Landfrauen zeigen Flagge

Wir „Landfrauen zeigen Flagge“ im Ruhrgebiet. Unter diesem Motto radelten 28 Frauen von Bochum über Datteln nach Waltrop. Der Besuch auf einem Möhrenanbaubetrieb beeindruckte uns alle.

Am 2. Tag ging es nach Dortmund – eine grüne Stadt, der laute Verkehr ist uns ungewohnt. Eine ruhige Pause hatten wir uns alle verdient: am Emscherradweg, am Gut Königsmühle, am Phoenixsee und in einem vielseitigen Zechengarten.

Nach kulinarischem Abschluss in einer Bauernhofgastronomie, dem „roten Haus“ ging es in die Ruhe des HSK zurück.

Hier gibt´s ein paar Eindrücke der Radtour

Wir im HSK - Marsberger Landrauen stellen ihren Heimatort vor

Im Rahmen des Projektes "Wir im HSK" besuchten 90 Landfrauen und Gäste am 05.06.19 den Stadtverband Marsberg.

Die Idee dahinter ist, den eigenen Kreis besser kennen zu lernen, da man doch sonst eher die gewohnten Ecken kennt.

Der Marsberger Stadtverband hatte sich im letzten Jahr spontan erklärt, den Anfang zu machen.

Landfrauenfahrt nach Konstanz und in die Schweiz vom 28.04.2019 bis 03.05.2109

Landfrauenfahrt nach Konstanz und in die Schweiz vom 28.04.2019 bis 03.05.2109 Sonntag, 28.04.19:

In diesem Jahr wurde einmal andersrum gestartet. Die Marsberger mussten als Erste aus den Betten. 40 Landfrauen machten sich mit dem uns gut bekannten Busfahrer Burkhard Grigo auf den Weg. Anonyme Alkoholiker auf der letzten Bank tranken bereits um 7 Uhr den ersten Schnaps. Nach 2 Pausen in der "Wetterau" und bei "Singen" brachte er uns gegen 15 Uhr sicher ans Ziel.
Wir bezogen unsere Zimmer im Ibis-Hotel. Für etwas Verwirrung sorgte die Kennzeichnung der Etagen. Hinter den schweren Türen fühlte man sich sicher wie in einem Tresor. Auch wenn eine Tür offen bleibt, ist das Zimmer sicher- nichts kommt weg. Eine Stadtführung schloss sich an. Mit Trekkingstock links und Stockschirm rechts war man für alle Witterungen gerüstet.
Ein leckeres Abendessen wurde uns im "Koblenzer Wirtshaus" -das Wirtshaus entwickelte sich zu unserer Stammkneipe- serviert. Nach einigen heißen und auch mehreren kalten Getränken - der Bockbierschnaps soll sehr zu empfehlen sein- wurde der Tag mit informativen Gesprächen beendet. Wer ist denn mit wem bekannt, wer ist denn mit wem verwandt? Weißt Du noch und wie und wo? Ja, das interessiert uns so. Vieles davon wurde besprochen, bevor wir in die Betten krochen.

Montag, 29.04.2019: Fahrt zur Gemüseinsel Reichenau zur Verabredung mit Herrn Hecker vom Landwirtschaftsamt. Dieser hatte zur Verstärkung seinen rastagezopften Auszubildenden mitgebracht. Zunächst spazierten wir zur St. Georgs-Kirche, die bereits 888 erbaut wurde. Durch Zufall wurden die Wandmalereien erhalten. Ein Bildnis zeigt vier Teufel mit einer Kuhhaut, dahinter sind zwei Frauen zu sehen. Früher wurde auf Kuhhäuten geschrieben. Der Spruch: Das Geschwätz der Weiber geht auf keine Kuhhaut ...Dier Kirche ist von Mai bis Oktober nur für angemeldete Führungen geöffnet. Das Klima schadet nämlich den Malereien.
Eine kleine Inselrundfahrt mit dem Bus schloss sich an. Zu Fuß ging es zur "Hochwart", dem höchsten Punkt der Insel Reichenau. Dort hatten wir einen wunderbaren Ausblick. Das erste Gruppenfoto entstand dort. Gemüseanbau wird auch auf der Reichenau immer schwieriger, die Familienbetriebe können sich nicht vergrößern und sterben folglich aus, da Nachfolger fehlen. Ein "Mithalten" mit Betrieben aus dem restlichen Bundesgebiet, Holland und Spanien ist auf Dauer nicht möglich.
Dem super informativen Vortrag des Herrn Hecker folgten wir dann weiter in einem angenehm warmen Gewächshaus. Wir wurden umfangreich über die Kunst des Gurkenanbaus in Kokosfaser sowie Schädlingen und Nützlingen etc. eingeführt.
Nach dem Mittagessen auf dem Campingplatz spazierten wir noch zum Seeufer um das eine oder andere Foto zu schießen. Rückfahrt nach Konstanz zum Kaffetrinken, Eisessen und Shoppen: man mag es kaum glauben, aber in ganz Konstanz war kein Gürtel zu finden! Zwei schlaue Damen machten derweil eine mehrstündige Bootsfahrt auf dem Bodensee. Abends trafen wir uns in unserem Stammlokal "Koblenzer Wirtshaus".

Dienstag, 30.04.2019: 10.30 Uhr- späte Abfahrt Richtung Gebhardshof in Wallhausen. Ein landwirtschaftlicher breit aufgestellter Familienbetrieb, dessen Betriebsleiterin ihre Lebensgeschichte erzählte. Mehr braucht man nicht aktenkundig machen. Gelernt haben wir dort: ein Tisch mit vier Beinen fällt nicht so schnell um. Von dort ging`s zum "Fuchshof". Das war doch eine andere Nummer! Eine kurz gehaltene Betriebsführung (auf unseren Wunsch hin, wegen Programmänderung) durch Herrn Fuchs persönlich mit Darstellung des Werdegangs des Betriebes in Dieter-Thomas-Heck-Manier plus Dialekt . Da musste man ganz schön aufpassen. In erster Linie wird Obstbau betrieben mit Vermarktung. Ein super-toller Hofladen ließ keine Wünsche offen. Sogar in die hofeigene Bäckerei durften wir hinein.
Zu Mittag waren wir in der zum Betrieb gehörenden Besenwirtschaft zum "Dünnele-Essen". Eine Art Flammkuchen in verschiedenen Variationen. Was andere Gäste in 6 Stunden verzehrten, sollten wir in 2 Stunden schaffen. Unmöglich! 6 verschiedene Dünnele an jedem Tisch für 7 Personen. Der erste mit Speck, war ruck-zuck weg. Den zweiten mit Bärlaiuch verspeisten wir auch. Doch dann fingen wir an zu Schwächeln. Die jeweiligen Reste wurden in Tortenkartons gesammelt - hurra, das Abendessen war gesichert. Apfelsaft, Apfelmost und Sauerkirschwein wurden ebenfalls aufgetischt; und dann kam der Schnaps aus der eigenen Brennerei! Wenn nicht die Mainau im Hinterkopf gewesen wäre, wer weiß...! Frau Fuchs behauptete nämlich: Ich kann schneller einschenken, als Sie trinken!
Dann ging es weiter zur Mainau. Das Eintrittsgeld wurde im Bus eingesammelt- und wider Erwarten (des Busfahrers) hatten wir tatsächlich genau den benötigten Betrag zusammen. Wir hatten Glück, da war nicht viel los. Graf Bernadotte ist ja schon tot und auch von seinen neun Kinder war keines da. Die Blumenmeere waren unbeschreiblich. Tulpen in allen Formen und Farben- mit passenden Beipflanzungen überall! Und dann das Palmenhaus: Ich sag nur `wow` - Orchideenschau! Das Schmetterlingshaus machte uns auch viel Spaß. Die Papillons in blau, rot, grün, orange und weiß saßen auf Fingern, Jacken und an Hosenbeinen. Die Mainau war wirklich eine Reise Wert.
Abends saßen wir im Tagungsraum "Reichenau" im Hotel bei kalten Dünnele in den Mai. Wir hätten ja gerne getanzt, aber Burkhard hat uns einen Korb gegeben. 40 tanzwütige Frauen sind auch einfach zuviel. Ein schöner Tag ging mit lauten Gesprächen -wir waren mal wieder nicht zu überhören- zu Ende.

Mittwoch, 01.Mai 2019: Durch gefühlte 30 Kreisverkehre und "wunderschöne hügelige" Landschaften führte die Fahrt in die bunte Schweiz. Boah! Die Häuser sind dort genauso bunt wie die Schweizer Geldscheine. Appenzell ist ein schicker, sauberer Ort mit ansässigem Kapuzinerkloster. Heute war dort sogar Bauernmakt! Das war was für uns. Weiter ging`s zur Schaukäserei. Ausgerüstet mit Kopfhörern traten wir der Käseproduktion getrennt durch Glasscheiben näher. Eine ganz kleine Verköstigungsprobe rundete das Ganze ab. Einige Damen gönnten sich zusätzlich im Restaurant eine Käsesuppe, die fantastisch gewesen sein soll.
Wieder in den Bus... und wieder diese Kreisverkehre! Bei herrlichem Sonnenschein näherten wir uns der Stadt Arbon. Das war Urlaubsfeeling pur! Wasser und Sonne! Dort konnte man wirklich die Seele baumeln lassen. Nach 3 Stunden genug gebaumelt und Rückfahrt über St. Gallen zum Hotel. Nach einem kleinen Spaziergang wurde noch die Spielhölle im Hotel geöffnet: wir spielten Rummikub. Ein Kofferzahlenschloss bereitete an diesem Tag große Probleme: es hatte sich selbst die Kombination verstellt. Das braucht man nicht. Aber: Problem gelöst!

Donnerstag, 02.Mai 2019: Fahrt zum Bio-Rathgeb Gemüsebetrieb in Unterstammheim/CH. Dort Führung durch den ganzen Betrieb: von der teilweise sehr kühlen Lagerung über das Waschen, Verpacken bis zur Auslieferung haben wir alles gesehen. Unser Blick auf das Gemüse dürft zukünftig ein anderer sein. Dann weiter zum Arenenberg, das landwirtschaftliche Bildungszentrum mit angeschlossenem Hotel und Restaurant. Vor der Führung durch Weberei, Schreinerei für Musikinstrumente, Gärtnerei, Küchen und Gastzimmer bekamen wir unser Mittagessen draußen auf der Terrasse serviert. Was so alles mit mehreren Privatinvestoren gemeinsam mit dem Staat möglich ist, hat uns sehr erstaunt.
Den Abend verbracht im Koblenzer Wirtshaus; dort räumte ein junger Mann seinen Tisch für uns große Gruppe. Kommentar einer Landfrau: "Für heute sind Sie mein Lieblingsmensch!" Lecker gegessen, lecker getrunken und dann auf die Matratze gesunken.

Freitag, 03.Mai 2019: Wir müssen doch irgendwie prominente Leute sein, wie etwa der Papst oder ein König, denn, je länger wir im Ibis-Hotel wohnten, desto teurer wurden die Zimmer (EZ bei Ankunft 87 €, bei Abfahrt 126 €). Wahnsinn! Und das Haus war voll! Letztes Frühstück am tollen Büffet. Konstanz weint, wir reisen bei Regen ab. Zwischenstopp in Bad Wimpfen mit sehenswerter Altstadt und unendlichem Kopfsteinpflaster.
Wegen dem Klimaschutz fahrt nicht mit dem Schiff, fliegt nicht mit dem Flugzeug, denn der Bus mit den Landfrauen fährt auch im nächsten Jahr! ... in Richtung Dresden (aus Kostengründen fahren wir mit dem Flixbus! ;.)
Danke, dass ihr immer pünktlich wart, dass ihr nicht gefallen seid, dass ihr euch gut vertragen und nicht gemeckert habt und dass ihr nächstes Jahr wieder mitfahrt, denn ohne euch geht es nicht!
Ich freue mich auf ein Wiedersehen
LG Susanne

Agrarstammtisch für Frauen von landwirtschaftl. Betrieben

Die Landwirtschaft zu den Menschen transportieren – diese wichtige Aufgabe zeigte Thomas Fabry im vergangenen Herbst anhand vieler Beispiele aus der Öffentlichkeitsarbeit auf. Wie das mit Facebook gelingen kann, demonstrierte Friedrich Nagel im Frühjahr. Gleichzeitig erfuhren die Teilnehmerinnen, welche Möglichkeiten Facebook bietet.

Kreislandfrauentag 2019

Unser Landrat Dr. Schneider mit Frauen aus dem Kreisvorstand

Der diesjährige Kreislandfrauentag fand mit 250 Landfrauen und Gästen im März in der Schützenhalle in Olpe statt.

 

Hier finden Sie die Bilder dazu

In ihrer Begrüßung zeigte die Vorstandssprecherin Anne Babilon auf, was auf der „Flagge der Landfrauen“ steht: „Neben der Gleichberechtigung von Mann und Frau sind es die Anliegen rund um die Lebendigkeit und Attraktivität der Dörfer, nahe und erreichbare Versorgungseinrichtungen, schnelles Internet auch an der letzten Milchkanne. Bewusst setzen wir Landfrauen heute unsere ureigenen Werte um, nämlich mit begrenzten Ressourcen zu haushalten und nicht auf Kosten der nachfolgenden Generationen zu leben: Die Dekoration der Halle mit Birken- und Weidenzweigen – alle vom Frühjahrsbaumschnitt, Primeln in Umtöpfen aus veredelten Konservendosen. Dazu unser derzeitiges Leitthema „Wissen pflanzen – Werte entfalten: Wir geben Plastik einen Korb.“ 

 

In einer Podiumsrunde, moderiert von Uta Kaiser aus Meschede-Bonacker, nahmen Landrat Dr. Karl Schneider, Petra Bentkämper vom Westfälisch Lippischen Landfrauenverband und Mitglied im Präsidium des Deutschen Landfrauenverbandes, Hubert Stratmann von der Landwirtschaftskammer, Matthias Kerkhoff, MdL, Nathalie Tent, Regionalmanagerin der hiesigen Leaderregion „4 mitten im Sauerland“, Kristin Becker aus Remblinghausen für die jungen Landfrauen im HSK teil. „Wir von der Basis müssen alle an einem Strang ziehen, für den ländlichen Raum und die ländliche Entwicklung“, so Petra Bentkämper, die kürzlich in den Sachverständigenrat für Ländliche Entwicklung berufen worden war. Matthias Kerkhoff forderte: „Die Landwirtschaft darf nicht ständig als das Problem dargestellt werden, sie muss Teil von Lösungen im Umwelt- und Naturschutz sein. Melden Sie sich zu Wort, unsere starke Stimme aus Südwestfalen ist in Düsseldorf gefragt!“ „Landwirtschaftliche Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe haben ihre Daseinsberechtigung und geben unserer Region ihren Reiz“, so Hubert Stratmann. Nathalie Tent wünscht eine stärkere Beteiligung von Frauen in den Leaderregionen und sagt ihre Unterstützung zu.

Als Referent des Tages kam Willibert Pauels, bekannt als „Ne Bergische Jung“ aus dem Kölner Karneval zum Thema “Kirche-Karneval-Klapse - von der heilenden Kraft der anderen Perspektive “. Humorvoll, witzig und tiefgründig klärte der Diakon über seine persönlichen Erlebnisse aus diesen drei Bereichen auf. Auch zur Krankheit Depression, die ihm seit seiner Kindheit bekannt ist, gab er den Zuhörern wertvolle Tipps. „Über sich selber lachen können – Witze als Witze verstehen, über den Dingen stehen und seine eigene Meinung vernünftig kundtun“, all das ist wichtig in einer gesunden Demokratie.“ Fundamentalisten und Ideologen unserer Zeit sei das alles leider nicht möglich. Seine Aussagen wurden mit viel Applaus bedacht. „Ich bin froh, heute hier gewesen zu sein, so die einhellige Meinung am Ende der Veranstaltung!“ Ein erbauliches Lob an alle Beteiligten!

Schulung der Internetbeauftragten

Das Bildungskonzept „Q3 – Fit fürs neue Ehrenamt im LandFrauenverband“ nutzten die Internetbeauftragten unserer Landfrauenverbände, sich fit zu machen für das Einstellen von Texten und Fotos auf www.wllv.de.

Heimvorteil HSK

Arnsberg/Hochsauerlandkreis. In gemütlicher Atmosphäre sind am 5. April 13 junge Landfrauen und solche, die es noch werden wollen, bei den Braubrüdern in Arnsberg zusammen gekommen. Eingeladen hatte Karin Gottfried von der Rückkehrerinitiative HEIMVORTEL HSK. Nach einer kleinen Präsentation nutzten alle Teilnehmerinnen den Abend, um sich über ihre Vorstellungen von einem Leben im Sauerland auszutauschen. „Viele junge Frauen haben sehr klare Ziele und arbeiten bewusst darauf hin.“, resümiert Karin Gottfried. „Für alle ist aber klar, dass sie entweder im Sauerland bleiben wollen, oder auf jeden Fall nach dem Studium bzw. der Ausbildung zurückkommen möchten.“ Alle zeigten sich daher interessiert an den unterschiedlichen Angeboten, die Heimvorteil HSK bietet. „Wir bleiben im Kontakt und werden uns weiterhin stärker vernetzen.“, verspricht Gottfried.

Junge Landfrauen basteln Osterdeko

In der Werkstatt von Anne Hütten verbrachten die Jungen Landfrauen einen unterhaltsamen und kreativen Abend.

Das Ergebnis waren individuelle Osterdekorationen und ein schöner gemeinsamer Abend.

Eventabend mit Steffi Neu

Begrüßung von Steffi Neu durch Anne Babilon und Maria Askemper
Gut gefüllte Schützenhalle in Reiste

Die WDR 2 Moderatorin Steffi Neu war im Oktober 2018 zu Besuch bei den Landfrauen in der Reister Schützenhalle. Sehr unterhaltsam und kurzweilig erzählte sie von ihrer Kindheit auf dem Bauernhof am Niederrhein. Sie berichtete von ihrer Ausbildung und ihren Weg zum Radio sowie ihrer Tätigkeit als Moderatorin bei den verschiedenen Formaten von WDR 2.
Die Frauen hörten begeistert zu, stellten anschließend noch einige Fragen und ließen sich im Anschluss das neue Buch von Frau Neu signieren.
Beim folgenden Fingerfoodteller von Dreyers gab es noch ausreichend Zeit für einen intensiven Austausch.

Weitere Bilder gibt es hier in der Bildergalerie.