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Aktivitäten - Meschede/Bestwig

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Pflanzschalen und Zaunlatten - Ideen aus der Landlust

Holz und Stein – mit diesen natürlichen Werkstoffe des Sauerlandes zeigten die Landfrauen des Stadtverbandes Meschede/Bestwig ihre Naturverbundenheit, um mit einfachen Mitteln ihre Gärten und Terrassen zu verschönern.

Voller Tatendrang trafen sich 13 Landfrauen in der Zimmerei Risse in Bonacker, um nach einer Idee aus der Landlust Pflanztröge und Zaunlatten für Garten und Terrasse herzustellen.

Rita Dicke, Uta Kaiser und Christina Risse waren schon im Vorfeld fleißig und hatten zur Anschauung den Arbeitsraum liebevoll mit von ihnen bereits erstellten Pflanztrögen dekoriert. Jede Menge Eimer, Kisten, Dosen und Steine hatten sie zusammengetragen, damit die Teilnehmerinnen genügend Pflanzschalen herstellen konnten. Aus Zement, Sand und Torf rührten sie dann auch ohne Pause die Masse zur Fertigung der Pflanztröge an und standen hilfreich zur Seite, wenn es mal nicht weiterging.

Wilhelm Risse und Stephan Dicke hatten ihrerseits aus rustikalen Eichen- und Lärchenbrettern zur Anregung einige Zaunlatten angefertigt. Nach einer kurzen Einführung zum bereitgelegten Holzmaterial ging`s auch hier los. Fortlaufend – ohne sich aus der Ruhe bringen zu lassen – sägten die beiden nach den Vorstellungen der Frauen die Motive, die von diesen dann nur noch glatt geschliffen werden mussten.

Das Ergebnis dieses kreativen Abends kann sich sehen lassen. Pflanztröge und Zaunlatten werden in diesem Sommer so manchen Blick auf sich ziehen.

"Landlust" - wer kennt sie nicht?

Die Auflage von über 800.000 zeigt, dass sie sich in den letzten Jahren in die Herzen vieler Leserinnen geschlichen hat.

 

Wie und wo sie entsteht haben sich 20 Landfrauen jetzt angesehen und den Landwirtschaftsverlag in Münster-Hiltrup besucht. Dieser begann 1946 nach dem Krieg mit einer Zeitschrift speziell für landwirtschaftliche Betriebe, dem Wochenblatt. Heute gibt es ein großes Angebot von Fachzeitschriften, Kalendern und Büchern.

 

Dr. Mattias Weddeling, Assistent des Hauptgeschäftsführers, führte die Gruppe durch den Verlag.

 

Bei Kaffee und Kuchen berichtete Christina Bartscher aus der Redaktion über ihre Arbeit und wie es ihr gelingt, immer wieder an neue Ideen für den Familienteil zu gelangen. Als kuriosestes Thema stellte sie den Teilnehmerinnen ein "Kuhkuschelseminar" vor, das sie selbst ausprobierte und über das danach berichtete.

 

 

Jahresversammlung - Alte Fäden-Neue Muster

Begrüßung der neuen Mitglieder

60 Landfrauen fanden den Weg ins Landhotel Donner in Remblinghausen zur diesjährigen Jahresversammlung, zu der Maria Heinemann sie begrüßte. Unser Ortsverband zählt zzt. 225 Mitglieder, von denen die Hälfte nicht aus einem landwirtschaftlichen Betrieb stammt. 21 neue Landfrauen konnten im letzten Kalenderjahr dazu gewonnen werden.

 

Trudi Sommer und Verena Albers führten anhand einer Powerpointpräsentation durch das vergangene Jahr und Hiltrud Schwake machte Lust auf die noch kommenden Veranstaltungen. Brigitte Wullenweber verkündete den Kassenbericht.

 

Nach dem Kaffeetrinken, referierte Christiane Beel von der katholischen Beratungsstelle für Familie-, Ehe- und Lebensfragen in Meschede zum Thema „Neue Fäden – alte Muster"- wie es gelingen kann, Jahrzehnte alte Muster umzustricken, damit Jung und Alt sich wohl fühlen können. Durch den Wandel der vergangenen Jahre, stehe die Frau heute vor dem Problem wie sie Familie und Beruf miteinander vereinbaren kann. 90% der Jugendlichen geben an, dass sie bei Problemen Hilfe in der Familie suchen.

 

Frau Beel berät auch Familien aus der Landwirtschaft, wenn es dort Probleme zwischen den Generationen gibt, z. B. bei der Hofübergabe.

 

Zum Schluss gab sie allen Teilnehmern noch 10 Weisheiten der Kommunikation mit auf den Weg.

 

Maria Berghoff vom Kreisvorstand berichtete über die Aktivitäten im Kreisverband. Durch die Spendenakton „Eine Chance für Kinder“ konnte der Bundesverband der Landfrauen 100.389,- € an die Schirmherrin Frau Bettina Wulff übergeben. 118 Veranstaltungen wurden im letzten Jahr im HSK durchgeführt. Ein buntes Programm auf das die Landfrauen zurückblicken können.

 

 

 

Natürlich schön und stimmungsvoll

Am 2. November trafen sich 9 Landfrauen, um mit Anne Hütten in der Schreinerei ihres Mannes in Niedersorpe eine beleuchtete und dekorierte Zapfenpyramide herzustellen.

 

Mit hochgeschobenen Ärmeln begann die kreative Arbeit. Nach anfänglichem Kampf mit Wickeldraht und Zapfen, aus denen das "Gerüst" gearbeitet wurde, war Kreativität gefragt.

 

Um die Pyramide nach eigenen Vorstellungen zu dekorieren, konnte in Anne Hüttens Laden gestöbert werden: Ob Filz, Bänder, Dekorationsteile aus Metall oder Holz, jede fand das für sie Passende. Anne Hütten gab wertvolle Tipps und zeigte einfache Handgriffe zum Wickeln und Knoten der Bänder und das Anbringen kleiner und großer Dekokationsteile.

 

Mit hochrotem Kopf und mehr als zufrieden fertigten die Teilnehmerinnen einzigartige Zapfenpyramiden, die nun im Advent die Wohnungen schmücken und in ein festliches Licht tauchen.

 

 

Leckereien in Nuttlar

Süß und lecker aber auch klebrig und kleckerig ging es in der Bäckerei Harald Förster in Nuttlar zu, als sich an zwei Nachmittagen je eine Gruppe von Landfrauen in der Backstube trafen.

 

Nach ersten Informationen zu seinem Betrieb entführte Harald Förster die Teilnehmerinnen in das süße Land der Pralinen. Dabei bewunderten sie nicht nur seine Kreativität und Fingerfertigkeit im Herstellen köstlicher Pralinen in verschiedensten Formen und Geschmacksrichtungen, sondern auch sein Talent, Tüten für das Befüllen der Pralinenformen zu basteln, was ihnen selbst kaum gelang.  

 

Neugierig geworden, ob ihnen selbst die Fertigung der Pralinen gelingen würde, machten sich die Frauen munter ans Werk. Die Tipps und Tricks des Bäckermeisters halfen ihnen dabei. Mit Hingabe und Begeisterung produzierten sie für den eigenen Verzehr - auch wenn das Ergebnis nicht immer konditormäßigen Standards standhielt, lecker war´s doch. 

 

 

 

 

"Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett ..."

Eng aber gemütlich und ganz schön passend für einen Krimiabend trafen sich 34 Landfrauen zum Krimidinner im „Keller“ von Familie Schulte in Drasenbeck. Mit viel Liebe zum Detail hatte Doris Schulte mit dem Vorstandsteam des Ortsvorstandes Meschede/Bestwig den Raum mottogerecht geschmückt. Mit seinen niedrigen, gewölbten Decken bot er ideale Voraussetzungen für einen spannenden und anregenden Abend.

 

Begrüßt wurden die Teilnehmerinnen mit dem Aperitif „Orangen auf blutrotem Sekt“, bevor mit viel Spaß kniffelige kriminelle Rätsel - sogenannte „Black Stories“ - aufgelöst wurden, bei denen eine gute Spürnase und Kombinationsfähigkeit gefragt waren.

 

Verena Albers und Trudi Sommer übernahmen den Part des Vortragens. Sie unterhielten die Teilnehmerinnen lustvoll und mit viel Witz mit dem Krimigedicht „Ein Problem im Garten“ von Ralf Kramp und der Geschichte „Abrechnung in Attendorn“ von Kathrin Heinrichs. Letztere fand beim Krimidinner besonderen Anklang.

 

Für dieses Krimidinner hatte sich das Vorstandsteam mächtig ins Zeug gelegt, so dass keine Wünsche offen blieben. Serviert wurde „Zerschossene Rohkost - messerscharf“ (Christiane Seemer), „Banditenschleim mit mörderischen Aromen“ (Verena Albers) und „Mimis Alp-Traum“ (Ulrike Gast).

 

Trotz dieser kulinarischen Verpackung konnten die Zuhörerinnen das Ende der Geschichte kaum erwarten. Der gelungene und unterhaltsame Abend klang in geselliger Runde aus.

 

 

 

Radtour in der Soester Börde

Bei leicht trübem Wetter starteten 30 Landfrauen zur jährlichen Radtour. Rita, die trotz ihres Geburtstages an der Tour teilnahm, versüßte den Start mit kleinen Leckereien und lockte damit auch die Sonne hervor :-)

 

Unter dem Motto "Unterwegs zu neuen Chancen", schmückten alle Frauen ihre Räder mit einem gelben Luftballon. So fiel die Gruppe immer wieder auf und erhielt manche Vorfahrt. Ulrike Gast und Moni Heinemann hatten eine abwechslungsreiche Tour vorbereitet, die es von traumhaften Gärten über reizvolle Wege bis zu gemütlichen Bauerngasthöfen an nichts fehlen ließ. Ein großes Lob und ein herzlicher Dank den beiden Organisatorinnen, denen die Teilnehmerinnen versicherten, dass der Tag einfach wundervoll war. Klar, dass alle sich schon jetzt auf die nächste Radtour freuen. - Mehr Fotos in der Bildergalerie.

 

Auf Wunsch vieler Mitfahrerinnen hier der Tourverlauf, den Moni zusammengestellt hat. Wer Näheres wissen möchte, kann sich an sie wenden. 

 

Radtour der Landfrauen am 11.06.2011 (45 km)

Start in Soest auf dem Parkplatz: i & M Bautreff Hilchenbach, Hammerweg 59, 59494 Soest.

Wir fahren Richtung Katrop und biegen rechts in eine Birkenallee (Liebfrauenweg) ein und kommen so zu den „Gärten am Camenhof“ . Gartenart: Weitläufiges Gartengelände (1 ha) in landschaftlich reizvoller Lage.

 

Von hier fahren wir wieder li. bis zur Straße und folgen dann dem Radweg R6 bis Schwefe, an der Kreuzung erst li., dann re. in den Ölmühlenweg, dann wieder re. und dann li. in den Baukeweg. Wir folgen dem Radweg R6 bis Merklingsen, dort am Ortsschild re., dem Radweg folgen. Hinter Merklingsen die nächste Straße re. (Windpark), so kommen wir nach Ehningsen. In Ehningsen halten wir zur Mittagspause auf dem Hof Rüsse Markhoff.

 

Vom Hof fahren wir li., dann direkt wieder re. bis nach Eineke. Wir folgen der Straße re. und fahren an der Haltestelle „Am Birnbaum“ li. durch die Felder bis wir wieder zu einer Straße kommen, hier fahren wir li. bis Borgeln, durch den Ort die Steigung hinauf. Auf der linken Seite kommen wir zu unserem nächsten Garten. „Privat-Garten Jaspert“. Gartenart: 1.250 m², Strauch-Paeonien, Alpinum, Moor, Skulpturen, mit Teich und Nutzgarten.

 

Von hier fahren wir über die Brücke, dem Radweg re. folgend durch Hattropholsen und geradeaus bis zur Straße, ein Stück über die Straße und den nächsten Weg wieder re. (hier waren wir schon mal!!!), durch die Unterführung bis zur nächsten Kreuzung. Hier fahren wir re. durch Hattrop und folgen dem Schild li. Richtung Ampen. Wir kommen durch Paradiese und fahren dort im Kreisverkehr re. Richtung Bundesstr. 1, immer geradeaus, kurz vor der Bundesstr. re., so kommen wir nach Ampen, immer geradeaus, dann li. und wir sind angekommen beim Hof Behrens-Witteborg.

 

Nach Kaffee und Kuchen überqueren wir die B1 und folgen der Straße bis Epsingsen. Wir fahren die 1. Str. direkt re. und kommen über Röllingsen nach Sieveringsen. Dort wieder die 1 Str. re. bis nach Ostönnen. Wir überqueren die B1 und fahren gegenüber in die Straße (Pieperberg), und folgen dann re. immer dem Radweg (Zabel-Radweg) bis nach Soest zurück. Am Aquafun vorbei geradeaus bis zur Ampel, dort li. und wieder alles geradeaus, bis wir das Hinweisschild des Baumtreffs sehen, noch einmal re. und wir sind wieder am Ausgangspunkt.

 

 

Maiwanderung in Enste.

Am Mittwoch, 4. Mai, trafen sich rund 40 Landfrauen auf dem Hof Wullenweber in Enste. Birgit und Josef Wullenweber begrüßten die Teilnehmerinnen und Josef erzählte von der Geschichte des Hofes. Nach einem kurzen Rundgang zum Wehrturm, dem ältesten Teil des Hofes, und in die hofeigene Kapelle begleitete uns ein Förster auf die Wanderung in den nahegelegenen Arnsberger Wald. Hierbei berichtete er über Anpflanzungen, Pflege und Hege des Waldes.

 

Mit regem Austausch klang die Wanderung im Reiterstübchen der Reithalle aus.

 

 

It`s teatime - heiß auf Tee

Aromatischer Tee, angenehme Düfte und leuchtende Farben bestimmten einen informativen und kurzweiligen Tee-Nachmittag der Landfrauen im Café Frings in Meschede. Rund 30 Frauen waren der Einladung des Ortsverbandes Meschede/Bestwig und des Cafés gefolgt.

 

Der Tee-Experte Alexander Exner von der Firma Teeland Gebrüder Wollenhaupt in Reinbek berichtete von den vielfältigen und – je nach Anbauland – unterschiedlichen Arten des Tee-Anbaus. Mit vielen Bildern gab er sein breites Wissen über Tee-Plantagen, Tee-Gärten und Tee-Felder an die Frauen weiter. So erfuhren die Teilnehmerinnen, dass die Tee-Pflückerinnen immer nur die obersten 2 Blätter und die jüngste Blattknospe ernten, weil nur diese bei der Tee-Ernte von Bedeutung sind.

 

Interessant auch die Erkenntnis: Ob schwarzer, grüner oder weißer Tee, ob anregend oder beruhigend – Tee ist neben Wasser das preiswerteste Getränk der Welt. Neu war für die Frauen ebenfalls der Hinweis, dass der Tee – ob aus China, Japan, Südamerika oder Afrika –grundsätzlich als „reiner Tee“ eingekauft wird. Erst in den deutschen Tee-Kontoren wird er nach den Bedürfnissen der Konsumenten verarbeitet und aromatisiert. Moderne, an die Jahreszeiten angepasste Tee-Namen tun ihr Übriges, um den Tee an die Kunden zu bringen.

 

„Tee regt an – aber nicht auf“ – war dann auch das Fazit, dass die Frauen bei den vom Café servierten Tee-Kostproben am Ende des Nachmittages zogen.

 

Jahresversammlung

58 Landfrauen konnte die Vorsitzende Christiane Seemer bei der Jahresversammlung des Ortsverbandes Meschede/Bestwig im Gasthof Donner begrüßen. Damit war der Saal wieder gut gefüllt und zeigte das rege Interesse der Mitglieder am Verband. Dieses wurde auch in der Statistik von Maria Heinemann deutlich: 22 neue Landfrauen erhöhen die Mitgliederzahl jetzt auf über 200.

Mit einer gelungenen Powerpointpräsentation ließen Verena Albers und Trudi Sommer das vergangene Jahr Revue passieren. Sie brachten mit ihren Bildern so manche Landfrau zum Schmunzeln und machten auf beeindruckende Weise die Vielzahl und Vielfältigkeit der durchgeführten Veranstaltungen deutlich. Die Termine bis zum Sommer wurden von Hiltrud Schwake vorgestellt. Von Farb- und Stilberatung über einen Moscheebesuch bis zur Gartenbesichtigung ist sicher wieder für jede Interessentin etwas dabei.

Nach Kaffee und Kuchen begrüßten die Landfrauen den Chirurgen, Dr. Albrecht Boskamp. Begeisternd und mit vielen eindrucksvollen Fotos berichtete er von seinen Einsätzen in Ghana. Dort war er über den Verein „German Rotary Volunteer Doctors“ seit seiner Pensionierung bereits sieben Mal als Chirurg tätig. Ein letztes Mal wird er im Mai nach Ghana gehen und dann den Stab weiterreichen an Dr. Ulrich Aumann, den er als seinen Nachfolger für die Arbeit in Ghana gewinnen konnte.

Die Landfrauen dankten Dr. Boskamp für seinen aufschlussreichen Vortrag und übergaben ihm eine Spende, die er an den Krankenhausgeistlichen, Father Joseph, St. Dominic’s-Hospital in Akwatia, zur Unterstützung Sozialschwacher weiterreichen wird.

 

 

Die neuen Mitglieder wurden mit einer Frühlingsblume begrüßt.

Coole Socken - warme Füße

Unter diesem Motto trafen sich Landfrauen aus Bestwig und Meschede und lernten gemeinsam Strümpfe zu stricken.

Ute Tolksdorf, Redakteurin bei der Westfalenpost war zu Besuch und veröffentlichte nachstehenden Artikel.

 

Wenn Stricken zur Sucht wird

 

Pling! Schon wieder ist eine Nadel aus einem unfertigen Strumpf gerutscht und landet auf den Fliesen – mitten in die Stille im Nähkästchen am Steilen Weg. Die Frauen, die am Kurs „Coole Socken - warme Füße“ der Landfrauen Meschede-Bestwig teilnehmen, nehmen’s mit Humor: „Das machst du doch absichtlich, damit wir wieder wach werden“, werfen sie Trudi Sommer vor.

Die 55-jährige Trudi Sommer leitet den Kurs. Selbst hat sie schon vor vielen Jahren mit dem Strümpfestricken begonnen. „Ich wollte es einfach irgendwann können“, sagt sie. Damals habe sie sich im Laden von Mechthild Calvi, der Vorgängerin von Gisela Kath in der Gutenbergstraße, Wolle gekauft. „Eine Anleitung hatte ich.“ Doch Mechthild Calvi habe nur gesagt: „Werfen Sie alle Anleitungen weg. Ich zeige es Ihnen“, erzählt Trudi Sommer und schmunzelt im Rückblick.

Regelmäßig sei sie bei der versierten Handarbeitsexpertin vorbeigegangen und habe parallel die Anleitung aufgeschrieben. „Man braucht jemand, der es einem zeigt. Aber ohne die Anleitung hätte ich ein zweites Paar doch niemals geschafft.“ Im Laufe der Jahre perfektionierte sie ihr Können, braucht heute zehn bis zwölf Stunden für ein Paar Strümpfe. „Mittlerweile ist das fast zur Sucht geworden.“

Davon sind die Frauen noch weit entfernt. Doch auch Christina Risse, Margret Kotthoff, Annette Aufmkolk, Marion Jäkel, Anja Gersthagen-Becker, Verena Albers und Rita Dicke schätzen die Vorteile selbst gestrickter Socken: Sie sind wärmer, individuell, halten länger „und man hat sie - anders als beim Pullover - fertig, bevor die Farbe der gekauften Wolle wieder unmodern wird“, wirft Christina Risse trocken ein, während Verena Albers damit kämpft, die erste Reihe Maschen für ihr zweites Paar aufzustricken und nicht einfach nur aufzuschlagen. „Dann wird das Bündchen fester und sieht fast aus wie maschinell gefertigt“, erklärt Anja Gersthagen-Becker.

Insgesamt sieht das Spiel mit Nadel und Faden bei den Frauen schon professionell aus, auch wenn Margret Kotthoff am Zwickel kurz aufstöhnt: „Was für eine Hampelei!“ Und der Sohn (11) von Christina Risse der Meinung war: „Mama schafft das nie.“

Die meisten Frauen stricken eh für sich - und wenn die Familie hinterher mit Socken-Wünschen kommt, muss sie schon sehr lieb bitten. „Wenn ich da so viel Herzblut reingesteckt habe, dann bin jawohl erst mal ich dran“, sagt Verena Albers. Die Frauen im Alter zwischen 39 und 60 haben alle irgendwann schon mal gestrickt und wursteln sich jetzt schon recht gekonnt durch Bündchen, Ferse, Käppchen und Zwickel und klappern mit den Nadeln.

Doch das Klappern wird weniger: Wer sich auskennt, strickt nicht mehr mit Metall, sondern verwendet Nadeln aus Bambus. „Wenn man zu Hause vor sich hinstrickt, kann einen das Klappern wahnsinnig machen“, sagt Trudi Sommer. „Außerdem halten auch die Nadeln im Strumpf besser.“ Kein Klappern und kein „Pling“ mehr - schade.

 

 

Alles Käse bei der Käselinde?

Dass es auch im Sauerland eine „Käsehochkultur“ gibt, konnten die Mescheder Landfrauen auf Einladung Ihres Stadtverbandes erleben. Den Rahmen dafür boten Gerlinde Pfeiffer, Inhaberin der Käselinde in Meschede und Rolf Wieskemper, kenntnisreicher Weinhändler aus Warstein.

 

In dem kleinen Laden „Käselinde“ war der Tisch reichhaltig gedeckt. Von milden über würzigen bis hin zu herzhaft-kräftigen Käsesorten bot Frau Pfeiffer Gaumenfreuden aus heimischen Regionen, aber auch aus verschiedenen Ländern an, garniert mit erläuternden Geschichten zu jedem Käse. Passend dazu stellte Herr Wieskemper mit locker vorgetragenen Informationen die richtigen Weine vor.

 

So erlebten die Landfrauen einen aufschlussreichen und vergnüglichen Abend und erfuhren, dass die Käsehochkultur im wahrsten Sinne des Wortes eine Geschmacksfrage ist.

 

 

Radtour ins Paderborner Land

 

Ein geplatzter Reifen - laut wie ein Geschoss - bildete den Beginn der diesjährigen Radtour im Paderborner Land. Aber sonst wurden die Teilnehmerinnen von weiteren Pannen verschont.

 

So ging es von der Emsquelle in Hövelhof über das Schulmuseum in Riege. Bei einer Rast im "Piärdestall" blieben die Drahtesel stehen bevor es dann weiterging an der Ems und am Steinhorster Becken entlang über Lipoling zurück zum Ausgangspunt.

 

Das Brautpaar Andreas und Simone Gast führte die Tour und verbrachte so einen Tag seiner Flitterwochen mit den Landfrauen. Leider spíelte das Wetter nicht so mit, so dass die Landfrauen mit einem Becher warmen Sekt auf das Brautpaar anstießen, was der guten Stimmung aber keinen Abbruch tat.

Frühling für Feinschmecker

Zu diesem Kurzseminar hatte der Stadtverband Meschede/Bestwig Frauen eingeladen, die gerne mal wieder etwas Neues, nicht Alltägliches auf den Familientisch bringen wollten.

 

Cordula Schulte, die nicht zum ersten Mal mit den Landfrauen kochte, war im Vorfeld wieder unermüdlich auf der Suche nach neuen Rezepten. Mit frühlingsfrischen Kräutern und dem ersten saisonalen Gemüse gelang es ihr, die Frauen zu begeistern und den Frühling gemeinsam kulinarisch zu erkunden.

 

Zum gemeinsamen Essen wurde natürlich ein passender Frühlingswein gereicht und die Mahlzeit mit einem Dessert – Eierlikörcreme mit Erdbeersauce bzw. Rhabarber-Wein-creme – abgerundet.

 

 

 

Dass das Seminar den Frauen sichtlich Spaß gemacht hat, zeigt unser Foto mit den teilnehmenden Frauen am frühlingshaft gedeckten Tisch, wobei der Blumenschmuck zum Teil den Leckereien weichen musste.

Bauchtanz - Ein Schnupperkurs

 

„Für alle Frauen, die sich trauen,
auch Ungewohntes zu erkunden,
hat man den Schnupperkurs erfunden.
Das Becken kreist, die Hüften schwingen,
man braucht nur Sportzeug mitzubringen.“

 

Unter diesem Motto von Monika Kukulenz, Trainerin für orientalischen Tanz, hatte der Stadtverband Meschede/Bestwig zu einem Schnupperkurs in die Turnhalle der Grundschule Wennemen eingeladen.

 

Zwölf Frauen zwischen Anfang zwanzig und Mitte fünfzig trauten sich, ihre Hüften zu orientalischen Klängen zum Schwingen und mit zum Teil originellen Hüfttüchern auch zum Klingen zu bringen. Monika Kukulenz entführte sie mit einer phantasievollen Choreographie in die Welt des Bauchtanzes. Dabei vermittelte sie neben den orientalischen Tanzschritten auch typische Hüftbewegungen und Oberkörperhaltungen. Die Teilnehmerinnen lernten, dass beim Bauchtanz sehr kontrolliert alle Muskelpartien angesprochen werden und eine gute, auf Anspannung gezielte, Körperhaltung eingeübt wird und nicht zuletzt, dass Bauchtanz eben doch ein richtiger Sport ist.

 

Am Ende des Schnuppernachmittages waren die Landfrauen um einige Erfahrungen reicher und zeigten sich begeistert über die Einblicke in die Vielseitigkeit des Bauchtanzes.