
Berührende oder spannende Ereignisse, Schicksale oder Veränderungen im Leben anderen preiszugeben, erfordert sehr viel Mut. Acht Landfrauen haben sich das zusammen mit dem Theaterlabor Bielefeld beim »Geschichtendinner« getraut. Stefanie Taubert wacht eines Nachts vom Flackern ihrer Schlafzimmerlampe auf. »Bei mir hatte der Blitz eingeschlagen«, erzählte sie. Bis auf einen Kurzschluss ist weiter nichts geschehen. Tage später muss sie ihre Wohnung aber vor einem Brand retten. Qualm aus dem Videorekorder sorgt bei ihr für Panik und so wirft sie das Gerät unüberlegt in die Dusche. »Dadurch habe ich gelernt: Ziehe immer den Stecker von Geräten, die vom Blitz ermordet wurden.« Stefanie Taubert arbeitet für das Theaterlabor in Bielefeld. Beim kreisweiten Geschichtendinner der Landfrauen im Alten Dorfkrug erzählte sie aber keine fiktive Geschichte, sondern ihr persönliches Erlebnis. Authentisch und lebendig berichtete sie von ihrer Videorekorderpanne und schilderte ihre angstvollen Momente.
Am Freitagabend kamen allerdings nicht nur die Schauspielerinnen Indira Heidemann, Christin Kirsch und Stefanie Taubert zu Wort. Acht Frauen aus verschiedenen Landfrauenortsgruppen erzählten ihre selbst gewählte Geschichte. »Wir haben schon einmal im privaten Wohnzimmer Stücke vorgespielt. Dabei haben wir gemerkt, dass viele das Bedürfnis hatten, selbst eine Geschichte zu erzählen «, sagte Indira Heidemann. Sie hatte zu ihrer Erzählung den 60 anwesenden Frauen eine Rundbürste als Anschauungsmaterial mitgebracht. Vor ihrem ersten geplanten Auftritt als Vierjährige hatte sie damit eine Mireille Mathieu- Frisur bekommen. Diesen verweigerte sie aber mit den Worten »Ich soll jetzt singen, will aber nicht.« Auch den zweiten Auftritt überstand sie nur mit schlotternden Knien. »Ich denke das Lied hat eine zweite Chance verdient und ich singe es jetzt für Sie«, kündigte Indira Heidemann an. Dabei zeigte sich nicht nur ihr Talent für humorvolles Erzählen, sondern sie präsentierte auch ihre wunderbare Stimme. Die Vorsitzende des Kreislandfrauenverbandes Maria Nolting war begeistert von den Ideen der Frauen. Sie selbst trat mit zwei Geschichten auf, berichtete von dem Scheitern ihres ersten Ehrenamtes und einem Hilfsprojekt in Afrika.
(Von Julia Bernewasser, Herforder Kreisblatt)
Das Wohl junger Familien liegt uns Landfrauen im Kreis Herford besonders am Herzen.
Nachdem wir im Rahmen der bundesweiten DLV-Aktionstage in den vergangenen Monaten bereits 265 Euro für die Stiftung „Eine Chance für Kinder“ gesammelt hatten, spendeten wir jetzt noch einmal 265 Euro für das Herforder Projekt „Chancenreich“.
Das gemeinsame Projekt der Stadt Herford und der Carina-Stiftung unterstützt Eltern von Neugeborenen und von Kindern bis zum dritten Lebensjahr und das ungeachtet ihrer sozialen Stellung. „CHANCHENREICH“ informiert unter anderem die Familien, stellt ihnen mit den Familienbesucherinnen Ansprechpartner zur Verfügung und lädt junge Väter und Mütter zu einem kostenlosen Elterntraining ein. Für die Teilnahme an weiteren Angeboten bekommen die Eltern eine Prämie in Höhe von 500 Euro, sofern sie gewisse Kriterien wie beispielsweise den Besuch der medizinischen Vorsorgeuntersuchungen erfüllen.
Während unserer Kreisvertretertagung in den Räumen der Landwirtschaftskammer in Herford, an der Vertreterinnen aller Herforder Ortsverbände teilnahmen, übergab unsere Kreisvorsitzende Maria Nolting den Spendenscheck an Sabine Kürten, einer der Familienbesucherin bei „Chancenreich“. Bei dieser Gelegenheit berichtete Frau Kürten über ihre Arbeit und stellte den Verein vor.



Ganz im Zeichen der Gesundheit stand der diesjährige Abend im Universum. ZumThema "Was Frauen stark macht" hatte der KreislandFrauenverband Frau Dr. med. Barbara Ehret-Wagner eingeladen. Die langjährige Chefärztin der gynäkologischen Abteilung des Median-Klinikum in Bad Salzuflen nahm die Frauen mit auf eine Reise durch ihren Körper und begeisterte mit ihrer gleichermaßen warmherzigen wie kompetenten Art.
Den nachfolgenden Bericht hat Heidrun Diekmann für uns geschrieben:
Fast wie die ältere gute Freundin wirkte Frau Dr. Ehret- Wagener auf der Bühne des Universums, der man nur allzu gerne seine kleinen und großen Kümmernisse anvertraut.
Der Stress der letzten 90 Minuten war ihr nicht mehr anzumerken, denn wen macht es nicht nervös, wenn man in einer Vollsperrung steht, wo man doch schon längst als Referentin beim Herbstabend des Kreislandfrauenverbandes Herford auf der Bühne stehen sollte.
Umso erwartungsvoller hingen die mehr als 70 Landfrauen, die die unerwartete Wartezeit zu einem Imbiss nutzten, an den Lippen der ehemaligen Chefärztin einer gynäkologischen Rehaklinik.
,,Was Frauen stark macht“ ist das Motto der jährlichen Herbstabende und wie die Zuhörerinnen sehr schnell merkten, auch ein herzliches Anliegen der Gynäkologin.
Ehret setzt sich seit langen für die Gesunderhaltung der Frau durch Prävention und das Selbstbestimmungsrecht der Frau in der Medizin ein.
Sie las Passagen aus ihrem Buch: ,,Frauen-Körper-Gesundheit-Leben“, ein Leitfaden durch den Dschungel der Frauenheilkunde.“ Schon bald entwickelten sich viele Fragen und die Mitbegründerin des ,,Arbeitskreises Frauengesundheit“ blieb keine Antwort schuldig.
Die erfahrene Praktikerin nahm das Puklikum mit auf eine Informationsreise durch den weiblichen Körper, wobei sie immer wieder das Zusammenspiel von Körper, Seele und Sexualität verdeutlichte und damit den ganzheitlichen Ansatz ihrer medizinischen Einstellung hervorhob.
Sie ermunterte die anwesenden Frauen ihre Weiblichkeit durch die Veränderungen in Ihrem Körper wahrzunehmen, ihnen zu trauen und sie zu verstehen. ,,Bei vielen Frauen fehlt das Wissen um die Verbindung des Hormonhaushaltes zur Seele,“ stellte die Ärztin fest. Denn wenn man Symptome richtig einzuordnen weiß, sind viele Krankheiten früh behandelbar und man kann sehr oft auf Selbstheilung setzen. Dem Publikum angemessen lag an diesem Abend das besondere Augenmerk auf der Früherkennung und den falschen Erwartungen an das Screeningverfahren sowie den Wechseljahren.
Ehret verdeutlichte die Zusammenhänge der körperlichen Veränderung des Klimakteriums mit dem psychischen Wandel. Sie machte klar, wie wichtig es ist, diesen Umbruch anzunehmen, um gestärkt aus dieser Lebensphase hervorzugehen.
Humorvoll beschreibt sie: ,, und den Frauen wachsen Zähne in dieser Zeit, die sie aber brauchen damit sie um sich beißen können, um den neuen Platz in ihrem Leben und der Gesellschaft sehen, finden und erobern zu können“
Ein lohnenswerter und anspruchsvoller Abend, der bei manch einer den Wunsch weckte, Schritt für Schritt zu einem besseren Verständnis von weiblicher Gesundheit und Krankheit zu gelangen und das Buch zu lesen.
So mancher Tipp der Medizinerin wird sicher demnächst in die Tat umgesetzt.
Am 5. Oktober 2011 besuchten die Frauen des KreislandFrauenverbandes Herford die überregional bekannte Firma Nolte-Küchen in Löhne. Während der Besichtigung der Produktion in Bruchmühlen und Löhne erfuhren die interessierten Besucherinnen mit welch hohem technischen Aufwand Küchen heute hergestellt werden. Aus welchen Materialien eine moderne Küche gefertigt wird wurde ebenso erklärt wie die Vielzahl der einzelnen Produktionsschritte, welche notwendig sind um eine komplette Küche her zu stellen. Der Besuch der Küchenausstellung zeigte Trends in der Küchengestaltung und rundete diesen informativen Nachmittag ab.


Es ist wieder soweit. Das neue Programm 2011/2012 ist fertiggestellt. Mit großem Engagement hat der KreislandFrauenverband Herford mit seinen 7 Ortsverbänden wieder ein attraktives Jahresprogramm zusammengestellt welches mit der Vielfalt und Vielzahl seiner Programmpunkte jung und alt gleichermaßen anspricht.
Die Vorsitzende des KreislandFrauenverbandes Herford, Maria Nolting, hatte am 02.08.2011 Vertreter der örtlichen Presse bei sich zu Gast um zusammen mit dem Vorstandsteam aus der Verbandsarbeit zu berichten und auf das neue Jahresprogramm hin zu weisen.
Den Bericht der "Neuen Westfälischen" vom 03.08.2011 finden sie hier.

Landfrauen reisen nicht nur in die Ferne, sondern schauen auch gerne mal beim Nachbarn nach, was es dort so Sehenswertes gibt.
Zu Beginn der Sommerferien trafen sich fahrradbegeisterte Herforder Landfrauen aus dem gesamten Kreis mit ihren Bielefelder Kolleginnen.
Die Bielefelder Gastgeberinnen hatten eine informative Radroute durch den Süden Bielefelds, die Senne, ausgearbeitet. Zunächst radelte man über den Sennefriedhof, der als drittgrößter Friedhof Deutschlands weniger an die letzte Ruhestätte, denn an einen riesigen Park erinnert.
Von dort ging es zum Flughafen Windelsbleiche, wo es im Tower interessante Informationen zur Geschichte, Entwicklung, Zweck und Nutzung des Bielefelder Flugplatzes gab.
Im Museumshof Senne staunten die Gäste über die für die Senne exemplarischen Gebäude aus vier Jahrhunderten, die hier standortgerecht wieder aufgebaut wurden. Heute ist dort der traditionelle Nutzen aufgegriffen worden und wird mit einer modernen Gestaltung weiter geführt.
Nach einem leichten Mittagsimbiss ging es zu Steinkrögers Hof, wo die Hausherrin humorvoll über Entstehung und Entwicklung des exklusiven Hofladens mit Direktvermarktung berichtete.
Welche Möglichkeiten Städter haben können, um eigenes Gemüse anzubauen, zu ernten und so den Bezug zur Herkunft der Nahrungsmittel wieder herzustellen oder zu erhalten, erlebten die Herforderinnen auf dem Hof Wißbrock.
Hier kann man einen eigenen Gemüsegarten in Single oder Familiengröße mieten, den man das ganze Jahr pflegt. So genießen die Hobbygärtner eine Saison lang frisches, selbst gezogenes und geerntetes, ökologisches Gemüse.
Im beeindruckenden Garten der Museumsschule Senne verabschiedeten sich die Herforder Landfrauen um den Rückweg anzutreten. Natürlich nicht, ohne die Bielefelderinnen fürs nächste Jahr zu einer Tour durch Teile der ehemaligen Hansestadt Herford einzuladen.
Wir besuchen Spenge
Am Freitag, den 1. Juli 2011 kamen Landfrauen aus dem ganzen Kreis Herford nach Spenge um den Ort einmal näher kennen zu lernen.
Nach der Begrüßung im Gemeindehaus, gestärkt mit Kaffee und Kuchen ging es bei blauen Himmel und angenehmen Temperaturen zunächst zu Fuß zur Martinskirche mit ihrem historisch wertvollen Altarbild. Noch ganz beeindruckt davon ging es auch schon weiter, vorbei am Rathaus, der modernen Innenstadt, durch das gepflegte Wohnviertel hin zur weit bekannten Werburg, welche mit ihrer jahrhundertealten, wechselvollen Geschichte uns Landfrauen begeisterte.
Die einzelnen Ortsteile von Spenge lernten wir bei der nachfolgenden Busrundreise kennen . Stattliche Bauernhöfe präsentieren sich eingebettet in eine sanft geschwungene, grüne Bilderbuchlandschaft welche uns alle begeisterte.
Bei einen gemeinsamen Abendessen in unterhaltsamer Runde ging dieser wunderbareTag zu Ende.

Königsstädte, Kasbahs und Oasen
Nach einem angenehmen Flug von Düsseldorf nach Agadir wurden dreißig Landfrauen von ihrem marokkanischen Reiseführer Abdelfattah Farouk herzlich empfangen.
Unser Tourenbus nebst Fahrer und Kofferboy warteten bereits auf uns. Die Rundreise kann beginnen. Das nächste Ziel heißt: M a r r a k e s c h.
Die zweitälteste Königsstadt pflegt ihr Image als märchenhafte Welt. Neustadt und Altstadt werden durch die Avenue Mohammed V. verbunden. Die drei Kilometer nach Südosten ziehende Avenue, gesäumt mit Pomeranzenbäumen und Palmen, endet vor der Koutoubia-Moschee mit ihrem 77 Meter hohen Minarett, ein Sakralbau der Almohaden aus dem 12. Jahrhundert.
Von der Koutoubia-Moschee ist es nur ein paar Schritte vorbei an Pferdekutschen zum Djemaa el-Fna – der „Platz der Geköpften“, auf dem früher angeblich die Köpfe der Hingerichteten aufgestellt wurden, ist zweifellos die größte Attraktion Marrakeschs. Am Nachmittag kann man hier Schlangenbeschwörer, Artisten und Gnaoua-Musiker beobachten, junge Frauen bemalen Füße und Hände mit Henna. Der Markt bietet aber auch alle möglichen Arten von Gewürzen, Kräutern, getrocknetem Obst und vielfältige Wundermittel an.
Von einem der umliegenden Terrassencafés hatten wir einen schönen Blick auf diesen weitläufigen Platz, der 2001 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.
Beeindruckt hat uns auch der Palast de la Bahia, errichtet Ende des 19. Jahrhunderts, einstige Residenz der Großwesire Si Moussa und Ba Ahmed. Geschnitzte und bemalte Zedernholzdecken in den Empfangssälen und Wohntrakten, ferner Galeriehöfe und Innengärten – hier gewinnt man Einblick in das feudale Leben hinter schlichten Mauern!
Die Menara-Gärten, eine Oliven- und Obstpantage mit dem grünen geziegelten Pavillon von Sultan Abd er Rahman, vor einem großen Bewässerungsbecken gaben uns Einblick in die Obst- und Olivenernte.
Der botanische Garten Jardin Majorelle bot uns eine Sammlung von Kakteen und Bambusgräser. Ein Bau in kräftigen Blau-, Gelb- und Grüntönen, eine Stiftung von Yves Saint-Laurent.
Marrakesch verbindet orientalisches Flair mit modernem Komfort.
Am dritten Tag heißt unser Ziel C a s a b l a n c a .
Die wirtschaftliche Hauptstadt des Landes ist eine Hafen- und Industriestadt. Eine internationale Metropole für die Finanz- und Geschäftswelt. Diese weiße Stadt ist noch vielen in Erinnerung durch den Kultfilm „Casablanca“ mit Ingrid Bergmann und Humphrey Bogart. Die wahre geistige Dimension zeigt sich in der Hassan II Moschee. Mit 200 x 100 Meter großem Betsaal und einem fast 200 Meter hohem Minarett. Diese Moschee soll 100.000 Menschen fassen!
Die marokkanische Hauptstadt R a b a t war unser Ziel am vierten Tag. Hier befindet sich der Hauptsitz des Königs, Mohammed VI, Sitz des Parlaments und der Botschaften. Hoch oben auf einem Felsen thront die schöne Kasbah Oudaya mit ihrer herrlichen Aussicht. Sie wurde im 12. Jahrhundert als Wehrburg errichtet, ebenfalls aus diesem Jahrhundert stammt das Wahrzeichen der Tour Hassan. Der Hassanturm wurde nicht fertiggestellt, weil der Auftraggeber al. Mansur gestorben ist und sein Nachfolger Marrakesch als Hauptstadt auserkoren hatte.
Weiterfahrt nach M e k n e s - in die gelbe Königsstadt. Gigantische Mauern und Überreste von Kollossalbauten. Es ist die kleinste der vier Königsstädte, hier findet noch ein unverfälschtes marokkanisches Leben in der nahezu unberührten Altstadt statt.
552 Meter ü.d.M. auf dem Meknes-Saiss-Plateau gelegen befinden sich Weinberge und Olivenplantagen.
Der fünfte Tag bringt uns nach F e s , die älteste unter den Königsstädten. Stadt des Islam, der Gelehrten und der Intellektuellen, der Künstler und der Handwerker. Alt-Fes ist eine mittelalterliche arabische Stadt und zählt zum Weltkulturerbe. Im Südwesten öffnet sich das Bab Bou Jeloud, ein maurisches Schmucktor, auf der einen Seite ist es mit blauen und auf der anderen mit grünen Facetten verziert. Den Platz Place Nejjarine prägen die entzückende Wandbrunnenanlagen. Ein Labyrinth von faszinierenden Souks zieht Massen von Besuchern an. Einen Genußblick über die Altstadt bieten Dachterrassen ihren Gästen.
Über das mittlere Atlasgebirge geht es am sechsten Tag von F e s nach M i d e l t .
Schnee liegt noch auf den Berggipfeln. Wir durchfahren das Skigebiet von Marokko. Unser Ziel sind die Palmoasen von Erfoud. Mit einem Jeep geht es dann zu den Sanddünen von Merzouga. Abends spielt hier die Sonne die Starrolle, wenn sie dramatisch hinter den Dünen versinkt und die Wüste in ein rotgoldenes Licht taucht.
Die Oase Tinghir und Todhra-Schlucht ist das Ziel am siebten Tag. Tinghir ist das Markt- und Verkehrszentrum für knapp 100 Dörfer der Umgebung. Am Eingang der Todhra-Schlucht und wegen seiner Lage in der bekannten Straße der Kasbahs ist Tinghir bekannt geworden. Auf knapp 1400 Metern Höhe befindet sich die Todhra, die schönste Oase des Landes.
Das Flusstal des D a d e s und E r r a c h i d i a ist unser Ziel am nächsten Tag. Das Wasser bringt die kargen Berge im Anti-Atlas zum Grünen. Mandel- und Olivenbäume, Dattelpalmen und Feigenkakteen und im Tal der Ammeln kleben die Berberhäuser an dem rötlichen Fels. Die Straße der 1000 Kasbahs gehört zu den Sehenswürdigkeiten des Südens. Alte Lehmburgen dienen als Wohnhäuser, Wehrburgen und Speicher für Familien und ganze Sippen. Zu den berühmtesten Kasbah-Komplexen zählen die Ait Benhaddou und in Ouarzazate Telout Taourirt.
Der zehnte Tag soll uns nach O u a r z a z a t e und Taroudannt führen. Wir durchqueren das größte Safrananbaugebiet des Landes. Das teuerste Gewürz ist auch unser Thema. Und da, wie eine Fata Morgana – ein biblisch anmutende Lehmsiedlung, die stolzeste aller Berberburgen: - die Ksar Ait Benhaddou!
Über Taroudannt verlassen wir das Atlasgebirge und eine wunderbare Landschaft. Arganienpalmen, der Ziegenbaum, macht uns neugierig. Arganöl gilt auch bei uns als Delikatesse und wir bekommen die Möglichkeit, die Produktion und Vermarktung einer Frauenkooperative kennen zu lernen - eine wunderbare Erfahrung. Ein wertvolles Produkt, verarbeitet, vorgestellt und vermarktet von Frauen aus Marokko.
A g a d i r ist unsere letzte Station. Der beliebteste Badeort des Landes mit einem ganzjährig sonnigen Klima lädt zum Verweilen und Erholen ein. Wir genießen den Tag am Strand und erholen uns.
Wir hatten eine schöne Zeit in Marokko! Traumziele wie aus 1001 Nacht!
Ein modernes nordafrikanisches Land mit einer vielfältigen arabisch-afrikanisch-europäisch geprägten Kultur.
Kontrastreiche, atemberaubende schöne Landschaften, weiße Strände am Atlantik, Seen und Zedernwälder im Mittleren Atlas, schneebedeckte Gipfel im Hohen Atlas, Palmenoasen entlang des Draà und Dades und hohe Saharadünen im Erg Chebbi.
Wir haben moderne, gebildete – aber auch konservative, zurückhaltende Menschen kennen gelernt. Unser Reiseleiter verabschiedete sich von uns mit den Worten:
Empfehlen sie uns weiter an ihre LandFrauen, Marokko braucht den Tourismus!
KreislandFrauen Herford
Anita Vauth-Ottensmeyer
- Reiseleitung -

Kreislandfrauentag in Bünde
„Landfrauen in der Zukunft“ war das Thema des diesjährigen Abends zu dem Landfrauen aus dem gesamten Kreisgebiet gekommen waren.
Nach einer gelungenen Power-Point-Präsentation zur Eröffnung, in welcher sich der Verband in seiner ganzen Vielfalt präsentierte und der Begrüßung durch die Kreisvorsitzende Maria Nolting sprachen Vertreterinnen der Unternehmerinneninitiative zu den Landfrauen, gefolgt von Ute Kerlen, welche sich in ihrer Ansprache für den Erhalt naturbelassener Flächen sowie für die Einschränkung des Flächenverbrauches an sich aussprach.
Brigitte Scherb, Präsidentin des dlv, ermunterte die Frauen, die Herausforderungen der Zukunft, die Verjüngung und damit Weiterführung des 550.000 Mitglieder zählenden Verbandes, nicht mit den Methoden der Vergangenheit an zu gehen. Weg vom „Bäuerinnen-image, hin zu einem zeitgemäßen Image durch ein zeitgemäßes Programm, breite Öffentlichkeitsarbeit, aktives Engagement wenn es um Themen zur Verbesserung der Situation von Frauen geht. Sie ermunterte zur Selbstkritik bei der Programmgestaltung für junge Frauen.
Doch auch der Humor kam nicht zu kurz. Die Kabarettistin Sabine Henke sorgte mit ihrem Programm, in welchem sie in div. Frauenrollen mal schrill, mal satirisch, mal naiv aber immer humorvoll auftrat, für allerbeste Unterhaltung.
Ein kleiner Imbiss in der Pause sorgte für das leiblich Wohl der Gäste.