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Landfrauen positionieren sich für mehr Wertschätzung von Lebensmitteln

27.01.20


Quelle: Kabel Eins

"Essen hat einen Preis verdient: den niedrigsten." Mit diesem Werbe-Slogan legt Edeka aus Sicht der Landfrauen den Rückwärtsgang ein und disqualifiziert sich damit selber. Die Handelskette wirbt mit Qualität Ihrer Lebensmittel, doch das geht nicht „billig“.

 

Wir stellen hohe Ansprüche an unsere Lebensmittel. Frisch sollen sie sein und möglichst viele Nährstoffe sollen sie enthalten, selbstverständlich müssen sie bekömmlich und sättigend sein, und, ganz wichtig: Sie dürfen keine oder nur wenige Schadstoffe aufweisen. Darüber hinaus müssen sie natürlich auch noch gut aussehen. Wir essen heimisches und exotisches Obst, alte und bekannte Gemüsearten, Fleisch von Schweinen, Rindern, Schafen und Hühnern, haben Fische aus fernen Ozeanen auf dem Teller, und demnächst essen wir vielleicht auch Insekten und deren Larven.

 

Doch mit dem Anspruch auf „billig müssen sie sein“, können die Lebensmittel nicht umweltverträglich, artgerecht und sozial hergestellt sein!

 

Irgendeiner (Umwelt, Tier oder Mensch) zahlt drauf – muss die Einsparungen der Vermarkter auffangen. Luftverschmutzung, höhere Pflanzenschutzeinsätze, Kinderarbeit und Dumpinglöhne in dritte Welt Erzeugerländern sind nur einige Aspekte davon.

 

Das macht die Landfrauen als Produzentinnen und Verbraucherinnen besonders wütend, denn das Jahrzehnte lange Bemühen um ressourcenschonende Produktion und Vermarktung wird damit ad absurdum geführt.

 

Zudem senken billige Lebensmittel die Hemmschwelle zur Lebensmittelverschwendung. Wenn die Produkte nicht viel gekostet haben, werden sie leichter weggeschmissen – und dass angesichts des Hungers in der Welt.

 

Quelle Foto: Kabel Eins

 


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