Welt-LandFrauen-Tag: Was wären Familienbetriebe ohne Frauen-Power?

15.10.18 Familienbetriebe spielen eine maßgebliche Rolle bei der Sicherung der Ernährung und des sozialen Miteinanders - international, national und regional. Frauen leisten hierbei einen wesentlichen Beitrag.


Daran möchten wir am heutigen Welt-LandFrauen-Tag und auch anlässlich des morgigen Welternährungstages erinnern.

In NRW gibt es rund 33.000 landwirtschaftliche Familienbetriebe. Arbeits- und Lebensraum gehören hier eng zusammen. In Familienbetrieben ist es seit jeher üblich, dass die Arbeit auf dem Betrieb mit der Familienarbeit stark verknüpft ist und Familienmitglieder in Voll- und Teilzeit gemeinsam arbeiten. Diese Schnittstelle ist dabei insbesondere eine Domäne der Frauen. Sie führen das Agrarbüro, kochen für Mitarbeiter, betreuen die Kinder oder pflegen Angehörige. Häufig leisten sie mit einem eigenen Betriebszweig, wie einem Hofladen, zudem einen wichtigen Beitrag zum Einkommen. Dabei die Balance zu finden, ist kräftezehrend und die mangelnde Wertschätzung der Arbeit, vor allem auch im Care-Bereich, belastend. Dies macht auch die Studie „Frauen in der Landwirtschaft“ der nordrhein-westfälischen LandFrauenverbände deutlich.

Umso wichtiger ist es dem wllv sich für die Anerkennung der vielfältigen Leistungen der Frauen in Betrieb und Familie sowie für die Zukunft landwirtschaftlicher Familienbetriebe einzusetzen, sich politisches Gehör zu verschaffen. Ihre Forderungen und Sorgen formulierten die LandFrauenverbände NRW beim gemeinsamen Parlamentarischen Abend in Düsseldorf. Der Einladung waren mit 140 Abgeordneten mehr als die Hälfte der insgesamt 199 Vertreter gefolgt.

Erst vergangene Woche war der Erhalt der Familienbetriebe zudem ein Schwerpunkt des fachlichen Austausches mit Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser.

Am Donnerstag wird ein Treffen mit der Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Ina Scharrenbach, stattfinden.