Fachgespräch im Landtag

13.04.18 Nordrhein-westfälische LandFrauenverbände mit dem Arbeitskreis "Gleichstellung und Frauen" im Austausch


Was macht für Frauen den ländlichen Raum lebenswert? Was kann die Politik dazu beitragen und wie bereichern LandFrauen das Leben auf dem Land?

Über diese Fragen tauschten sich Regina Selhorst und Heidrun Diekmann (WLLV Präsidium), Maria Berghoff (Beisitzerin im Frauenrat NRW und LandFrau) und sowie Margret Vosseler (Präsidium RhLV) mit Vertreterinnen des Arbeitskreises "Gleichstellung und Frauen" der CDU und FDP Fraktion aus.

Regina Selhorst informierte die Politikerinnen über das hohe Potential der LandFrauen und über ihre Bedeutung für das Leben im ländlichen Raum. Die LandFrauen sehen die Familie weiterhin in der Mitte der Gesellschaft und gerade im ländlichen Raum müssen Investitionen für eine familiengerechte Infrastruktur getätigt werden, damit die Dörfer nicht „ausbluten“. Eine gute medizinische Versorgung durch Hausärzte gehört ebenso dazu, wie der erreichbare Kreißsaal und die Hebamme zur Nachsorge. Natürlich sollten auch die Grundschulen im Dorf bleiben.

Von einer lebendigen Vereinsstruktur profitieren Einwohner, Kommunen und Unternehmen auf dem Land. Gelebte Gemeinschaft im Verein und im Ehrenamt bieten ein verlässliches soziales Netzwerk. 

Durch die Mehrfachbelastungen ist heute bürgerschaftliches Engagement keine Selbstverständlichkeit mehr und die Zeit hierfür begrenzt. Daher ist professionelle hauptamtliche Unterstützung wichtig, um bürokratische Hürden, zum Beispiel zur Beantragung der vielfältigen Fördergelder oder bei steuerlichen und rechtlichen Fragen, leichter zu nehmen.

Ohne Internet geht in der modernen Welt nichts mehr, auch auf dem Land. Um Telemedizin, familienfreundliche Homeoffice-Modelle oder vereinfachte Ehrenamtsvernetzung zu gewährleisten, muss der Breitbandausbau zügig vorangetrieben werden.

Die Gesprächsparteien waren sich einig, dass es an vielen Stellen noch Verbesserungsbedarf gibt, um für Frauen und junge Familien das Leben, Arbeiten und Wirken auf dem Land wieder attraktiver zu machen. Die Umsetzung braucht jedoch ihre Zeit...

 

Foto v. li n. re: Maria Berghoff, Margret Vosseler, Charlotte Quick, Claudia Schottland, Susanne Schneider, Heike Troles, Regina Selhorst und Heidrun Diekmann.