Adventsfeier in Petri-Kirche Petershagen - gestaltet vom Ortsverband Petershagen

280 Landfrauen aus dem Mühlenkreis verbrachten einen gemütlichen Nachmittag in der Petrikirche in Petershagen. Mit Liedern, einem Stehkaffee und einem Vortrag von Lars Cohrs feierten sie ihre traditionelle Kreis-Adventsfeier.

Begrüßt wurden die Landfrauen von Pastor Daniel Brüll. „Ich freue mich sehr, dass sie ihre Veranstaltung hier bei uns abhalten“, erklärte er. „Alle meine Begegnungen mit den Landfrauen im kirchlichen Rahmen haben bleibende Erinnerungen hinterlassen. Ich erinnere mich lebhaft über eine Einführung in die Kunst des Weingenusses. Seitdem weiß ich alles über Wein“, erklärte er. „Ich wünsche ihnen einen wunderbaren Nachmittag und gute und besinnliche Momente bis zum Weihnachtsfest.“

Auch Frauke Lührmann vom Vorstandsteam der Petershäger Landfrauen begrüßte die Landfrauen herzlich. Sie erklärte den Landfrauen, wie es zu dem Ortswechsel von der Kampahalle in die Petrikirche gekommen war: „Bis zum Schluss wurde uns nicht sicher zugesagt, dass die Feier in der Kampahalle stattfinden konnte. Daher boten wir dem Kreisvorstand an, die Adventsfeier in unsere Kirche zu veranstalten. Und jetzt stehen wir hier“, erzählte Frauke Lührmann. „In den letzten Wochen mussten wir ziemlich schnell viele Entscheidungen treffen. Wir mussten viele Ideen und Pläne umsetzen. Aber es hat Spaß gemacht und es hat sich gelohnt“, erklärte sie. Frauke Lührmann fügte noch an, dass die Spende der Kollekte an den Kinder- und Jugendhospiz-Dienst sowie an den Förderverein der Petrikirchen gehen würde. 

Vanessa Fenn und Iris Niermeyer vom Vorstand der Kreislandfrauen bedankten sich herzlich für das große Engagement des Petershäger Ortsvereins. Für die Große Mühe hatten sie kleine Geschenktüten für das Organisationsteam dabei. Für die Adventsstimmung trugen sie den Text „Rieche“ von Beatrice Blank“ vor.

Was wäre eine Adventsfeier der Landfrauen ohne Singen und Kaffeetrinken. Aufgrund der Räumlichkeiten wurde das Adventskaffeetrinken kurzerhand in ein lockeres Stehkaffee umgewandelt. Überall in der Petrikirche waren Stehtische aufgestellt, an denen sich die Landfrauen in kleinen Gruppen trafen, um zu Plauschen und zu Klönen. Durch die Offenheit der Kirche, die statt mit Bänken mit Stuhlreihen ausgestattet ist, gab es für das Kafffeetrinken auch genügend Sitzmöglichkeiten. Bewirtet wurden die Landfrauen von der Diakonie Stiftung Salem, die am hinteren Teil ein Zelt aufgebaut hatten, in welchem das Kuchenbuffett auf die Landfrauen wartete. 

Fürs Singens konnten die Landfrauen die Musikpädagogin Regina Kruse-Mohrhoff gewinnen. Sie erklärte den Anwesenden: „Wir haben für diese Veranstaltung keinen Chor eingeladen. Sie werden unser Chor sein.“ Mit ihrer lockeren Art animierte sie die Landfrauen zum Mitsingen und schaffte es bald, dass die Kirche von hellem Gesang erfüllt war. 

Dann war es endlich Zeit für Lars Chors. Der von NDR1RadioNiedersachsen bekannte Moderator erzählte Geschichten und Anekdoten zum Weihnachtsfest. In seiner Lesung „Oha, du Fröhliche“ machte er einen locker-fröhlichen Rundumschlag der Vorweihnachtszeit. Kindliche Erinnerungen reihten sich an Erlebnisse aus seiner Jugend und Schulzeit. 

„Männer machen ja vier Weihnachtsphasen durch: 1. Du glaubst an den Weihnachtsmann, 2. Du glaubst nicht mehr an den Weihnachtsmann, 3. Du bist der Weihnachtsmann und 4. Du siehst aus wie der Weihnachtsmann. In dieser Phase befinde ich mich grade. Und das ist auch gut so.“ Zum Thema Weihnachtslieder hatte er den guten Rat, sie doch mal mit den Texten von deutschen Schlagern zu singen. Sagte es und probierte es gleich mit den Landfrauen aus. Natürlich erzeugte es viel Gelächter, als diese Helene Fischers „Atemlos“ auf die Melodie von „Oh, du fröhliche“ sangen. Und so ging es weiter mit den Themen Weihnachtsessen („Aachener Printen sind ein als Gebäck missverstandener Baustoff. Sie dürfen die nicht einfach so essen, sonst haben sie plötzlich Zahn am Stil. Besser, sie wässern sie drei Wochen in der Wangentasche.“), Weihnachtsmärkte, Weihnachtsbaum usw. Alles würde abgehandelt und in skurrile, komische und kurzweiligen Geschichten verpackt. Lars Cohrs entließ die Landfrauen gut gelaunt und bestens vorbereitet in die Vorweihnachtszeit.

Charming Old England

Zur Zeit der Rosenblüte, vom 13.-19. Juni 2019, waren wir unterwegs auf der königlichen Insel, die wir nach nur einer guten Flugstunde von Dortmund nach London-Luton erreichten. Unsere Reiseleiterin Janet, eine gut Deutsch sprechende Londonerin, empfing uns am Flughafen und versorgte uns für die Woche mit viel Wissenswertem.

Von unserer ersten Station in Stevenage besuchten wir das imposante Schloss Blenheim, ein Meisterwerkt der barocken Architektur mit seinen ausgedehnten und sehr gepflegten Parkanlagen und Seen. Der bekannteste Nachfahre des Duke war Sir Winston Churchill, der hier 1874 geboren wurde.

Ebenso beindruckend war die Universitätsstadt Oxfort mit seiner Elite-Universität und den 38 Colleges. Eine Studentenstadt, in der die Zeit stehen geblieben scheint.

Für 3 Nächte wohnten wir in dem verträumten Städtchen Liechfield mit seiner mächtigen Kathedrale. Abends wurde die Stadt durch fröhliche Schüler und Studenten belebt.

Schönste mittelalterliche Architektur England gab’s in Warwick zu sehen. Bei einem gemütlichen Stadtspaziergang durch die Shakespeare-Stadt Stratfort upon Avon erfuhren wir alles über den Wohn- und Sterbeort des berühmten Schriftstellers.

Zur Tea Time waren wir zu Gast auf einer kleinen Farm, die so gar nicht unseren Vorstellungen entsprach. Wesentlich beeindruckender war die Farm von Chester-Master, einem 650 ha Bio-Betrieb mit Hofladen und großer Cafeteria.

Wunderbare Eindrücke bekamen wir bei einem Tagesausflug durch die Cotwolds, auch als „Herz von England“ bekannt. Alte, sehr gepflegte schiefer- oder strohgedeckte Häuser aus gelben Sandstein mit romantischen Gärtchen umgeben von einer wunderschönen hügeligen Landschaft entlang des Cotwold Way begeisterten uns.

Die Stadtrundfahrt durch London führte vorbei am Kensington Palace mit kunstvollen Parkanlagen, dem Hyde Park,  Picadilly Circus, Trafalgar Square, Westminster Abbey (verhüllt) und Big Ben, London Eye und dem höchsten Gebäude der Stadt, The Shard. Wer nur die Tower Bridge kennt, ist überrascht über die riesige Festung an der Themse, in der die Kronjuwelen zu besichtigen sind.

Auch beim Besuch der Altstadt von Winchester mit seiner riesigen beeindruckenden mittelalterlichen Kathedrale scheint die Zeit stillzustehen.

Im verträumten Badeort Bournemonth direkt am Ärmelkanal (Hotelübernachtung) konnten wir den feinen Sandstrand und die schönen weißen Cliffs genießen. 

Einige Regenschauer beeinträchtigten den Tagesausflug auf die Blumeninsel Isle of Wight (eine Stunde Fährüberfahrt ab Southampton). Wir wurden belohnt mit malerischen Dörfern eingebettet in grüne Hügellandschaften und bizarren Küstenformationen. Eine Fahrt mit dem Sessellift zum Strand mit Blick auf die berühmten Needles bei Regen war nass aber beeindruckend, um das Farbenspiel der Sandküste zu sehen.

„Old England“: das etwas andere England - charmant – herzlich – sehenswert  - beeindruckend!

LandfrauenServie erhält Ehrenamtspreis des Kreises Minden-Lübbecke

 

Am diesjährigen Tag des Ehrenamtes, den 5. Dezember 2016 erhielt der LandfrauenService Minden-Lübbecke-Herford e.V. den Förderpreis für ehrenamtliches Engagement des Kreises Minden-Lübbecke. Aller zwei Jahre vergibt der Kreis diesen Preis und stellt damit das ehrenamtliche kreisweite Wirken von Menschen heraus, die sich zum Wohl der Allgemeinheit einsetzen.

In seiner Laudation sagte Landrat Dr. Ralf Niermann: „Ich hoffe mit großer Zuversicht, dass Sie noch viele Jahre weiterhin hier in unserem Mühlenkreis so einfallsreich und aktiv die Traditionen des ländlichen Lebens in unser heutiges modernes Leben mitnehmen und, wo möglich, neu interpretieren und damit die Kultur des Kreises weiterentwickeln.“

Zu den Ehrengästen und Gratulantinnen an diesem Abend zählten Regina Selhorst Vorsitzende des Westfälisch-Lippischer Landfrauenverband e. V. (WLLV) und Marlies Klocke Vorsitzende der Landfrauen Minden-Lübbecke. Beide richteten ihre Grußworte an den Preisträger und betonten die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements. Mit dem LandfrauenService wurde im übertragenen Sinne die große Gemeinschaft der Landfrauen geehrt, der es darum geht, Gemeinschaft zu leben, Wissen zu bewahren und weiter zu geben. Sich für eine zukunftsorientierte Entwicklung und für ein lebendiges Zusammensein zu engagieren.

Zum Ende der Veranstaltung richtete Iris Niermeyer, Vorsitzende des LandfrauenService Minden-Lübbecke-Herford ihre Dankesworte an das Publikum: „Wir sind ein kleiner Verein mit einem großen Netzwerk. Nicht jede Tätigkeit lässt sich mit Geld aufwiegen. Wir sind ein großartiges Team, das von dem Miteinander profitiert und immer wieder offen ist für Neues. Dabei stehen die Werte der Landfrauenarbeit immer im Vordergrund. Wir begegnen uns auf Augenhöhe. Wertschätzung ist uns wichtig und die zwischenmenschlichen Beziehungen stehen bei uns ganz oben. Dieser Preis macht uns Mut weiter zu arbeiten an unseren Projekten. Das Geld können wir gut gebrauchen, genauso wichtig ist die Wertschätzung.“

Neben der feierlichen Preisverleihung erwartete die Gäste des Abends im Rahmen der Feierstunde ein facettenreiches Programm. Der Posaunenchor Hille unter der musikalischen Leitung von Karin Gartmann, trug  zur musikalischen Untermalung bei und Vorleser Wolfgang Hanke regte mit zwei vorgetragenen Gedichten zum Thema Ehrenamt zum Nachdenken an.