Besichtigung Gemüseanbau Kraienhemke

 

Ganz in unserer Nähe – und doch etlichen herberner Landfrauen unbekannt – liegt der Obst- und Gemüsehof Kraienhemke kurz vor dem Ortseingang von Hamm. 40 Landfrauen hatten sich auf den Weg gemacht, natürlich in Fahrgemeinschaften, und trafen nachmittags um 15:00 Uhr bei heißem Sommerwetter in der Bauernschaft Hölter ein.

Wir wurden von Herrn Kraienhemke sen. begrüßt. Er gab uns einen kurzen Überblick über seine Produkte und Anbauflächen. Er baut mit seiner Familie über 100 verschiedene Gemüsesorten auf ca. 30.000 m² Freilandfläche und 2.500 m² Gewächshausfläche an – natürlich immer nach Jahreszeit und natürlich immer ohne Anwendung von Spritzmitteln. Man kann also herzhaft in frische Möhren oder Kohlrabi beißen, frisch vom Feld, ohne viel Waschen, schmeckt wie bei Oma – natürlich auch für die Ernährung von Kindern ideal. Spass haben die Kraien-
hemkes auch am Anbau von außergewöhnlichen Gemüsesorten, wie z. B. lila Paprika und Kalettes (Flower Sprout), einer Kreuzung zwischen Rosenkohl und Grünkohl.

Schon nach kurzer Zeit konnten wir feststellen, dass Herr Kraienhemke und seine Familien-
mitglieder den Betrieb mit großer Leidenschaft führen und ihnen allen die naturnahe liebevolle Handarbeit am Herzen liegt. So vermarkten sie ihre Erträge schon seit 3 Generationen auf Wochenmärkten in der Umgebung. Die 4. Generation ermöglicht jetzt auch die Direkt-
vermarktung in einem neuen Bauernladen. Kundenfreundliche und saisonbedingte Öffnungs-
zeiten: hier Der Bauernladen bietet die ganze Ernährungspalette über Gemüse, Obst, mehr als 100 verschiedene Sorten Konfitüre, Wildfleisch, Nudel- und Eierprodukte und ganz neu: verschiedenste Käsesorten.

Ja, die Herstellung der ganzen Produktpalette ist mit sehr viel Handarbeit verbunden und während der Anpflanz -und Erntezeit, also von März bis in den November hinein, ist sehr frühes Aufstehen und spätes Zubettgehen für die 4 Familienmitglieder angesagt. Eine spezielle Aufbereitung der Gewächshausböden mit heißem Dampf im Frühjahr und gezielte Düngung der Pflanzstreifen sorgen für wenig Wildkräuter. Pflanzhilfen werden auf den Feldern gezielt und rentabel eingesetzt. Das ermöglicht Mehrfachpflanzungen übers Jahr gesehen, z. B. das Setzen von Salat bis zu 12 mal.

Seit 2015 gibt es mit Gründung des Hofladens eine neue Küche und eine neue Backstube. Auch hier werden vollwertige Erzeugnisse hergestellt und im Verkauf angeboten. Die junge Konditor-
meisterin Lara Kastien führt das Regiment mit geschickten Händen. Wir Landfrauen aus Herbern konnten uns über frisch hergestellten Kuchen und leckeren Kaffee freuen – Mmmm, lecker und genau passend für einen Sommernachmittag.

Steffi Mennemann vom Vorstandsteam überreichte Herrn Kraienhemke ein Präsent für die dreistündige Führung. Es war sehr interessant und informativ bei Ihnen. Wir haben uns wohlgefühlt und kommen gerne wieder.

Nach dem leckeren Kuchen musste jetzt was Deftiges her. Das Vorstandsteam hatte im Hotel Restaurant Haus Volking in Drensteinfurt-Walstedde ein Spargelbuffet für uns Landfrauen bestellt. Einfach köstlich und frisch – Spargel in vielen Varianten, als Salat, Süppchen, und natürlich klassisch. In gemütlicher Runde ließen wir den Nachmittag ausklingen. Danke an den Vorstand für die gute Idee und die perfekte Planung.

Erstellen von Frühjahrsdeko mit Verena Wesselmann

Passend zum beginnenden Frühling hat die Geschäftsinhaberin Verena Wesselmann von Blumen Hönekop in Herbern ein verlockendes Angebot für die Landfrauen unterbreitet – sie hat Ihre Räumlichkeiten im Geschäft auf der Südstraße in Herbern zum Basteln von Frühjahrsdekorationen zur Verfügung gestellt. Die Landfrauen wurden mit Prosecco und kleinen Köstlichkeiten im Binderaum von Verena Wesselmann begrüßt. Sie hatte eine Vielzahl von Materialien aus ihrem Fundus für das Bastelerlebnis zusammengestellt. Die Landfrauen konnten frei nach Farben und Material wählen und haben in den gemütlichen Stunden ganz individuelle Frühjahrsdeko hergestellt. Natürlich kam das ein- oder andere Schwätzchen nicht zu kurz und natürlich kam auch die ein- oder andere Hilfestellung von Verena dazu. Die Ergebnisse können sich sehen lassen und schmücken heute das jeweilige Zuhause – draußen oder drinnen. „Es hat mir richtig viel Spaß gemacht und wir haben uns bei Verena wohl gefühlt – einfach ein tolles Ereignis!“ so die Landfrau Ingrid Laxen.

Wir herberner Landfrauen bedanken uns bei Frau Wesselmann ganz herzlich und freuen uns über die gute Idee.

Hier noch ein kleines Gedicht zum Thema:

Er ist's

Frühling lässt sein blaues Band
wieder flattern durch die Lüfte.
Süsse wohlbekannte Düfte
streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!

(Eduard Mörike)

Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen

Die Herberner Landfrauen haben sich am Samstag zu Ihrer Jahreshauptversammlung im Gasthof „Zur Brücke“ in Capelle getroffen. Turnusgemäß wurde nach 4 Jahren ein neuer Vorstand gewählt. Margret Böhmer und Annette Schulze Forsthövel hatten die Kasse geprüft und der Kassiererin Anne Albers eine ordnungsgemäße Buchführung bescheinigt. Margret Böhmer scheidet als Kassenprüferin aus. Neu gewählt wurde Maria Ringelkamp. Nach der Entlastung des Vorstandes standen die Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. 

Steffi Mennemann, Petra Kruckenbaum, Martina Brochtrup und Heidrun Wienkötter stetzen ihre Vorstandsarbeit fort. Anne Meßmaker und Birgit Schäfer sind neu gewählt worden. Sie alle teilen die Vorfreude auf die gemeinsame Vorstandsarbeit und haben auch schon neue Ideen durch eine Mitgliederumfrage gesammelt. Ausgeschieden sind Anne Albers, Henny Stentrup und die ehemalige Vorsitzende der Landfrauen, Margret Heitbaum, die sich mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach 12-jähriger Tätigkeit als Vorsitzende von ihrem Team und den LandFrauen verabschiedete. Wir LandFrauen aus Herbern bedanken uns herzlich bei allen für die gekonnte und ideenreiche Vorstandsarbeit.

Birgit Schulte Spechtel vom Kreisvorstand des Westfälisch-Lippischen Landfrauenverbandes leitete die Wahlen und bedankte sich bei den ausgeschiedenen Vorstandsfrauen, auch im Namen des WLLV, für die gute und gelungene Arbeit und für das tolle Jahresprogramm. Dieses wird von den Mitgliedern sehr gut angenommen. Das zeigt sich auch vielen bereits ausgebuchten Aktionen. Sie lobte ausdrücklich die herberner Landfrauen, die durch ihren Einsatz und den Zusammenhalt für gute Vorrausetzungen für das Landleben sorgen.

Im Vorfeld fand ein gemeinsames Kaffeetrinken mit frischem Kuchen, delikaten Schnittchen und duftendem Kaffee statt. Durch das Team von "Hermann" wurden wir bestens versorgt und sofort fand ein reger Austausch von Neuigkeiten statt.

Gepant war ein Referat mit Kati Budde zum Thema: "Stimme macht Stimmung". Leider war sie erkrankt und Berthold Angelkort – Geschäftsführer der ortsansässigen Angelkort Schädlingsbekämpfung GmbH – sprang kurzerhand spontan mit einem Referat zum Thema Schädlingsbekämpfung ein. "Ratten, Mäuse, Wanzen – bei Berti lernen sie das Tanzen." Unter diesem Motto brachte er um das "i-Thema" kurzweilig und humorvoll nährer. Präparierte und lebende Schädlinge wanderten durch die Hände der anwesenden Landfrauen.




Frühschoppen zu Jahresauftakt

Zu einem zünftigen Frühschoppen hatte das Vorstands-Team der herberner Landfrauen die Mitglieder am Sonntag ins Landgasthaus „Zum Heidekrug“ in Wessel eingeladen. 70 Landfrauen hatten sich zu 11:00 Uhr auf den Weg gemacht – bei schönem Wetter einige auch mit dem Rad – um an dieser Veranstaltung teilzunehmen und zum Jahresauftakt in fröhlicher Runde zusammen zu sein.

Anne Albers vom Vorstandsteam begrüßte uns. Mit Sekt in mehreren Geschmacksvarianten stießen wir auf das neue Jahr 2018 an, bis dann ein gewisser „Rüdiger“ für Aufmerksamkeit sorgte. Auf den ersten Blick kaum zu erkennen – unsere 1. Vorsitzende Margret Heitbaum – in Männerkleidung mit dicker Hornbrille und Hut stellte sich den Besucherinnen vor. Rüdiger referierte über den menschlichen Körper, das Ranking der einzelnen Körperteile zueinander. Je weiter die lustige Story fortschritt, umso mehr musste Margret selbst lachen, was für zusätzlichen Spaß bei allen Zuschauerinnen sorgte.

Später ließ es sich Anne Albers als alte Dame Siska nicht nehmen, ihre Eindrücke über die Entwicklung in der modernen Kommunikations-
technik zu schildern. Sehr anschaulich erzählte sie, wie sich das Telefonieren in den letzten Jahrzenten entwickelt hat. Als Anschauungs-
objekt hatte sie ein „Brokat“-Telefon mit Wählscheibe und mit 20 m Kabel mitgebracht. In dieser Kombination konnte das Telefon „die Wohnung kennenlernen.“  „ Sag heute mal einem deiner Kinder, es soll den Hörer auf die Gabel legen – rätselhaft fragende Blicke sind garantiert“. Einen Vorteil hat die Entwicklung von der Wählscheibe hin zum Smartphone: „Die Männer haben das Streicheln gelernt.“ Begriffe wie Festplatte, Stick und Trojaner wurden von Siska auf ihre Weise definiert. Ja und dann zum Internet: „Siska gurgelt jetzt als Silver-Surferin ….

Gemeinsam wurde im Anschluss lecker zu Mittag gegessen. Kurz kehrte genüssliche Ruhe ein, bis erneut Vorbereitungen die nächste Vorführung ankündigten. Das Vorstandteam hatte ein allseits bekanntes Küchengerät aufgebaut. Es folgte der Song vom „Thermomix“ nach der Melodie „Tiamo“ von Howard Capendale, vorgetragen vom gesamten Vorstandsteam. Das das Alleskönner-Gerät jetzt auch was für Männer ist wissen wir seit dem. Wir hatten viel Spaß und haben gerade bei diesem Lied festgestellt, dass viel vorbereitendes Üben bei der schwierigen Melodie notwendig gewesen sein muss.

Höhepunkt war der anschließende Rollator-Tanz des Vorstandsteams. Als zittrige alte Damen mit Rollatoren betraten sie die Bühne und begannen mit ihrem Tanz zu den Melodien „Theo, wir fahrn nach Lodz“ und „Rock around the clock“. Dabei konnten sich die Zuschauerinnen nicht mehr auf den Stühlen halten und klatschten im Takt vor lauter Begeisterung. Als hätten sie nie was anderes gemacht – so überzeugend kam dieser Tanz rüber. Eine Zugabe war vorprogrammiert. Dabei war das Üben gar nicht so leicht gewesen – es musste natürlich erst einmal trocken ohne Rollatoren geprobt werden. Die Leute, die auf die Nutzung der Rollatoren regelmäßig angewiesen sind, konnten diese natürlich nicht über längere Zeit entbehren. Unseren Dank an sie für die Leihgaben und danke an das Vorstandsteam für den Einsatz und die gelungenen Aufführungen.

Der interessante und kurzweilige Frühschoppen ging erst am späten Nachmittag zu Ende.

Weihnachtsfeier 2017

 

Die stille Zeit ist nun gekommen,
hat meine Sehnsucht aufgenommen.
Das Hoffen auf ne bess’re Welt
und Liebe uns zusammenhält.
Advent, bei Dir fühl’ ich mich wohl!
Die Kerzen brennen als Symbol.

 

Samstagnachmittag im adventlichen Herbern – Frauen strömen in den Saal des HotelRestaurants Hammwöhner. Wie in jedem Jahr in der Adventszeit haben die herberner LandFrauen zu einer gemütlichen Weihnachtsfeier eingeladen. Margret Heitbaum, die 1. Vorsitzende, begrüßte die Gäste bei adventlichem Ambiente. Festlich gedeckte Tische luden zum Verweilen und zum Schlemmen ein – Kuchengedecke, frischer Kaffee und Tee standen bereit.

Natürlich durfte wie in jedem Jahr ein kleines, vom Vorstand selbstgebasteltes Geschenk für jede teilnehmende Landfrau nicht fehlen – in diesem Jahr ein Weihnachtsmann aus Beton – sehr dekorativ und von jeder Landfrau gerne für zu Hause mitgenommen. Danke für eure guten Ideen.

Zum gemeinsamen Singen lagen Textzettel bereit. Nach dem Kaffeetrinken erklangen Advents- und Weihnachtslieder. Anne Albers erzählte von Joschi und dem Meerschweinchen – eine kleine Geschichte, die beschreibt, wie der keine Joschi es schaffte, zu Weihnachten ein Meerschweinchen geschenkt zu bekommen. Petra Krukenbaum erzählte von Mutter und Sohn im Weihnachtsstress – die Mutter als Streikbrecherin im Weihnachtsstreik – die es doch noch schafft, dass alle ein schönes Fest haben.

Der Höhepunkt dieses Nachmittags war der Auftritt des Blasorchesters der Musikschule Ascheberg unter der Leitung von Martina Borgmann. Kraftvolle weihnachtliche Klänge erfüllten den Raum und das abwechslungsreiche Programm lud die Landfrauen zum Mitsingen ein.

Ja, es ging besinnlich und fröhlich zu und schnell waren die schönen Stunden vorüber. Gemeinsam verbrachte Zeit ist doch etwas wertvolles. Mit weihnachtlichen Wünschen verabschiedeten sich die Landfrauen voneinander und nahmen die Adventsstimmung mit nach Hause.

Filmvorführung vom Schweinerennen 1982

Nostalgischer Kinoabend im Jochen-Klepper-Haus in Herbern. Wir Landfrauen hatten dazu am Mittwoch, 15. November 2017 eingeladen. Rund 70 Zuschauer, die sich zum Teil noch an diese Großereignis erinnern können, waren der voller Vorfreude auf diesen einmaligen Filmgenuss der Einladung gefolgt. Margret Heitbaum, unsere erste Vorsitzende, hatte diese Idee mit Unterstützung ihres Schwagers Theo realisiert. Gezeigt wurde der Film vom Schweinerennen, das 1982 in Herbern stattfand.

Die Landjugend Herbern feierte also1982 ihr 30-jähriges Bestehen mit einer Festwoche und vielen Aktionen. Alle Landjugend-Ortsgruppen des Kreises Coesfeld waren eingeladen, an diesen Aktivitäten teilzunehmen. Eine Fahrradrally, Nachtwanderungen, Fuß- und Völkerballturniere, Senioren-Cafe und sogar das Theaterstück „Vadder un Son“ machten diese Jubiläumswoche zu einem einmaligen Ereignis. Das Highlight – eine Idee von Heiner Rupke – war natürlich das Schweinerennen zum Abschluss der Festwoche. 21 Besitzer von Rennschweinen schickten ihre Tiere ins Rennen. Gestartet wurde auf dem Gelände an der Reithalle Herbern. Die Schweine mussten von Box A in die Box B rennen, was unter dem Beifall sehr vieler Zuschauer für die Tiere nicht so einfach war. Die Sau „Elvira von Höntrups City“ aus dem Sauerland hat dann das Rennen souverän gewonnen. Das Schwein „Piggy ut Orp“ von Karl Thier aus Herbern belegte den zweiten Platz und der dritte Platz ging an den Herberner Theo Hüttermann mit seinem Schwein „Wirbelwind“.

Der ganze Kinoabend war nur möglich, weil die heute 88-jährige Herberanerin Mathilde Neuhaus das Geschehen in bewegten Bildern festgehalten hatte. Sie war damals bei jeder Aktion dabei und filmte, was das Zeug hielt. Natürlich ließ sie es sich auch nicht nehmen, bei der Filmvorführung zugegen zu sein. Margret Heitbaum bedankte sich noch mal bei Mathilde Neuhaus. Margrets Schwager Theo, der damals zum Vorstand der Landjugend gehörte, hatte im Vorfeld den 40 Minuten langen geschnitten Film digitalisiert.

Die Zuschauer – ob jung oder alt – schwelten in Erinnerungen und waren erstaunt, welche Planungsleistungen und welcher finanzielle Einsatz zu der Zeit von der Landjugend erbracht wurden.
5.000 DM mussten aufgebracht werden und die Sorge war groß, dass sich die Veranstaltung nicht rentierte. Halb Herbern und zahlreiche Zuschauer aus den umliegenden Orten nahmen an der Veranstaltung teil und die Einnahmen konnten gespendet werden.

Diese Filmvorführung hat allen Zuschauern viel Spaß gebracht. 1982, also vor 35 Jahren sah die Welt in Herbern noch anders aus – einige Akteure erkannten sich und Freunde von damals wieder … Auch verschiedene Gebäude, die heute abgerissen sind und oder durch neue ersetzt wurden, waren zu sehen. Etliche Teilnehmer standen im Anschluss an die Vorführung noch ein Weilchen zusammen, um sich über die alten Zeiten auszutauschen.

Es war eine rundum gelungene Veranstaltung. Margret, du hattest eine wirklich gute Idee.
Danke an das Vorbereitungsteam und an die evangelische Kirchengemeinde, die die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat.

Besichtigung Kornbrennerei Eckmann in Walstedde


„Der Weg vom festen Korn zum flüssigen Korn“ – so und mit einem herzlichen Willkommen begrüßte uns Jürgen Brüggemann von der Kornbrennerei Eckmann in Drensteinfurt-Walstedde zur Besichtigung. Z. Zt. hat die 1836 gegründete Brennerei 10 Mitarbeiter. Es werden Korn, Liköre und Schnäpse nach münster-
ländischer Art hergestellt.

Der Ablauf der Herstellung hat sich gegenüber früheren Jahren verändert. Die Brennrechte endeten 2013 und die Brennerei steht still. So geht es auch fast allen anderen kleineren Brennereien in der Umgebung.

In den Vorjahren wurden jährlich bis zu 1830 hl reinen Alkohols gebrannt.
Aus einem Ansatz von
• 6.000 l reinen Wassers
• 2.200 kg reinen Weizens, gemahlen
• Enzymen und Malz
wurde bei unterschiedlichen Temperaturen die Stärke in Zucker umgewandelt. Nach der Verzuckerungsrast von 0,5 Std. bei 20° wurde dann die Hefe zugesetzt. Diese Mischung wurde dann in den Brennereikeller geleitet. Dieser Vorgang wird Kaltmaischverfahren genannt.

So werden aus 100 kg Getreide 38 l reinen Alkohols mit einem Alkoholgehalt von 85 % gewonnen. Wird dieser Alkohol über längere Zeit genossen, führt dieser Genuss zur Erblindung. Die Destillation dauert 15 Stunden, nach 3,5 Stunden und nach 11 Stunden wird probiert und es kann dann schon festgestellt werden, welche Qualität der Korn später haben wird. Dieser Korn sollte kühlschrankkalt genossen werden, ungekühlt schmeckt er allerdings milder. Es gab zu der Zeit eine Abnahme- und Preisgarantie.

Heute hat sich vieles verändert. Die Korn-
brennerei Eckmann bezeichnet sich als Kalt-
brennerei. Sie kauft beste Qualitäten bei der „DKV“ – heute „eal Euro Alkohol“ – in Lüdinghausen ein, die Brennerzeugnisse verschiedenster Destillationsstufen anbietet. Dann werden bei den Eckmann`s verschiedenste Haupterzeugnisse, wie Korn, der Eckpaohl und diverse Liköre kreiert – zum Teil durch die DLG prämiert. Die hohe Qualität wird durch lückenlose Qualitätskontrolle erreicht. Rohstoffe werden gezielt ausgewählt und geprüft. Das verwendete Wasser wird speziell aufbereitet. So entstehen alkoholische Produkte, die weit über Drensteinfurt-Walstedde hinaus bekannt sind und zu vielen Anlässen genossen werden.

Wir Landfrauen konnten im Anschluss an die Führung verschiedenste Liköre und Schnäpse probieren, die aus zugekauftem Alkohol und dazugegebenen Konzentraten nach eigener Rezeptur hergestellt werden. Darunter war auch eine Likörsorte, die noch nicht auf dem Markt ist und an deren Rezeptur noch gefeilt wird – schmeckte aber schon super lecker.

„Nicht jeder Korn ist ein Klarer, aber jeder Klarer ist ein Korn.“ so Herr Jürgen Brüggemann, denn ein Klarer muss mindestens 30%, ein Doppelkorn mindestens 38 % und ein Kornbrand mindestens 40 % Alkohol haben.

Im Anschluss an die Verkostung konnten wir im brennereieigenen Laden diverse Köstlichkeiten und kleine Geschenke erwerben. Die Brennerei betreibt einen weiteren Laden in Dülmen.

Nach diesen süßen Likörchen musste jetzt was Deftiges her. Im Hotel Restaurant Haus Volking war der Abendbrottisch für uns mit reichlich Hausgemachtem gedeckt. In gemütlicher Runde ließen wir diese Besichtigung ausklingen.

Danke an das Organisationsteam und an die Brennerei Eckmann – es war mal wieder sehr interessant und informativ.

Besichtigung Baumschule Bertels in Rinkerode

 

Dem interessanten Angebot einer Baumschulenbesichtigung waren 22 Landfrauen gefolgt und hatten sich zur Bildung von Fahrgemeinschaften an der Volksbank getroffen. Bei herrlichem Sommerwetter stand der Besichtigung nichts mehr im Wege.

Bäume, Sträucher und Stauden machen unsere Umwelt und unseren Garten abwechslungsreich und lebenswert. Dieses brachte auch Frau Silvia Bertels von der Baumschule Bertels in Drensteinfurt – Rinkerode zum Ausdruck, nach dem Sie uns herzlich begrüßt hatte. Mit Ihrem Mann Reinhard Bertels bewirtschaftet Sie die Baumschule seit 21 Jahren im Haupterwerb. Die Baumschule Bertels steht für eine umweltschonende und nachhaltige Produktion von Baumschulpflanzen – mit der Pflanzenaufzucht von „klein bis groß“. Von 2 ha vor 21 Jahren hat sich die Fläche im Laufe der Jahre jetzt auf 40 ha vergrößert, zu der auch diverse Außenquartiere gehören. Fünfzehn fest angestellte Mitarbeiter und vier Auszubildende gehören zum Mitarbeiterteam. Seit 2000 ist der Baumschulenbetrieb ökö - zertifiziert – diese Prüfung wird im jährlichen Rhythmus wiederholt. Die Baumschule arbeitet frei, ist keinem Verband angeschlossen. Die Pflanzen werden im Freiland und in unbeheizten Gewächshäusern herangezogen, die Pflanztöpfe werden möglichst mehrmalig wiederverwendet. „Jeder Boden ist an jeder Stelle anders“ so Frau Bertels. So richtet sich die Anzucht der Pflanzen nach der jeweiligen Bodenbeschaffenheit – auch in den Außenquartieren. Wichtig ist ein lockerer, humoser Boden. Dieses wird durch eine bis 60 cm tiefe Bodenlockerung erreicht. Es wird nicht gepflügt, nur gegrubbert.

Mit Frau Bertels machten wir uns auf den Weg durch die verschiedenen Bereiche der Baumschule. Auf dem Rundweg erklärte sie uns, dass gerade für eine Baumschule ein richtiger Umgang mit den natürlichen Ressourcen entscheidend ist. Sie weiß aus Erfahrung, welche entscheidende Rolle Boden, Wasser und Luft als Wachstumsgrundlage spielen. Sie steht für eine klimafreundliche und nachhaltige Pflanzenproduktion. "Unsere Baumschule ist ein klassischer Gemischtwarenladen für Pflanzen. Unsere Kunden sind hauptsächlich Garten- und Landschaftsbauer, für die wir Planzen – auch nach Themen – zusammenstellen. Natürlich sind auch Privatkunden herzlich willkommen und werden jederzeit gern beraten." – so Frau Bertels.

Einigen von uns war bis dato nicht bewußt, dass wir hier in unserer Region in knapp 15 km Entfernung eine Baumschule mit einem so großen Angebot haben. Großes Interesse hatten wir Landfrauen an den Staudenbeeten. Ein breites Spektrum an zum Teil noch blühenden Stauden veranlasste einige von uns zum Kauf von diversen Stauden, die jetzt noch die Staudenbeete verschönern. Ein meisterhaft angelegtes Musterstaudenbeet zeigte uns deutlich, wie die richtige Auswahl und Anordnung ein immer blühendes Beet mit wenig Arbeitsaufwand bestimmt.

Zum Abschluss hatte das Führungsteam einen kleinen Imbiss vorbereitet. In gemütlicher Runde konnten wir noch weitere Fragen an Frau Bertels stellen und uns über unsere eigenen Pflanzenerfahrungen austauschen. Henny übergab ein Präsent – aus dem eigenen Garten, mit eigenem Honig – an Frau Bertels.

Danke an das Planungsteam für die gute Idee und an Frau Bertels für die interessante Führung.

Übung "Umgang mit Feuerlöschern"

 

Zuerst kam mal ein kräftiger Landregen über die Felder und den Hof Messmaker in Arup. Zwanzig Landfrauen und eine Feuerwehrabordnung der herberner Feuerwehr unter der Leitung von Lothar Sendermann hatten sich dort zu einer Übung „Umgang mit dem Feuerlöscher“ getroffen.

Die Idee zu dieser Aktion war seinerzeit bei der Besichtigung des Feuerwehr-
gerätehauses in Herbern entstanden. Damals wurde die Nachfrage nach der Bedienung von Feuerlöschern laut. Die Feuerwehrleute schlugen deshalb seinerzeit vor, im Landfrauenkreis ausgediente Feuerlöscher zu sammeln und den Umgang mit ihnen dann bei solch einer „Feuerlöschaktion“ zu üben. Gesagt – getan, etliche Feuerlöscher kamen zusammen und ein Termin wurde gemacht. Familie Messmaker stellte ihren abgemähten Acker für die Feuerstellen und die Scheune fürs gemütliche Beisammensein zur Verfügung.

Lothar Senderman begrüßte die Landfrauen – einige Ehemänner waren auch sehr an diesem Thema interessiert – und informierte erst einmal theoretisch zum Thema
„Feuer löschen – aber richtig."

Er stellte die unterschiedlichen Feuerlöscher vor. In den meisten Fällen handelt es sich um 6 kg schwere ABC-Pulverfeuerlöscher:

• A = für den Brand von festen, glutbildenden Stoffen
• B = für den Brand von Flüssigkeiten
• C = für den Brand von Gas

Diese Feuerlöscher sollten alle 2 Jahre einer Überprüfung unterzogen werden.
Es gibt auch noch:

• D = für Metallbrände (Industrie)
• F = für Fettbrände (Großküchen)

Für den Hausgebrauch sollte für den Fall eines Fettbrandes in jeder Küche eine Löschdecke vorhanden sein. Diese muss nicht gewartet werden und ist jederzeit zur Hand. Christoph Freise von der Feuerwehr Herbern schilderte den umstehenden Landfrauen ausführlich die Beobachtungen beim Einsatz einer Löschdecke.

„Nur wenn ihr nichts macht, könnt ihr was falsch machen.“ so der Appell von Lothar Sendermann. Jede Landfrau sollte deshlb genau wissen, wo die entsprechenden Feuerlöscher zu Hause zu finden sind. Dann kann sie auch nach den empfohlenen Dreipunktregel reagieren:

„Alarmieren – retten – löschen“ und dann natürlich immer Ruhe bewahren.

Lothar Sendermann empfiehlt bei Neuanschaffung eines Feuerlöschers stets einen Schaumlöcher zu erwerben, da sich die Spüren des Löschmittels besser beseitigen lassen.

Dann hieß es: Feuer! Feuer!

Drei Feuerstellen auf dem Acker sollten gekonnt gelöscht werden. Die Landfrauen packten sich die Feuerlöscher, zogen die Splinte, betätigten die Buzzer, hielten das Schlauchende fest und richteten den Löschstrahl auf die Brandherde. Nur wenig Zeit steht dann zur Verfügung – in ca. 8-10 Sekunden ist so ein Feuerlöscher geleert.
Aber in dieser kurzen Zeit ist ein kleiner Brand erstaunlich schnell zu löschen.
Die bei den meisten vorherrschende Unsicherheit beim Umgang mit Feuerlöschen wurde so an diesem Abend genommen.

Nach dem alle Feuerlöscher entleert und alle Feuer gelöscht waren, ging es in die Scheune der Gastgeber. In gemütlicher Runde wurde die Eindrücke aufgearbeitet und Hunger und Durst „gelöscht“.

Danke an Familie Messmaker. Die Landfrauen bedankten sich mit einem kleinen Präsent. Danke auch an die herberner Feuerwehr. Auch hier gab es ein kleines Dankeschön.

Zum Schluss erklärte Lothar Sendermann noch einmal:
„Immer erst die Feuerwehr anrufen, dann den Feuerlöscher einsetzen. Wir kommen lieber zehnmal umsonst als einmal zu spät.“

Fahrradtour "Pumps@bauernhof"


Landesweit läuft die Aktion „Pumps@Bauernhof“ des Westfälisch-Lippischen LandFrauenver-
bandes. Diese Aktion soll die Lebendigkeit und Stärke der Frauen zeigen, die auf dem Land zuhause sind und auf Ihren Bauernhöfen leben und arbeiten. Sie zeigen gerne, was sie bewegen und wie ihr Arbeitsalltag aussieht – und das von Frau zu Frau. Ziel ist das bessere Kennenlernen, die persönliche Begegnung und eine Veränder-
ung des Verständnisses füreinander. Mehr Lebensqualität im ländlichen Raum – barfuss, in Stiefeln oder Lackschuhen – das kann gelingen.

Die herberner Landfrauen beteiligten sich im Rahmen einer Radtour an der Aktion und hatten zum Besuch des Hofes Großerichter in Horn eingeladen. Die Tour führte durch die Felder und Wiesen der Bauernschaften Nordick und Horn zu den Großerichters, die sich intensiv an der Aktion „EinSichten in die Tierhaltung“ beteiligen. Der Hof wird schon in der dritten Generation von den Großerichters geführt. Sohn Tobias führt jetzt das Unternehmen, natürlich unterstützt durch seine Eltern – Agnes und Richard – und durch einen Azubi. Es können bis zu 1.500 Schweine gemästet werden, wobei diese Mast in Alters-
gruppen erfolgt. Insgesamt leben z. Zt. 245 Muttersauen der deutschen Landrasse auf dem Hof. Der Samen von Pietrain-Ebern sorgt dann für viele kleine Ferkelchen, die dann auf dem Hof aufgezogen werden, bis sie ihr Schlachtgewicht von ca. 120 kg erreicht haben. Diese Mast dauert ca. 4 – 5 Monate. Die Schweine werden mit verschiedensten Getreiden aus eigenen Anbau – ergänzt durch Eiweißfuttermittel, Mineralien und Vitamine – gefüttert. Die entstehende Gülle wird auf eigenen und dazu gepachteten Flächen entsorgt.

Auf dem Hof Großerichter angekommen begrüßte die Vorsitzende der herberner Land-
Frauen, Margret Heitbaum, die Gastgeberfamilie und die Teilnehmerinnen an dem schönen Sommerabend. Es wurden zwei Gruppen gebildet. Der komplette Prozess der Schweine-
zucht konnte durch die Führungen der Familie Großerichter von den herberner Landfrauen beobachtet werden. Da Hygiene in der Schweine-
zucht heut ganz groß geschrieben werden muss, schlüpften die Besucherinnen in blaue Overalls und Schuhstulpen und los ging es in die Ställe.

Danach hatte das Vorstandsteam einige lecker Speisen und Getränke vorbereitet. In geselliger Runde kam es zu Gedankenaustausch zum Thema und natürlich – wie sollte es anders sein –  zum Austausch der neuesten Neuigkeiten.

Fam. Großerichter will mit dieser Aktion „EinSichten in die Tierhaltung“ die Erzeugung tierischer Lebensmittel und den Umgang mit den Tieren – verbunden mit der Anwendung von strengen Hygienevorschriften – transparenter machen. Ihr Wunsch ist es, dass wir neue, objektivere Bilder zum Thema Schweinezucht mit nach Hause nehmen.

Zum Dank für die Gastfreundschaft überreichte die Vorstandsfrau Henny ein Präsent an Agnes Großerichter. Agnes, wir haben uns bei dir und deiner Familie sehr wohl gefühlt und viele neue Infos bekommen. Diejenigen, die sich mit der Schweinezucht nicht so auskennen, wissen jetzt mehr.

Also noch mal vielen Dank an die Familie Großerichter und an das Vorstandteam. Diese Veranstaltung war sehr interessant und informativ und hat allen zu dem auch Spaß gemacht.

Fahrt zur Landesgartenschau nach Bad Lippspringe

„Blumenpracht & Waldidylle“ erleben, und das auf der Landesgartenschau 2017 in Bad Lippspringe – das hatten sich 34 TeilnehmerInnen für Do. 08.06.2017 vorgenommen. Um 8:30 Uhr ging es dann bei guten Wetter per Bus los. Ein kleiner Imbiss während der Fahrt sorgte für die not-
wendige Energie für die gebuchten Führungen. In Bad Lippspringe angekommen, teilte sich die Gruppe auf und besichtigte die Blumenpracht in den verschiedenen Parkebenen. Die beliebte Landesgartenschau – erstmalig vor einer Wald-Kulisse in dem direkt an die Innenstadt angrenzenden Kurwald – bot unseren Landfrauen eine Pflanzenpracht der besonderen Art. Zusätzlich zeigten breite Lichtachsen eine völlig neue Inszenierung des Waldes. Im Kaiser-Karls-Park und im Arminiuspark erfreuten imposante Blütenmeere mit aufwändigen Wechselbepflanzungen unsere Besucherinnen.

Außerdem konnten unsere Landfrauen verschie-
dene Themengärten, wie Grabgestaltung, die Hortensien-Ausstellung, die Baumschule, die Blumenhalle und die Outdoor-Küche besichtigen. Am Stand der Landwirtschaft und der Land-
frauen konnten leckere Marmeladen, diverse Bücher; etc. erworben werden.

Eindrücke für einen nochmaligen Besuch – auch mit Kindern – wurden reichlich gesammelt.
Für Kinder angeboten werden Treckerfahrten, Kreativangebote wie Wildbienenkästen basteln, Fußballturniere, das grüne Klassenzimmer, Feier von Kindergeburtstagen, Kinderpicknick und vieles mehr.

Großen Eindruck hat eine Mooreichen-Skulptur bei den herberner Landfrauen hinterlassen. Sie ist im Herzen des Partnerschaftsgartens auf der Landesgartenschau aufgebaut. Anlass war das 20-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen Bad Lippspringe und dem irischen Newbridge im County Kildare. Die Skulput ist ein Geschenk aus der Partnerstadt und aus einem mehr als 5000 Jahre alte Stück Bog Oak von dem irische Künstler Brian O’Loughlin zu einer fünf Meter hohen Skulptur veredelt worden, deren Spitze eine Lilie ziert. Nur der Transport gestaltete sich schwierig. Abergläubische Iren waren nicht bereit, die Stehle nach Bad Lippspringe zu bringen. So fand sich ein Unternehmer aus der Ausstellungsstadt, der die Skulptur an ihren jetzigen Standort schaffte.

Jeder Landfrau blieben außerdem die im Kaiser-Karls-Park verstreut stehenden „Blauen Schafe“ in Erinnerung. Auch hier bei uns im Bereich der Landfrauen Herbern wurden diese schon in dem ein- oder anderen Garten gesichtet.

Besonders hervorzuheben ist noch der tolle Service im Bereich der Gartenschau. Für Groß und Klein, Jung und Alt war an alles gedacht, was den Aufenthalt so angenehm wie möglich macht.

Dieses Event hat allen Teilnehmerinnen Spaß gemacht und neue Impulse für die eigene Gartengestaltung gegeben. Wir danken dem Organisationsteam. Es war einfach toll.


 

 

Heilkräuterwanderung mit Kräuterschule


Der Schlosspark von Westerwinkel - direkt vor unserer Haustür - zu dieser Jahreszeit und im Mai besonders grün und voller frischer Kräuter. Und da noch Maren Haumann, die diplomierte Kräuterfrau, die seit 2015 ihre keine Heilpflanzenschule in der Orangerie des Schlosses Westerwinkel betreibt.

Ideale Voraussetzungen für uns herberner Landfrauen. Wir kennen uns ja eigentlich schon ziemlich mit der Natur aus, haben aber bezüglich Heilkräuter und deren Wirkung noch Informationsbedarf verspürt. So hat unser Vorstandsteam kurzerhand zwei Heilkräuter-Wandertermine mit Maren abgesprochen und uns Landfrauen angeboten.

Wir Teilnehmerinnen der Kräuterwanderung trafen uns bei Maren an der Orangerie und erhielten
ein Info-Skript mit Namen, Inhaltstoffen und Eigenschaften der einzelnen Heilpflanzen. Hin zu der Natur und damit weg von der Chemie – mit Heilpflanzen in vielen Bereichen möglich. Wildkräuter – das kostenlose Geschenk der Natur – stehen für uns vom Frühjahr bis in den Spätherbst in der Natur zur Verfügung und liefern ein Vielfaches an Vitaminen und Mineralien als unsere Kulturpflanzen.

Alleine der Gang durch die Natur tut gut und spendet neue Energie. In der 2,5-stündigen Wanderung rund um das Schloss Westerwinkel lernten wir den Unterschied zwischen Heil- und Küchenkräutern kennen.

Heilkräuter können:
• Ablagerungen, Schlacken  und Säuren aus dem Körper spülen
• den gesamten Stoffwechsel ankurbeln
• bei Fieber, Haut- und Kreislaufproblemen helfen
• bei Konzentrationsstörungen und Unruhe eingesetzt werden
Aus Rinden können außerdem Schmerzmittel gewonnen werden.

Küchenkräuter können:
• Vitamine liefern
• frisch zu Smoothis, Quark, Dips und Suppen gegeben werden

Auf dieser Wanderung konnten wir verschiedene Kräuter direkt geschmacklich testen und mutig knabberten einige von uns an Löwenzahnstängeln, Gänseblümchen, Knoblauchsrauke und Waldsauerklee. Maren hat uns auf Ihre kompetente Art an dieses Thema herangeführt und sensibel gemacht für ein gesundes Leben mit Wildkräutern.

Natürlich hat Maren es sich zum Schluss unserer Wanderung nicht nehmen lassen, uns mit vorbereiteten "natürlichen" Köstlichkeiten zu verwöhnen. Kräuterbutter mit Gundermann auf selbst gebackenem Dinkelbrot mit Brennnessel-Minze-Tee und verschiedenen Sirupen – einfach köstlich und ein ganz neues Geschmackserlebnis.

Diese Kräuterwanderung hat dazu beitragen, dass wir die Geheimnisse der einheimischen Wild- und Heilkräuter erfahren haben. Es kann so bereichernd sein, das ein oder andere Kraut als Geschenk der Natur anzusehen und es in irgend einer Form anzuwenden.

Danke Maren Haumann – es war richtig gut gemacht und sehr informativ.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazination Wildbienen

Ideal – die Lage des Vortragsstandortes bei Ingrid Gräwe – mitten zwischen fast blühenden Rapsfeldern und ergrünenden Wegrändern. Ca. 30 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer von den Landfrauen und auch vom Imkerverein Herbern waren gekommen, um dem Vortrag von Hermann Hunfeld zum Thema „Naturschutz mit Faszination für Wildbienen“ zu lauschen und Wissenswertes zu erfahren.

Wie ist Hermann Hunfeld als Nichtimker und ehemaliger Dipl.-Ing. für Elektrotechnik auf dieses Thema aufmerksam geworden? Mit seiner ehrenamtlichen Tätigkeit unterstützt er seit seinem Eintritt in den Vorruhestand seine Frau, die als Biologielehrerin an einer Schule in Dortmund tätig ist und mit den Schülerinnen und Schülern diverse Projekte zum Thema Naturschutz erarbeitet.
Der Bau eines Wildbienenhauses für den Schulgarten – die Klasse 9 erhielt dafür den Jugend-Umweltpreis 2015 – gab den Anstoß, sich intensiver mit den Wildbienen zu befassen. Bald nahm das spannende Thema „Wildbienen“ immer mehr Raum ein. Mit detailgenauer Recherche, vielen Fotoaufnahmen und fundierten Erfahrungsberichten entstand eine Powerpoint-Präsentation, die seine Faszination für Wildbienen wiederspiegelt.

“Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.”
Dieses Zitiat von Albert Einstein hat Herrn Hunfeld weiter motiviert, sich mit den Wildbienen auseinander zu setzen und mit seinen Vorträgen viele Menschen zu erreichen. Vor 130 Millionen Jahren , in der Kreidezeit, begann die Entwicklung der Bienen. Und heute steht die Wildbiene schon auf der „Roten Liste“ der gefährdeten Tierarten in Deutschland. Gab es im 18. Jahrhundert noch 1000 Arten, sind es heute nur noch 560 Arten – 440 Arten sind also schon unwiederbringlich verloren. Wir alle müssen etwas für den Erhalt der Wildbienen tun und unser Verhalten ändern, damit dieses wichtige Insekt nicht ausstirbt.

Wir können:
• auf Steingärten und gepflasterte Flächen verzichten
• bunte Blumenwiesen in unseren Hausgärten anlegen
• durch geschickte Bepflanzung ein zeitlich lückenloses Nektar- und Pollenangebot schaffen
• auf Pestizide in unseren Hausgärten verzichten
• auf total aufgeräumte Gärten verzichten
• Wegränder erst nach der Blüte mähen
• Ackerränder für den Bewuchs von Wildblumen freihalten
• wirklich geeignete Nisthilfen bereitstellen
• Schutzgebiete anlegen

Mit dem Begriff „Wildbiene“ ist die gesamte Gruppe der Bienen gemeint. Auf dieser Seite sind Bilder verschiedenster Bienen zu finden – auch hier sehen wir, welch einen Schatz die Natur für uns bereithält.

Die Biene, über die Herr Hunfeld referierte, ist eine Solitär-Biene. Sie sticht nicht und erzeugt keinen Honig. Ihre Aufgabe ist die Bestäubung. Sie fliegt im Gegensatz zur Honigbienen (ca. 3 km) nur 300 m weit.

Das Weibchen ist größer als das Männchen. Die Paarung kann bis zu 3 Stunden dauern. Durch die Paarung wird die Wildbiene zur Königin. Diese legt ihre Eier in einem Röhrennest ab. Dafür baut sie eine Kammer nach der anderen, bis die Röhre gefüllt ist. Jede Kammer ist mit Pollen gefüllt – als Nahrung für die Maden. Diese spinnen sich ein und bleibt ein Jahr lang in der Röhre.

Das Weibchen ist größer als das Männchen. Die Paarung kann bis zu 3 Stunden dauern. Durch die Paarung wird die Wildbiene zur Königin. Diese legt ihre Eier in einem Röhrennest ab. Dafür baut sie eine Kammer nach der anderen, bis die Röhre gefüllt ist. Jede Kammer ist mit Pollen gefüllt – als Nahrung für die Maden. Diese spinnen sich ein und bleibt ein Jahr lang in der Röhre. Die Männchen sterben 4-6 Wochen nach dem Schlüpfen, die Weibchen ca. nach 10 Wochen.

Auch die Außentemperaturen spielen beim Flugverhalten, somit auch bei der Bestäubung eine große Rolle. Die Wild- und Honigbienen verlassen Ihren Bienenstock bei ca. 9-10 Grad, wärmen sich bei 11-12 Grad auf und fliegen bei 15 Grad. Die Hummeln hingegen sind schon ab 4 Grad aktiv.

Die Bestäubungsleistung weltweit hat den Wert des halben Bundeshaushaltes und liegt ca. bei 150 Milliarden €.

 Also: Die Bienen sind eine der wichtigsten Lebensgrundlagen für uns Menschen und jeder von uns kann etwas für die Arterhaltung tun. Auch wenn nur ein kleines Stück Wiese im Garten als Wildblumenwiese wachsen darf und wir den Tieren Brutröhren anbieten, ist schon viel getan.
Der "NABU" gibt hier Tipps zum Bau von Nisthilfen. Diese sollten so im Garten platziert werden, dass die Öffnungen in süd-östliche Richtung zeigen.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gibt außerdem folgende Fibel heraus:
"Bienenfreundliche Pflanzen für Balkon und Garten" – das Pflanzenlexikon der Bienen-App – hier zu bestellen oder zum Download-Start. Vom frühen Frühjahr bis in den späten Herbst - Blumen für unsere Bienen.

Und hier noch eine Info für alle Besucher der diesjährigen Landesgartenschau in Bad Lippspringe:
Der Landesverband westfälischer und lippischer Imker e. V. hat dort einen Imkerpavillon. Es werden Führungen zu den Blühpunkten und weitere Informationen zu Wildbienen angeboten.

Herr Hunfeld hat seinen Vortrag wirklich spannend gestaltet und das Interesse zur Erhaltung der Wildbienen ist bei uns allen geweckt worden. Zum Abschluss hat er noch selbstgebaute Nisthilfen vorgestellt und der Imkerverein Herbern verwöhnte die Anwesenden mit einem Honigschnäpschen - hmmm - lecker.

Wir Landfrauen aus Herbern und auch der Imkerverein Herbern bedanken uns ganz herzlich bei Ingrid Gräwe und Ihrer Familie für die Gastfreundschaft. Alles perfekt vorbereitet – wir waren gern bei euch zu Gast.

 

 

 

 

Jahreshauptversammlung

 

Die Jahreshauptversammlung 2017 – einmal anders – so eröffnete Margret Heitbaum, unsere erste Vorsitzende, diese Versammlung. Was anders ist, hatten die erschienenen 60 herberner Landfrauen schon mit der Einladung zu dieser Versammlung erfahren. Entgegen der üblichen Versammlungsgestaltung hatte Margret diesesmal ein Event eingeplant und eine Sandkünstlerin eingeladen. Vorab jedoch begrüßte Sie Edeltraud Füssmann vom Vorstandsteam des Kreisverandes Coesfeld.

Nach dem gemeinsamen Genuss einer leckeren Suppe wurden die Vorbereitungen für den Auftritt von Frau Elena Handel – einer Sandkünstlerin mit einer fazinierenden Sandshow, getroffen.
Bei abgedunkeltem Raum und bei besinnlicher Musik begann Frau Handel mit der speziell auf die herbernern Landfrauen und das Landleben abgestimmten Sandshow. Wirklich fazinierend - diese neue Kunstform – eine exklusive Performance, nur für uns. Frau Handel erzählt mit Sand, zu vielen Themen, auch ganz individuell. Wer mehr über sie erfahren möchte, klickt hier.

Anne Albers gab danach ihren Kassenbericht für das Jahr 2016 ab. Sie verbindet in ihrer unverwechselbaren immer Art Zahlen und Fakten mit einer kleinen Retrospektive – für alle wieder sehr interessant. Monika Westhues und Margret Böhmer hatten die Kasse im Vorfeld geprüft und Anne Albers eine korrekte Abrechnung bescheinigt. Der gesamte Vorstand wurde danach 1-stimmig von den anwesenden Mitgliedern für das Geschäftsjahr 2016 entlastet. Als Kassenprüferinnen für das laufende Geschäftsjahr fungieren Margret Böhmer und neu Annette Schulze Fortsthövel.

Edeltraud Füssmann gab uns dann einen kleinen Überblick auf Kreisebene:
• Im Dezember 2016 waren 3093 Mitglieder gemeldet.
• Es gibt 22 Ortsverbände
• Die Landfrauen Herbern haben 223 Mitglieder.
• ø sind es also 140 Mitglieder pro Ortsverband.

Frau Füssmann machte nochmal auf das Landfrauen - Sorgentelefon aufmerksam. Das Landfrauentelefon ist jeden Mittwoch zwischen 9 und 13 Uhr unter der Telefonnummer
0 21 62 - 35 59 77 erreichbar. Alle AnruferInnen bleiben anonym.

Auch für den KreislandFrauentag des Kreisverbandes Coesfeld am 04.03.2017 um 14:00 Uhr im Schulzentrum Dülmen sind bis zum 28. Februar 2017 noch Anmeldungen bei den Ortsvorsitzenden möglich. Ralf R. Strupat, ein Top-Redner, will alle Anwesenden mitnehmen – ins "Begeisterungsland". Freut euch auf einen Nachmittag mit einem interessanten Thema. Die Veransgtaltung endet ca. um 17:15 Uhr.

 

Informationmen zu Brandschutzmaßnahmen

 

Wirklich eine tolle Idee vom Vorstandsteam – die Feuerwehr in Herbern kennenzulernen und viel über Brandschutz zu erfahren. Los ging es um 19:00 Uhr im Feuerwehrgerätehaus an der Bernhardstaße. 20 Landfrauen hatten sich angemeldet. Die erste Vorsitzende der herberner Landfrauen, Margret Heitbaum, begrüßte die Vertreter der Feuerwehr und uns Landfrauen. Sie schilderte, dass Ihre Anfrage zu dieser Informa-
tionsveranstaltung beim Löschzugführer Lothar Sendermann direkt begeistert aufgenommen wurde. Fünf Feuerwehrleute hatten sich bereiterklärt, uns zu informieren und uns die Technik rund um die Feuerwehr vorzustellen.

Neben Lothar Sendermann war sein Stellver-
treter Hans-Jürgen Kaiser vor Ort. Daniel Heitbaum, der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Ascheberg, hatte eine Präsentation vorbereitet. Hier wurde an dem Beispiel einer vergessenen brennenden Zigarette die Entwicklung und das Verhalten von Feuer und Rauch in einer Wohnung eindrucksvoll dargestellt. Daniel Heitbaum erläuterte, dass die fünf "W`s" im Brandfall besonders wichtig für das richtige Verhalten sind. Dabei handelt es um eine Abfolge von Fragen, die bei einem Notruf über "112" in der Feuerwehrleitstelle zum schnellstmöglichen Einsatz der Feuerwehr führen.



WER meldet?
WAS ist passiert?
WO ist es passiert?
Hier ist in Herbern und Umgebung besonders wichtig, dass für den Außenbereich auch der Name der Bauerschaft genannt wird, da sich Straßennamen überschneiden.
WIE VIELE sind betroffen / verletzt?
WARTEN auf weitere Fragen.
– auf keinen Fall auflegen, die Feuerwehr beendet das Gespräch.

Im Laufe des Abends wurden auch noch folgende Themen besprochen:
• Verhalten im Brandfall
Hinweise dazu sind auf Bild 6 dargestellt.
• Zweck und Wichtigkeit von Rauchmeldern
Rauchmelder retten Leben! Darum sollte z. B. in einem Einfamilienhaus auf jeder Etage, auch im Keller, ein Rauchmelder installiert sein. Diese sollten miteinander vednetzt sein, damit bei einem Kellerbrand auch Alarm im oben gelegenen Schlafzimmer ausgelöst wird.
• Zweck und Wichtigkeit von Kohlenmonoxid-Meldern
Diese Melder warnen rechtzeitig vor austretendem Kohlenmonoxid und schützen alle vor dieser unsichtbaren Gefahr und den folgenschweren und lebensbedrohlichen Konsequenzen einer Kohlenmonoxid-Vergiftung. Jeder Haushalt, der im Gebäude eien offene Feuerstelle betreibt, sollte diesen Melder in der Nähe der Feuerstelle platzieren. Er rettet Leben!

Daniel Heitbaum sprach zudem auch noch über die Wichtigkeit der Überprüfung von vorhandenen Feuerlöschern. Diese Überprüfung muss in regelmäßigen Abständen durch dafür zugelassene Überwachungsstellen durchgeführt werden. Er regte an, alte ausgediente Fuerlöscher für eine Übung zum Umgang mit den Feuerlöschern zu sammeln.

Und dann noch ein besonderer Appell an alle Landfrauen: Da der Nachwuchs bei der Feuerwehr fehlt, sollten Jugendliche und Erwachsene, die nach einer interessanten, ehrenamtlichen und dem Gemeinwohl dienenden Tätigkeit suchen, einfach mal auf die Feuerwehr hingewiesen werden
.... http://www.ich-will-zur-feuerwehr.de .... hier finden Mann und Frau tolle Infos.

Im Anschluss an die Informationen konnten wir Landfrauen das Feuerwehrhaus und die Löschfahrzeuge besichtigen. Carsten und Ulrich Gausepohl, beide Brandmeister, standen für die Beantwortung aller auftauchenden Fragen bereit.

Mit einem Wintergrillen klang der informative Abend in gemütlicher Runde aus. Danke an die Feuerwehr für die Informationen und die Gastfreundschaft – und natürlich für eure Einsatzbereitschaft zu jeder Zeit.

Weihnachtsfeier der Herberner Landfrauen

 


Tortenpracht und tolle Adventsdeko – der erste Blick beim Eintreffen im kath. Pfarrheim St. Benedikt an der Bergstraße ließ erkennen, dass dieser Samstagnachmittag vor dem 2. Advents-
sonntag für genau richtige Adventsstimmung sorgen wird.

Margret Heitbaum (1. Vorsitzende) begrüßte die Besucherinnen, gab kurz einen Überblick über das Programm und stellte das Serviceteam vor, das sich extra für diese Adventsfeier zusammen gefunden hatte. Lena Heitbaum, Gerlinde und Eva Krukenbaum und Lena Mennemann, alle-
samt Töchter von Landfrauen aus dem Vorstandsteam, standen bereit, um die Landfrauen mit frischem Kaffee, Tee oder sonstigen Getränken zu versorgen.

Das Kuchenbuffett sah einfach Klasse aus und wurde gestürmt. Jede Landfrau hatte die Auswahl zwischen mehreren Torten – aber bitte mit Sahne – und herzhaften Schnittchen, die von Henny Stentrup mit selbstgebackenem Brot zubereitet wurden.

Musikalisch wurde die Weihnachtsfeier von der Flötengruppe "De Piepmüs" untermalt. Ortsüber-
greifend hatten sich Flötenspielerinnen verschie-
denster Altersstufen zusammengefunden. Ellen Lohmann, Marie-Luise Holz, Carmen und Nadja Neuhaus aus Capelle und nicht zuletzt Margret Heitbaum ließen zwischendurch immer wieder alte Weihnachtsweisen erklingen. Zum Dank erhielt jede von ihnen ein kleines Präsent.

Besinnlich wurde es, als Steffi Mennemann die Geschichte "Das Weihnachtsgeschenk" vortrug. Lustig wurde es dann, als das ganze Vorbereitungsteam dann noch eine Fortsetzung der Geschichte "Mit Oma auf Mallorca" aus dem letzten Jahr zum Besten gab. Anne Albers berichtete aus der "Jogagruppe", Martina Brochtrup trug zum Abschluss ihr keines Gedicht "Lust auf Weihnachten" vor.

Bei jeder Teilnehmerin brennt zudem zu Hause noch eine Bienenwachskerze. Diese diente während der Adventsfeier zur Dekoration und konnte mit nach Hause genommen werden – von Henny selbst gegossen.

Danke an das Vorstandsteam – war mal wieder schön, in adventlicher Stimmung andere Landfrauen zu treffen. Wir wünschen euch frohe Weihnachten.

Weihnachtsbasar St. Benedikt Herbern – Kuchenverkauf durch die Landfrauen

Traditionell wie in jedem Jahr boten die Landfrauen Herbern wieder ein köstliches und reichhaltiges Kuchenbuffet im Landfrauen-Café im Pfarrheim St. Benedikt an der Bergstraße – ganz in der Nähe der St. Benedikt Kirche – an. Im Vorfeld hatte die Landjugend gebacken, bzw. sich darum gekümmert, dass ca. 120 Torten zur Verkauf bereitstanden.

Genusslesung

 

Genießen mit allen Sinnen – so viel Zeit muss sein – auch für die Landfrauen aus Herbern und Umgebung. 60 von ihnen trafen sich am Mi. 09.11.2017 im herberner Hotel "Zum Wolfsjäger", um an der Genusslesung teilzunehmen. Genusslesung – was ist das? Was passiert da? Was hat sich das Vorstandsteam überlegt? Alle waren gespannt auf diesen interessanten Abend.

Beim Eintreffen der Teilnehmerinnen fiel als erstes die Dekoration auf - liebevoll gestaltet Fantasy-Buchdekorationen mit Kräuterväschen schmückten die Tische. Damit wurde dargestellt, wie die Mystik der Fantasy-Romane die Fantasie der LeserInnen anregen kann. Eine Buchauswahl von Belletristik bis zur anspruchsvollen Lyrik lag zum Anschauen bereit.

Ja, das Vorstandsteam, und da besonders Henny Stentrup, hatten sich an das Büchereiteam von KÖB ST. Benedikt Herbern gewandt, um in einer gemeinsamen Aktion eine besondere Veran-
staltung – eine Genusslesung – zu organisieren. Die Kombination von genussvollem Zuhören verschiedenster literarischer Komponenten und dem Verzehr kulinarischer Köstlichkeiten – das war die Idee.

Umgesetzt wurde diese Idee mit Heike Schwartländer, Edith Budde und Frauke Bussmann vom Büchereiteam und dem Gastronom und Chefkoch des Hotels "Zum Wolfsjäger", Georg Hammwöhner.

Edith Budde moderierte diese Genusslesung und gab vorab eine Überblick über ihre Arbeit in der öffentlichen Bücherei. Sie stellte - wie bei einem Rundgang durch die Bücherei - die einzelnen Abteilungen vor. Unterteilt wird in Kinder-, Jugend- und Erwachsenliteratur, wobei gerade im Bereich Fantasy Jugend- und Erwachsen-
literatur abteilungsübergreifend entliehen wird. Kriminalromane, schöne Literatur, Biographien und Zeitschriften ergänzen das Angebot für Interessierte.

Frauke Bussmann fand in dem Buch „Radio Heimat: Geschichten von zuhause“ von Frank Goosen ein passendes Kapitel „Mach die Augen zu und iss“ für diese Genusslesung. Frank Goosen kommt aus Bochum. Durch seine ungeschminkte und doch einfühlsame Sprache sind seine Bücher – besonders für Leser aus dem Kohlenpott und natürlich für uns als Nachbarn dieser Region – sehr lesenswert und amüsant.

Frauke Bussmann brach bei der Genusslesung mit dem Tabu, am Tisch während des Essens über Verdauungsvorgänge zu sprechen. Sie zitierte aus dem Buch „Darm mit Charme“ von Giulia Enders. In dem Kapitel „Wie unsere Organe das Essen transportieren“ schildert Giulia Enders, wie wichtig der gesunde Darm für das allgemeine Wohlgefühl und für die Gesundheit ist. Klug und humorvoll verrät die Gewinnerin des 1. Preises des Science Slam in Freiburg 2012, siehe auch hier: www.youtube.com/watch.
Sie forscht für Ihre Doktorarbeit und findet als Medizinerin das Thema Darm faszinierend.

Der Gastronom Georg Hamwöhner hatte ein offenes Ohr für die Wünsche der Landfrauen auf besondere Köstlichkeiten. Kulinarisch umrahmt wurde die Genusslesung unter Verwendung von Produkten der Jahreszeit mit folgendem 3-Gang Menü:



• Gänserilette mit Kürbis-Chutney – Feldsalat und Himbeeressig-Vinaigrette
• Filet vom Schwein mit Pumpernickeljus – Stielmus, Pastinakenpüree und Rote Beete Chips
• Esskastanienmousse mit Preiselbeergelee, Birne und Gewürzbaiser
Dieses Menü bot den Landfrauen Geschmackserlebnisse der besonderen Art – Aromenvielfalt und frische Zutaten – einfach lecker.

Als Überraschung trat ein Quintett von Musikern aus dem Gospelchor „Sound of Joy“ aus Herbern auf. Marie-Theres Brockmeier, Ulrike Börtz-Schütte, Manuela Sartori, Stephan Ronge und nicht zuletzt Karl-Heinz Vorspohl sorgten für den musikalischen Part. Extra für diesen Anlass hatte Karl-Heinz Liedtexte gekonnt zu musikalischen Leckerbissen umformuliert – und zusammen mit der Musikgruppe eingeübt. Manuela begleitete zudem noch auf dem Gemshorn, einer mittelalterlichen Schnabelflöte.

Diese Genusslesung war ein voller Erfolg und eine neue Erfahrung für alle Teilnehmerinnen.
Alle waren sich einig – das muss wiederholt werden. Genuss mit allen Sinnen.


Landfrauen kreativ


Die Sommerblumen sind verblüht, die Sommer- dekoration ist abgeräumt und verstaut. Da muss aber wieder etwas Farbe her, um den Herbst- und Winterblues zu vertreiben. Das hatte Martina Brochtrup vom Vorstandteam zum Anlass genommen, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Sie hat ja von je her schon ein besonderes Händchen für Dekorationen und ihre Idee für das diesjährige Kreativelement der Landfrauen Herbern war schnell geboren. Eine Stehle aus Naturmaterialien, kombiniert mit Betonelementen, sollte es sein.

Martina konnte sich bei der Umsetzung der Materialbeschaffung ganz auf ihren Mann, ihre Kinder und ihre Nachbarn verlassen. So wurden erst einmal große Milchkannen gesammelt und mit Sand befüllt – als Montagehilfe für die Stehle. Feldsteine wurden gesucht, zurecht-
geschlagen und mit einer Bohrung in der Mitte versehen. Kastanien wurden gesammelt und gebohrt. Bunte Bänder und Filzstreifen in grün, rot und orange wurden eingekauft und an 2 m lange Eisenstangen wurde im oberen Drittel jeweils eine Mutter angeschweißt. Blumentöpfe aus Ton in verschiedenen Größen wurden besorgt und natürlich der Beton dafür. Ebenso wurden ca. 3 cm starke Baumscheiben in verschieden ø gesägt und ebenfalls gebohrt. Als Spitze für die Eisenstange hatte Martina Porzellan-Schubladenknöpfe an kleinen Blumentöpfen befestigt. Diese mussten noch mit Beton ausgegossen werden.

Alles war super vorbereitet, als sich die herberner Landfrauen dann in 2 Kursen auf der Tenne bei Lisa Roters trafen. Die Kursleiterin Martina hatte schon zwei anschauliche Exponate zusammengestellt. Jede Kursteilnehmerin suchte sich eine Milchkanne aus. Alle Materialien standen bereit und als erstes wurde mit den Betonarbeiten begonnen. Kleine und große Tontöpfe wurden mit Beton ummantelt, bzw. gefüllt und mussten dann erst einmal trocknen.

Die Trockenzeit wurde genutzt, um in gemütlicher Runde bei einer schöpferischen Pause leckeren heißen Apfelpunsch zu genießen.

Danach befestigten die Landfrauen ihre Bänderobjekte oberhalb der Mutter und schichteten dann ihre weiten Materialien, wie Baumscheiben, Steine, Äste mit Filz umwickelt, aufeinander. Ein großer Blumentopf wurde mit Grünpflanzen bepflanzt uns als vorletztes Objekt oben angeordnet. Der Porzellanknauf, den es mit verschieden Motiven gab, bildete oben den Abschluss. So entstanden ganz individuelle Stehlen, die etwas Farbe in den Herbstgarten bringen.

Wir herberner Landfrauen waren gern bei dir, Lisa Roters. Zum Dank dafür konnte sich Lisa eine der vorbereiteten eine Stehlen aussuchen.

Martina, deine Idee war toll und es hat Spaß gemacht mit dir zu arbeiten. Danke auch an deine Familie für den Einsatz.

Erntesdank-Gottesdienst mit Frühschoppen


Erntedankfest in Herbern in Westfahlen – in diesem Jahr auf den wunderschön gelegenen Hof Weckendorf in der herberner Bauerschaft Arup. Die Landfrau Brigitta Weckendorf und Ihre ganze Familie hatten sich intensiv auf dieses Ereignis vorbereitet. So gab es einiges zu organisieren, damit die Landfrauen, die Landjugend und der landwirtschaftliche Ortsverein ihre Aufbauarbeiten für den Gottesdienst und das anschließende Fest vornehmen konnten.

So um die 300 Christen waren aus der ganzen Umgebung gekommen, um an dem Erntedank-Gottesdienst teilzunehmen. In der Scheune und im Außenbereich davor fand jeder seinen Platz. Der Altar-Raum war liebevoll vorbereitet – mit Feldfrüchten und Erntekrone. Ja, und das Heighleight dieses Gottesdienstes: der neue Pfarrer der kath. Kirchengemeinde St. Lambertus Ascheberg, Stefan Schürmeyer, war gekommen, um mit diesem Gottesdienst den alten Brauch des Erntedankes und die Christen in Herbern kennen zu lernen. Offen für diese neue Aufgabe konnten wir ihm die Freude darauf im Gottesdienst direkt anmerken – alle Christen – besonders auch die Kinder – fühlten sich von ihm und seiner Wortwahl direkt angesprochen. Wir Landfrauen in Herbern schauen positiv in die Zukunft und freuen uns auf die gemeinsamen Aktivitäten mit Pfarrer Schürmeyer.

Im Anschluss an die Messe begrüßte der Vorsitzende des landwirtschaftlicher Ortsvereins Herbern, Gerhard Reiman, alle Besucher. Die Vorsitzende der herberner Landfrauen, Margret Heitbaum, überreichte Brigitta Weckendorf stellvertretend für ihre ganze Familie ein Präsent.

Dann stürmten die Kinder die große Hüpfburg – toben was das Zeug hält – war angesagt nach der Zeit des Stillsitzens während der Messe. Alle Besucher nutzten die anschließende Zeit, um sich mit süßen und deftigen Speisen zu stärken. Kaffee und Kuchen am Vormittag – kein Problem bei dem vielfältigen Angebot der herberner Landfrauen. Vom Vorstandsteam selbst gebacken und ergänzt durch etliche Kuchenspenden - ein super Kuchenbuffet.

Sich in Fach- und Plauschgesprächen auszutauschen – besonders über das Ernte-Ergebnis und den fehlenden Regen in diesem Jahr – hier war es einfach möglich. Auch Pfarrer Schürmeyer hatte sich diesen Tag freigehalten, um erste Kontakte zu knüpfen und die Herberner kennen zu lernen.

Gleich am Anfang des Hofes hatten die "Treckerfreunde Brüggemühle" aus Herbern ihre Olttimer-Trecker ausgestellt - alle mindesten 30 Jahre und älter. Alle bekannten Treckermarken waren dort vertreten: Güldner, Eicher, Hanomag, etc., ja, tolle alte Treckertechnik, die immer wieder an die alten Zeiten erinnert. Die "Treckerfreunde Brüggemühle" haben sich im Frühjahr 2016 bei Berthold Niesmann in Arup gegründet. Mittlerweile besteht der Club aus fast 40 Mitgliedern aus Herbern und Umgebung. Alle haben sich zur Aufgabe gemacht, die alten Maschinen zu pflegen und bei Gelegenheiten wie dieser zu präsentieren - eine tolle Idee.

Wir herberner Landfrauen, der landwirtschaft-
liche Ortsverien Herbern und nicht zuletzt die Landjugend bedanken uns bei Familie Weckendorf für die Gastfreundlichkeit und das Bereitstellen der Möglichkeiten zur Durchführung des Erntedankfestes.
Wir waren gern bei euch zu Gast.

 

 

 

 

Besichtigung Mosterei Schenk Natursaft


Die diesjährige Saison läuft bereits auf vollen Touren in der lokalen Mosterei Natursaft Schenk in Herbern. Seit 6 Jahren entsaftet Bernadin Schenk schon an der Merschstraße und hat sich vor 2 Jahren mit einem neu errichteten Gebäude und neuer Ausstattung unter dem Namen „Schenk Natursaft Mosterei“ dort selbstständig gemacht. Er begleitete uns Landfrauen bei zwei Besichtigungen durch seine Mosterei.

Schon draußen war an diesem heißen Nachmittag Mitte September das frische Obst zu sehen. Äpfel, Birnen, Quitten – das ist der Hauptanteil der saftgebenden Früchte, welche die Kunden direkt anliefern und, wenn gewünscht, direkt als Saft wieder mit nach Hause nehmen können.

Während der Saison ab Ende August bis Anfang November hat die Mosterei fast jeden Tag geöffnet. Das Obst ist in der Zeit optimal gereift, um entsaftet zu werden – Voraussetzung für 1 A - Qualität. Und damit jeder auch den Saft seines eignen Obstes mit nach Hause nehmen kann, wird großen Wert auf die Kommissionierung gelegt. So wird jede Charge einzeln verarbeitet – erst im immer frischen Trinkwasser gewaschen, dann auf einem Verlesetisch sortiert, in einer kräftigen Mühle zur Miasche gemahlen, in einer 7 Walzen-Bandpresse mit vier Pressstufen ausgegepresst und in einem  Durchlaufpasteurisator bei 80° C pasteurisiert.

Aus 100 kg Obst lassen sich mit diesem Verfahren ø 60 – 65 Liter Saft gewinnen, je nach Alter des Obstes – schon ein erstaunlicher Wert. Dieser Saft wird in 3 – oder 5 Liter Boxen luftdicht abgefüllt und ist unangebrochen bis zu 1 Jahr haltbar. Die Pressreste sind zudem eine begehrte Zugabe in der Viehfütterung.

An diesem Nachmittag wurde eine hauseigene Charge gepresst. So war es möglich, den megafrischen Apfelsaft zu probieren – einfach köstlich und frisch, mit Appetit auf mehr.

Wir danken Herrn Schenk für die interessante Führung durch seine Mosterei. Beeindruckt hat uns seine  Technik aus Edelstahl und Glas, die Sauberkeit und die chargentreue Verarbeitung. Schön, dass es die Möglichkeit des Mostens in unserem Dorf gibt – gut für uns alle und für die Umwelt – dank der kurzen Wege.


Hier noch ein Rezept für einen schnellen Nachtisch mit Apfelsaft.

 

 

"Tief im Osten" Vortrag von Nicola Haardt

 

Nicola Haardt, ganz tief im Westen in Bochum zu Hause, hatte schon immer von einer langen
Erkundungstour geträumt. Sie war und ist neugierig auf fremde Länder und das Leben mit und in der Natur. Erst einmal kam Ihr die Idee, eine Stecke mit dem Fahrrad zu fahren – dem idealen Verkehrsmittel, um umweltschonend Länder und Leute kennen zu lernen. Dann entschied sie sich, ein Ziel im Osten zu wählen. Von West nach Ost, das stand jetzt fest. Als unverfehlbares Ziel stellte sich der sibirische Baikalsee für sie dar und der Plan nahm 2005 Gestalt an.

Mit diesem interessanten Einstieg in das Thema hatte die ausgebildete Landschaftsgärtnerin und Landschaftsplanerin Nicola Haardt die Zuhörer und Zuhörerinnen sofort in den Bann gezogen. Unter ihnen war auch Bernhard Krukenbaum, der seinerzeit zusammen mir Nicola verschieden gärtnerische Ausbildungen absolviert hatte. Er hatte den Kontakt zu den herberner Landfrauen hergestellt. Diese und weitere ZuschauerInnen waren an diesem schönen Sommerabend aus Herbern und den umliegenden Ortschaften ins Jochen-Klepper-Haus gekommen. Mit Nicolas Bildervortrag und ihren frischen Kommentaren und Erzählungen fühlten wir uns gleich an den jeweiligen Ort versetzt.

Das Original Tourenfahrrad stand in Originalausstattung zur Ansicht bereit. So konnten wir sehen, welches Gepäck und Equipment für eine solche Reise erforderlich ist – und das ganze natürlich nur mit Muskelkraft – ohne E-Antrieb.

Ja, da sind schon 20.000 km hin und zurück zusammen gekommen. Bei Abfahrt konnte sich Nicola kaum vorstellen, jemals den Baikalsee zu erreichen. Zuerst fuhr sie mit dem Rad Richtung Ostsee, dann durch die Ostsee-Anrainerstaaten bis nach Russland. Sie hatte sich ja allein auf den Weg gemacht und war in verschiedenen Zeitetappen doch nicht allein. Immer wieder lernte sie in den verschiedensten Ländern nette und gastfreundliche Menschen kennen.

Eigentlich sollte die Tour nur 6 Monate dauern, aber als Zeit und Geld noch reichten, wurde der Winter kurzerhand in Sibirien verbracht. So war sie insgesamt 1 Jahr und 6 Monate unterwegs. – und das mit keinem einzigen „Platten“. Die Straßenverhältnisse waren doch besser als vorher gedacht. Aber die Mücken wurden zur Plage und verfolgten Nicola überall hin.

Der schönsten Momente der Reise war natürlich die Ankunft am Baikalsee. Der Anblick war so gigantisch toll  – das hat Nicola total umgehauen. In der Natur – an ihrem Ziel – eine Zeit wie im Rausch – voller Glückseligkeit – ständige Freudentränen – und ein Dauerlächeln.

Seit dem ist Nicola schon zweimal wieder am Baikalsee gewesen, allerdings mit dem Zug.

Ihre Erlebnisse hat sie in einem Reisebericht zusammengefasst. Der Titel:

Ost-Erfahrung
Mit dem Rad von Bochum zum Baikal
ISBN 978-3-944365-64-0

Die ostasiatische Stimmung rund um Nicolas Vortrag wurde durch russische Akkordeonstücke verstärkt. Petra Krukenbaum griff gekonnt in die Tasten.

Die ZuhörerInnen waren begeistert und gingen  mit viel Fernweh heimwärts. Vielleicht trifft man sich mal – am Baikalsee.

Eis -Seminar im Schlauncafe

Ja, Eis erfrischt und ist gesund – natürlich nur, wenn es aus natürlichen Zutaten hergestellt und nicht im Übermaß genossen wird. Letzteres fiel uns sehr schwer, denn das frisch fabrizierte Eis überzeugte uns voll und ganz in Geschmack und Konsistenz. Am frühen Abend des 02.06.2016 hatten sich 13 Landfrauen bei Herrn Heinz Perra, dem
Inhaber des „Schlaun –Cafe“ in Nordkirchen eingefunden, um an einem Eisseminar teilzunehmen.

Herr Perra, Konditormeister, Chocolatier und Inhaber des HOTEL – Petit Restaurants zum Schlaun Cafe hatte da schon mal etwas vorbereitet. Zwei Eismaschinen waren schon mit leckerern Eismassen gefüllt und voll in Aktion. Herr Perra erklärte uns währenddessen die Zutaten und die Herstellung dieser Masse. Bei ersten Kostproben haben wir uns das Ergebnis auf der Zunge zergehen lassen – hhhmmm – lecker – erfrischend und einfach köstlich, dieses Sahneeis Geschmacksrichtung Eierlikör und Mokka. Alles pur Natur - so gelingt gesundes Eis aus natürlichen Zutaten – und am Besten, wenn dann noch 33 % - ige Sahne verwendet wird.

Das Sahneeis war die erste von 3 gezeigten Varianten. Als zweite Sorte wurde eine Eismasse aus Naturjoghurt und saurer Sahne hergestellt. Frische Früchte sorgten hier für die Süße und das Aroma – das ideale Eis für alle, die kalorienbewust geniesen möchten. Diese Eismassen wurden auch für eine Eisbombe vewendet – die im Schnellfroster gekühlt – am Ende des Semiars gekostet werden konnte.

Ein Himbeersorbet rundete die Probierreihenfolge ab – erfrischen und natürlich im Geschmack – mit Lust auf mehr. Herr Perra gab uns viele Tipps beim Umgang mit den natürlichen Produkten und den Herrstellungsabläufen. Auch die Herstellung von natürlichen Aromaessenzen wurde erläutert. Und noch dieser Tipp: Steht die Anschaffung einer Eismaschine an – sie sollte mindestens bis minus 30 Grad kühlen.

Danke Herr Perra für dieses interessante und informative Seminar und für die zusätzlichen Kleinigkeiten aus Obst, Eis und Schokolade.

Drei Tages Fahrt nach Amsterdam

Ziel der Landfrauen-Auszeit: Amsterdam  - das Venedig des Nordern - eine entzückende Stadt - auf rund 100 Inseln verzaubert durch unzählige Grachten. Ja, das war das Hauptziel für die Zeit von Fr. 15.04.2016 bis So. 17.04 2016. Aber wenn schon mal 50 Landfrauen aus Herbern und Umgebung auf dem Patt sind, werden schöne Ziele, die auf der Route liegen, mitgenommen. Am Keukenhof in AM Lisse wurde gestoppt.

Der bei fast allen Gartenliebhabern ist der Keukenhof als Schaufenster der niederländischen Blumenzucht bekannt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Zucht der Blumenzwiebeln und Darstellung der Frühjahrsblüher. Es sind 7 Millionen Frühjahrsblumenzwiebeln, die in ungefähr acht Wochen ihre Blüten öffnen. Außerdem präsentieren sich in mehr als zwanzig Blumenschauen Schnittblumen und Topfpflanzen in all ihrer Vielfalt. Die herrliche Farbenpracht und die wunderschön angelegten Beete beeindruckten und inspirierten jede Landfrau, die Beetplaunung im heimischen Garten zu überdenken.

Weiter gings`s nach Amsterdam. Bei einer Grachtensfahrt durch den amsterdamer Grachtengürten konnten fast alle Sehenswürdigkeiten des UNESCO Weltkulturerbes bewundert werden und entdeckten den besonderen Charme der historischen Innenstadt mit den stattlichen Herrenhäusern. Ja, Amsterdam ist – vom Wasser aus gesehen – besonders schön. Und das Flair von Amsterdam – traditionsreich, hip, entspannt und kosmopolitisch zugleich.

Da Amsterdam ja auch seit über 400 Jahren als die „Stadt der Diamanten“ gilt, war klar, dass der Aufenthalt der Landfrauen zusätzlich noch ein bischen Glamour brauchte. Der Besuch einer Diamantenschleiferei bot den Frauen am Samstag morgen Einblick in die Kunst des Diamantenschleifens, die in den 400 Jahren perfektioniert wurde. Viele weltberkannte Diamanten wurden hier in Amsterdamm geschliffen. Weltberühmt ist auch der "Amsterdamer Schliff“. Ob einige Landfrauen da wohl nicht widerstehen konnten .... denn "diamonds are a girl's best friend" ....

Der Samstagnachmittag stand dann zur freien Verfügung – zum Schoppen, Verweilen, Atmosphäre geniessen. Auf der Rückfahrt rund um das Ijsselmeer konnten die herrlichen alt-holländischen Fischerdörfer und kleinen Städte erlebt werden. Hier sieht man die eine der schönsten und authentischsten Gegenden Hollands.

Ja, es war wieder mal ein gelungener Ausflug zu einem interessanten Ziel in eine tollen Gruppe. Vielen Dank an die Organisatorinnen. Wir sehen uns im nächsten Jahr bei der nächsten Fahrt.

Landjugend und Landfrauen Frühlingsfest in Herbern 2016

Frühlingsfest am 03. April in Herbern – ein Magnet in der Frühlingszeit für Besucher aus dem genzen Münsterland. Der verkaufsoffene Sonntag mit Gewerbeschau und Krammarkt findet jährlich statt und bietet Attraktionen für Jung und Alt. Um das leibliche Wohl der Gäste kümmern sich traditionell die Landjugend und die Landfrauen Herbern. Hubertus Bockel und die Familie Bockel von der Fa. Bockel Landtechnik stellen dafür Hof und Nebengebäude zur Verfügung. Dort wurden Getränkestände, ein Imbissstand aufgebaut und das Hofcafe eingerichtet.

Das wirklich wunderschöne Wetter an dem Tag sorgte für Besucherscharen, die das Cafe und die weiteren Stände stürmten und sich den selbstgebackenen Kuchen und den frischen Kaffee schmecken ließen. Gemütlichkeit und Treffpunkt aller Insider - hier kann man sich wohlfühen – in diesem Jahr dank des guten Wetters bis tief in die Nacht.

Der Erlös dieser Veranstaltung kommt ... zu Gute. Danke an die Familie Bockel für die Gastfreundschaft über viele Jahre.