivitäten, auf die Renger in ihrem Jahresrückblick zurückschaute. Höhepunkte gab es zuhauf. Der Besuch der Caritas Suppenküche beispielsweise oder der Ausflug ins Apothekermuseum Rheine. Explizit wies Renger zudem auf die Handarbeitsgruppe, die sich bereits seit Jahrzehnten treffe, und den wöchentlichen Sportkurs hin.

Auch in den kommenden Wochen geht das so weiter, der Terminkalender ist prall gefüllt. Das Angebot vielfältig - von praktischen Terminen wie dem Bauen von Holzpodesten bei einer lokalen Tischlerei bis hin zu Abenden zum Schmunzeln wie ein Heinz-Erhardt-Abend. 

Serviceangebot LandFrauentelefon NRW

Auch der Kreisverband hat einige spannende Termine im Petto, hierzu verwies Vorstandsmitglied Monika Gehring auf die Webseite und aufs Programmheft. "Mesum ist keine Insel, wir gehören zu den vielen Landfrauen, die es auf Kreis- und Landesebene gibt", sagte Gehring. Besonders hob sie das Angebot "LandFrauentelefon NRW" hervor, das als Anlaufstelle für Frauen und Männer in Problemsituationen dient.

Auch der Kassenbericht durfte natürlich nicht fehlen. Die Kassiererinnen Rita Schürmann und Erika Winnemöller führten die Kasse, die Kassenprüferinnen Ulla Eggert und Christel Plagemann hatten keinerlei Beanstandungen, der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Neben Plagemann prüft kommendes Jahr Gabi Engler die Kasse.

Einen Gast gab's auch. Landfrau Kornelia Börger hielt passenderweise  einen Vortrag zum Thema Zeitmanagement und Zeitgefühl. "Ich habe keine Zeit - ist der Gedanke überhaupt wahr?", fragte sie in die Runde. "Jeder Mensch hat jeden Tag 24 Stunden Zeit und an jedem Morgen habe ich erneut einen Tag  Zeit. Struktur im Leben - vor allem Pausen und klare Regeln - sind wichtig!" 

Mehr Foto gibt es in der Bildergalerie.

Holzpodeste bauen

Am 14.03.2020 um 9 Uhr bei Fenster Varelmann in Mesum.

Die Podeste werden aus Palettenholz gefertigt, sind 90 cm hoch und die Deckplatte ist etwa 46 cm breit.

Mitzubringen sind Akkuschrauber und Bits.

Die Kosten belaufen sich auf 20,- €.

Anmeldung bis zum 21.02.2020 bei Rita Schürmann Tel. 3750 (begrenzte Teilnehmerzahl)

"Benimm-Irrtümer"

Gemeinsamer Vortrag der LF Rheine / Elte / Mesum

Am 04.03.2020 um 19.30 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Hauenhorst, Kirchstrasse 4.

Die Sprecherzieherin Sabine Schardelmann wird auf unterhaltsame Weise (also ohne erhobenen Zeigefinger!) anhand praktischer Beispiele erläutern, wie man sich im täglichen Miteinander korrekt verhält und wie man Populäre Fettnäpfchen umgeht.

Die Kosten für den Abend betragen 5,- € für Mitglieder und 8.- ,€ für Nichtmitglieder.

Anmeldung bis zum 28.02.2020 bei den Ansprechpartnern.

Weihnachtsfeier 2020

Proppevoll war der Saal des Landgasthofs Hohe Heide am vergangenen Freitag. Die Mesumer Landfrauen luden zur alljährlichen Weihnachtsfeier, der Einladung der ersten Vorsitzenden Irmgard Renger waren 75 Landfrauen gefolgt. Und sie werden ihr Kommen nicht bereut haben, denn es wurde ein verdammt schöner wie weihnachtlich-besinnlicher Nachmittag.

Dies lag auch und vor allem an den kleinen Gästen: Der Minichor der Mesumer Kirchengemeinde St. Johannes Bapt. unter der Leitung von Susann Kampling stattete den Landfrauen einen Besuch ab. Der Minichor, bestehend aus Grundschulkindern, gab Weihnachtslieder zum Besten. Beim letzten Lied sang der gesamte Saal - sprich: Landfrauen und Minichor gemeinsam im Kanon. Eine Gänsehaut-Atmosphäre war vorprogrammiert.

Zudem trugen einige Landfrauen thematisch passende Texte vor: Mal lustig, mal ernst, mal auf Plattdeutsch - Hauptsache weihnachtlich.
Auch die Tisch-Deko trug beim gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen zur schönen Stimmung bei: Auf jedem Platz stand eine weihnachtlich geschmückte Flasche mit LED-Beleuchtung.

Traditionell steht bei der Weihnachtsfeier aber auch die Aktion "Pakete mit Herz" auf dem Programm. An einem Weihnachtsbaum hingen hier 42 Sterne, jeweils mit Wünschen von Kindern aus sozial schwachen Familien. Jede Landfrau konnte sich dabei einen Stern nehmen und dem jeweiligen Kind somit einen Weihnachtswunsch erfüllen. Parallel ging obendrein noch eine Spendendose für die Aktion rum, der stolze Erlös: 408,60 €. Weihnachten kann kommen.

Besuch der Löwenapotheke in Rheine

Für 13 Mesumer Landfrauen ging es neulich in die Apotheke. Nicht, weil sie krank sind, nein. Ziel war die alte Löwen Apotheke am Marktplatz in Rheine.  Stefan Planckemann, Jahrgang 1942, führte die Apotheke zwischen den Jahren 1977 und 2002 - seit 1909 befand sie sich im Familienbesitz der Familie Planckemann.

Stefan Planckemann führte die neugierigen Frauen durch die Apotheke, dabei gab es allerhand zu entdecken. Im Anschluss galt es, ein kleines Alchemistenrätsel zu lösen. Die Landfrau mit den meisten Punkten gewann einen Kräuter-Apotheken-Likör. 

Im Anschluss ging es ins unter der Apotheke befindliche Restaurant "Farmacia", wo es Antipasti und verschiedene Pizzen zum Probieren gab. Insgesamt ein begeisternder Ausflug!

Radtour mit Grillen

Sogar Petrus hatte es gut gemeint mit den Landfrauen, als 39 von ihnen sich aufmachten zur Radtour mit anschließendem Grillen. Die Sonne schien wohlig-warm, als sich der Tross um 14 Uhr an der Mesumer Kirche traf. Das erste Ziel: Die Eisdiele in Bevergern, hier war ein Tisch vorbestellt.

Anschließend ging es durch Eltes schöne Landschaft zurück zu Winnemöllers nach Mesum. Im dortigen wunderschönen Garten mit seinen vielen verwunschenen Ecken hatten inzwischen 20 weitere Landfrauen Platz genommen und so erfreuten sich 59 Landfrauen an allerhand Leckereien. Das ging von selbstgemachten Salaten sowie Broten mit Dips bis hin zu leckerem Pflaumenschnaps aus der Flasche. Natürlich: Auch der Grill lief nun auf Hochtouren, hier war Georg Winnemöller der Mann mit der Zange.

Erst im Dunkeln verließen die allerletzten Gäste gutgelaunt den Ort des Geschehens.

Mehr Eindrücke zur Radtour gibt es in unserer Bildergalerie.

Tag der Landwirtschaft

Am Sonntag, den 15.09.2019, findet der traditionelle  "Tag der Landwirtschaft" an der Surenburg in Riesenbeck statt.

Aus Mesum sind zwei Landfrauen in der Zeit von 9 bis 12 Uhr im Kuchenzelt eingeteilt.

Servierkleidung: weißes Oberteil und dunkle Hose.

Bitte eine Viertelstunde vor Schichtbeginn im Kuchenzelt sein.

 

Außerdem benötigen wir noch sieben Kuchen.

Es sollen folgende Hygiene-Hinweise eingehalten werden: kein Frischei für die Füllung, Mindesthaltbarkeit für die Sahne muss mindestens  fünf Tage betragen, für die bessere Standfestigkeit bitte 1-2 Blatt Gelatine mehr einsetzen.

Es werden bevorzugt Torten gebraucht, die mit 8,- € vergütet werden.

Die Kuchen werden am Sonntag morgen gegen 8 Uhr bei den Bäckerinnen abgeholt.

Infos und Anmeldungen bei Irmgard Renger ab dem 19.08.2019, Tel.: 8060

Radtour 2019 mit Grillen

Am Freitag, den 23.08.2019, treffen wir uns um 14 Uhr mit den Rädern an der Kirche.

Die Strecke beträgt ca. 20 km. 

Ab ca. 17.30 Uhr sind wir im Garten der Familie Winnemöller, Thiestraße 16,  zum Grillen und gemütlichen Plaudern.

Hierzu sind auch alle Mitglieder eingeladen, die nicht an der Radtour teilnehmen. 

Es möge bitte jeder Teller und Besteck für sich mitbringen.

 

Wenn ihr Zeit und Lust habt,  bringt bitte selbstgemachte Salate, Dips, Brot und andere schöne Überraschungen mit, die zu einem gelungenen Grillabend passen. Dies bitte bei der Anmeldung mit angeben.

Anmeldung bitte bis zum 19.08.2019 bei den Ansprechpartnern.

Besuch in der Caritas-Suppenküche

Bereits seit 1996 existiert die Suppenküche der Caritas in Rheine. Rund 30 Ehrenamtliche ermöglichen seit diesen 23 Jahren mittags zu einer festen Öffnungszeit (12-14 Uhr) Bedürftigen eine warme Mahlzeit. Was genau diese Ehrenamtlichen leisten, das erfuhren neulich 14 Mesumer Landfrauen, als sie die Suppenküche an der Lingener Straße 11 in Rheine besuchten. 

Maria Waltermann von der Caritas Rheine führte durch die Räumlichkeiten, doch zuallererst galt es, mithilfe eines kleinen Quiz spannende Fakten rundum die Einrichtung zu erfahren. So ist die Suppenküche täglich (!) geöffnet, insgesamt leisten die Ehrenamtlichen pro Jahr 2.200 (!) Stunden an ehrenamtlicher Arbeit. Das Alter spielt dabei keine Rolle, die jüngste helfende Kraft ist unter 20 Jahre alt, die älteste jenseits der 80 Jahre.

Das Essen für die täglich bis zu 30 Besucher kostet schmale 1,50€. Insgesamt wurden seit dem ersten Öffnungstag mehr als 300.000 Essen ausgegeben! Kein Wunder, dass es für eine solche Iniative im Jahr 2014 den Bürgerpreis der Stadt Rheine gab.

Die Suppenküche, auch das erfuhren die Landfrauen in der Führung, muss indes komplett ohne öffentliche Zuschüsse auskommen und ist daher auf Spenden angewiesen genauso wie auf die Hilfe der Kirchengemeinden und Caritas-Eigenmittel.

Für die Gäste aus Mesum war es ein insgesamt richtig spannender Einblick in eine recht unbekannte Welt.

Frühlingsbasteln 2019

Das war ein Heidenspaß für 18 Mesumer Landfrauen! Das alljährliche Frühlingsbasteln stand neulich im alten Haus auf dem Hof Schürmann im Albrock auf dem Programm. Und das Orgateam um Gastgeberin Rita Schürmann, Inge Albers sowie Christa Fauseweh hatte sich einige kreative Dinge ausgedacht.

An einem ersten Abend trafen sich die Landfrauen, um Ostereier aus Gips zu basteln. Wie das funktioniert? Man nimmt einen Luftballon und trägt vorsichtig Gipsbinden drauf. Die Krux an der Sache liegt nahe: Luftballons platzen schnell, wenn man Pech hat. Das blieb auch bei den Landfrauen nicht aus. Und plötzlich platzten hier und da Luftballons und so manche Landfrau hatte urplötzlich ein weißes, von Gips umströmtes Gesicht. Wie gesagt: Ein Heidenspaß! Und als Abschluss gab es noch einen Eierlikör aufs Haus. Da war auch so mancher Gips-Spritzer völlig in Vergessenheit geraten...

Dann hieß es: Trocknen lassen! Nach einer einwöchigen Trocknungsphase trafen sich die Teilnehmerinnen wieder und vollendeten ihre Werke. Die nun getrockneten Gips-Luftballon-Eier wurden nun mit Moos, Blumen, Osterhäschen und und und verziert. Das hatte sich gelohnt!


Mehr Fotos gibt's in unserer Bildergalerie!

Jahreshauptversammlung 2019

Die Mesumer Landfrauen haben ein neues prominentes Mitglied: Andrea Stullich. Die Landtagsabgeordnete der CDU und ehemalige Chefredakteurin von Radio RST ist nun eine von insgesamt 161 Mitgliedern. Bei der Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes am vergangenen Samstag in der Mesumer Gaststätte "Hazienda" war Stullichs Vortrag über ihre Arbeit im Landtag wohl der Höhepunkt.

Interessante Neuigkeiten hatte aber nicht nur Stullich im Gepäck. Nach der Begrüßung der 58 anwesenden Landfrauen und einem kurzen Rückblick durch die Erste Vorsitzende, Irmgard Renger, wartete besonders Kassiererin Rita Schürmann beim Kassenbericht mit einer spannenden Neuerung auf.

Neuer Zeitraum für Kassenbericht

Bislang umfasste der Kassenbericht stets den Zeitraum von Jahreshauptversammlung bis Jahreshauptversammlung. Da diese aber mal im Februar, mal im Januar stattfindet, ergibt sich so oft ein leicht verzerrtes Bild. Künftig wird der Kassenbericht für ein saubereres Vergleichsbild stets den Zeitraum von Jahresanfang bis zum Ende des Jahres verzeichnen.

Die Kassenprüferinnen Ulla Eggert und Gaby Schnellenberg hatten indes nichts zu beanstanden, der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Bevor Stullich ihre spannenden Infos aus dem Düsseldorfer Politbetrieb vorstellte, war schließlich noch Monika Gehring an der Reihe. Sie stellte die Neuigkeiten aus dem Kreisverband vor und wies auf die zahlreichen "tollen Angebote und Veranstaltungen" des kommenden Jahres hin. "Hier empfiehlt sich auch ein Blick auf die vorderen Seiten unseres Programmheftes", sagte Gehring.

"Verstehen, wie der Laden so läuft"

Dann berichtete Stullich, seit Sommer 2017 Mitglied des Düsseldorf Landtags, aus ihrem abwechslungsreichen politischen Alltag. Die Anfangszeit war gar nicht so leicht. "Man muss erst einmal verstehen, wie der Laden so läuft und vor allem gut organisiert sein", erzählte die 53-Jährige, deren politischer Schwerpunkt logischerweise auf der Medienpolitik liegt. "Aber auch der Petitionsausschuss macht große Freude", so Stullich weiter. Dort würde im Jahr um rund 5000 Petitionen beratschlagt.

Ferner berichtete Stullich den Landfrauen von aktuellen Themen aus dem politischen Alltag. Besonders in ihrer Funktion als Mitglied des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales stünde derzeit eine Stange an Themen auf der täglichen Agenda. Langweilig werde es da nie.

Daheim in Mesum, wo Stullich seit 16 Jahren wohnt, kümmert sich derweil ihr Ehemann um die gemeinsame Tochter und das Wesentliche. Selbst das Bügeleisen sei dort für sie tabu. Abschalten und herunterfahren - das seien die wichtigsten Tagesordnungspunkte in den eigenen vier Wänden. Und jetzt ist ein neuer dazu gekommen: Der Besuch der Veranstaltungen der Mesumer Landfrauen.

Mehr Bilder finden sich in unserer Bildergalerie.

Up to date beim Führerschein

Würden Sie den Führerschein eigentlich noch bestehen, falls Sie wieder zur Prüfung müssen? Das hat sich wahrscheinlich jeder schon einmal gefragt. Dieser Fragen sind nun auch mehr als 30 Landfrauen nachgegangen, Georg Winnemöller von der Fahrschule Winnemöller aus Mesum lud in seine Mesumer Filiale ein.

Locker führte er durch den Abend, ging verschiedene Verkehrsregeln noch einmal gründlich durch und zeigte Verkehrsschilder und erläuterte deren Bedeutung. Kein Wunder, dass da so manche Frage aufkam. Winnemöller gab auch wertvolle Tipps.

Manchmal besser ins Taxi steigen...

Falls das Auto nur dazu benötigt würde, einmal wöchentlich zum Supermarkt zu fahren, um einzukaufen, so sei es unterm Strich wohl günstiger, sich für den Wocheneinkauf ein Taxi zu nehmen. Schließlich fallen so die laufenden Kosten wie Versicherung etc. nicht mehr an. Ein weiterer Pluspunkt: Ohne regelmäßige Autofahrten rostet natürlich die Fahrtüchtigkeit etwas ein, was eine eventuelle Gefährdung der anderen Verkehrsteilnehmer nach sich zieht. Das würde man so auch vermeiden.

Aber wie finde ich denn heraus, ob ich noch fahren kann? Es gibt mehrere Möglichkeiten. Fahrschulen würden auch älteren Verkehrsteilnehmern Probestunden anbieten, so Winnemöller. Insbesondere dann, falls man beispielsweise nach einem Krankheitsfall wieder langsam auf die Beine gekommen und sich nicht sicher ist, ob die Reaktionsfähigkeit überhaupt noch vorhanden wäre. Auch sei es eine gute Möglichkeit, Krankheiten, eine Runde auf dem Übungsplatz zu fahren. Da besteht ebenfalls keine Gefahr für andere Autofahrer. Bremsübungen etc. könnte man dort auch ungestört ausüben.

Bremstest!

Winnemöller schnitt aber ebenfalls die Vorzüge von Pedelecs, E-Bikes an oder deutete auf weitere wichtige Punkte an. Falls man irgendwann auf das einem unbekannte Auto des Nachbarn, Arbeitskollegen oder Freundes angewiesen sein sollte, wäre ein kurzer Bremstest unerlässlich. Funktionieren diese tadellos? Machen sie keine merkwürdigen Geräusche? Wie ist überhaupt die Handhabung des fremden Autos? Zur besseren Einschätzung in einem Notfall nicht verkehrt.

Insgesamt ein ziemlich lehrreicher wie lohnenswerter Abend, für den die Landfrauen Danke sagen!

Mehr Fotos auch in der Bildergalerie.

Herbstwanderung mit Zwiebelkuchen und Federweoßen

Da hatten die Landfrauen noch einmal Glück. Bei schönstem Spätsommer-Wetter machten sich 30 von ihnen am 21. September auf einen Spaziergang über die Hohe Heide. Treff- und Endpunkt war der Garten von Irmgard Renger.

In ihrer Gartenhütte gab es anschließend leckeren Zwiebelkuchen und Federweißer. Noch hielt das Wetter, doch später am Abend kam es zu einem kleinen Unwetter. Vom Dauerregen vertrieben, krochen die Landfrauen in Irmgards Hütte unter. Eng war's, aber auch recht gemütlich, während draußen die Welt unterging.

Radtour mit Grillen und Betriebsbesichtigung

Lehrreich und lecker! So war die Radtour der Mesumer Landfrauen am besten zu beschreiben. Am 24. August trafen sich mittags um 14 Uhr rund 30 Landfrauen mit ihrem Rad an der Mesumer Kirche. Anschließend machten sie sich auf eine Tour über Elte, Veltrup und Sinningen. Das Ziel: Der Hof von August und Monika Gehring im Albrock. 

Erst wurde es hier lecker. Am Gartenhaus des Hofes machten die Landfrauen Halt und erfreuten sich an einer kleinen, aber feinen Kuchenauswahl. Und dann wurde es lehrreich.

Monika öffnete die Stalltüren. Was passiert eigentlich hinter den Hofmauern? Wie verläuft die Fütterung? Wieso gibt's im Münsterland so viele Mastbetriebe? Fragen über Fragen, die den Landfrauen beantwortet wurden.

Zu je 17er-Gruppen ging es in zwei Führungen durch die Ställe. Doch zuerst galt es, sich ordnungsgemäß zu kleiden. Um keinen unnötigen Schmutz in den Betrieb und die Ställe hereinzutragen, zogen sich die Teilnehmerinnen einen Einmaloverall über und trugen einen Überzieher für die Schuhe.

Zwei Schweineställe

Dann stellte Monika einen Schweinestall mit frisch eingestallten Ferkeln sowie einen Schweinestall mit Tieren vor, die ca. 120 Tage alt waren und kurz vor der Schlachtung standen. Mindestens zweimal am Tag werden alle Tiere kontrolliert, sie bleiben die ganze Zeit über in ihrer Bucht und werden zwischendurch nicht umgetrieben.

Ein wichtiges Thema ist natürlich auch der Tierschutz. Hier sind Gehrings Teil der Iniative Tierwohl. Was sich dahinter verbirgt? Einige Faktoren. Ein jährlicher Lüftungs- und Wassercheck beispielsweise, die Tiere bekommen 10% mehr Platz als üblich und eine Fülle an Beschäftigungmaterial. Das sind nur einige Bestandteile. Für jedes geschlachtete Tier gibt's eine Aufwandentschädigung von 4€ aus einem Fond, der u.a. auch vom Lebensmitteleinzelhandel gespeißt wird.

Die Fütterung der Schweine verläuft vollautomatisch und wird pro Mahlzeit bis zu dreimal frisch angemischt. Die Rezeptur des Futters orientiert sich dabei am Alter der Tiere.

Blick zu den Rindern

Nicht weniger interessant war der anschließende Blick zu den Rindern des Hofes. Gehrings halten die Rasse 'Fleckvieh' auf ihrem Hof, alle 6-8 Wochen werden diese zum Teil als Kälber aus Süddeutschland bezogen. Als Fresser werden mit drei Monaten von einem Kälberaufzuchtbetrieb zugekauft. 

Die Bullen (zur Schlachtreife ca. 750 - 800 Kilo Lebendgewicht) werden mit Silomais, Mineralfutter, Stroh und Kraftfutter per Futtermischwagen gefüttert (die Schlachtung erfolgt mit ca. 20 Monaten). Im Gegensatz zu den Schweinen werden Bullen zwei- bis dreimal umgetrieben (z.B. vom Kälber- in den Strohstall, später in den Fresserstall, abschließend in den Endmaststall). Dieser letztere ist mit Gummimatten ausgestattet und bietet so einen besseren Komfort für die großen Tiere.

BSE-Vorbeugung

Ein wichtiges Thema ist auch der Schutz vor BSE. Alle Rinder müssen in beiden Ohren seit Bekanntwerden der Erkrankung mit einer gelben Ohrmarke versehen sein. Jedes Tier hat darüber hinaus einen Pass (ähnlich wie ein Personalausweis), um zurückverfolgen zu können, welches Tier die Mutter bzw. der Nachkkommen eines an BASE erkrankten Tieres und wer derzeit dessen Besitzer ist. Diese Daten gehen zu einem zentralen Register nach München. Glücklicherweise hat es seitdem wohl eher weniger Fälle des 'Rinderwahns' gegeben.

Spannende Einblicke, die im Anschluss auf dem Gelände der Familie Brümmer vertieft wurden. Hier wurde der Grill angeschmissen und mit selbstgemachten Salaten, Dips und Broten angereichert.

Mehr Bilder in unserer Bildegalerie